05.06. 2017 Tjumen – Tobolsk 280 Km

UPS fast vergessen:
Die täglichen Meetings am Abend sind immer sehr abwechslungsreich und interessant mit Dima u Co und das Roadbuch für den nächsten Tag, mit div. Koordinaten und sonstigen wichtigen Infos sind wirklich sehr hilfreich!!
Die Hinweise für Tanken und Einkaufen etc. wären für uns nicht notwendig. Auch werden wir unterwegs mit „Neuigkeiten“ per SMS versorgt, so dass wir keine Irrfahrten etc. riskieren bei Baustellen.

Unsere heutige Etappe ist unspektakulär, auch wenn wir mehrmals zu DRITT Kreuzen, das heisst ein „Brummi“ drückt sich auf den Kiesstreifen neben der Fahrbahn, wir tun es gleichermassen und der LADA fährt ganz cooool ab durch die MITTE!
Nein, kein Gehupe, gar nix, ist ja auch völlig normal, notfalls würden da auch 2 LADAS rein passen!
TOBOLSK ist bloss ein kleines Städtchen, aber mit einem wunderschönen „KREML“ (von AUSSEN)

Super Stellplatz für mich…Asphaltiert!

caption id=“attachment_2629″ align=“aligncenter“ width=“660″] Kleines nettes Städtchen mit grausamer Vergangenheit![/caption]
Bei einer Besichtigung sehen und erfahren wir sehr viel über die Greueltaten in diesem Gefängnis-Trakt, wo unzählige Regime-Gegner gefoltert und erschossen wurden.
Zellen und Verhörräume sind noch im Original-Zustand, Bestürzung und Trauer erfüllt uns.
Kreml von Tobolsk

Unsere nächste Tour führt über knapp 500 Km nach Krutinka und so beschliessen Peter u Maya und wir, schon heute los zu fahren und noch ein paar Stunden zu fahren.
Ambulanz Stützpunkte trifft man in grossen Abständen!

Auf der Karte sehen wir, trotz Massstabe1:800 000 eine kleine weisse Strasse, welche wir auskundschaften wollen.
Als wir von der Hauptstrasse abbiegen, fängt es tüchtig an zu Regnen und die Sandpiste wird blitzartig zur Schlammpiste.
Da gibt es zur Zeit kein Durchkommen!

Der Weg fürt nur rund ums Dörfchen, aber die WOMOS werden tüchtig verdreckt!
Ganz schön rutschig!

Beim 2. Versuch klappt es dann doch noch und wir fahren ca 30 Km über LAND, einsam, aber eindrucksvoll. Obwohl die Piste vor nicht all zu langer Zeit ausgeebnet wurde „ERFAHREN“ wir immer wieder Stellen mit Gräben von 50-60 cm. Wir suchen dauernd nach dem optimalen Weg, um nicht zu versinken.
15 cm zäher Schlick bedeckt den Weg.

Diesem Mann schenkten wir 5 Kg. CH-Nägel!

Wir stellen uns diese Piste vor im Winter bei über -40 Grad, wehe Du hast eine Panne!!
Am späteren Abend finden wir einen schönen Stellplatz….
2 Mädels hüten eine riesige Rinderherde, (welche Verantwortung!)

Wir entdecken wunderschöne „Naturwunder“.
NUR die Moskitos, kennen den Platz schon lange vor uns und emmpfangen uns mit Freude, brrh. IHRE Begeisterung kennt fast keine Grenzen und nachdem wir zusammen ein Glas Wein getrunken haben, machen wir mit unserem „Elektro-Schläger“ jagt auf die Plaggeister! Na ja, alle kriegen wir natürlich nicht und die Restlichden rächen sich dann an uns!