05.11. 2017 Gerede – Karacabey 380 Km


Unsere Nachbarn auf dem Friedhof haben sich wunderbar „still“ verhalten..NUR einmal hörte ich einen zaghaften, durstigen Ruf nach einem Bier.. ob ich das wohl geträumt habe??
Hopp, hopp hopp–Sprinter lauf Galopp und so preschen wir über die fast leere (rote Superspur“!
Es ist 0 Grad und zäher Hochnebel begleitet uns. Das breite Tal hinunter nach DUZCE muss sehr fruchtbar sein, alle 100 Meter werden unsere Augen, der Strasse entlang, mit Obst-Kunstwerken verwöhnt!

Obst u Gemüse was das Herz begehrt!

Ein riesiges Mosaik von Obstbäumen aller Art, Kiwi, Kaki, Oliven liegt vor uns..
Àcker, Obstbäume, Gemüsefelder, soweit das Auge reicht!

Bei ARIFLYE drehen wir nach Süden, wenden uns von der ISTANBUL-ROUTE ab! Ueber Geye erreichen wir IZNIK, die kleine Stadt überrascht uns mit schönen Grünanlagen und vor allem mit einer sehr langen gewaltigen Stadtmauer aus dem 16 Jhd. leider arg baufällig.
Um den Iznik-See führen 2 Strassen, wir wählen die Südroute, eine kleine schmale Route führt uns hinein in Milionen von Olivenbäumen.
Ganz am Anfang legen wir einen kleinen Halt am See ein!
Walda füttert die 4 Enten am See

Bis hoch hinauf stehen prächtige Olivenhaine

Die Ernte der vorwiegend schwarzen Früchte ist in vollem Gange.

Ganze Dörfer entlang dem 55 Km langen Iznik-Seeufer leben vermutlich überwiegend vom Oliven Anbau, diese Bauern werden aber kaum wohlhabend, die Häuser sehen eher arm u baufällig aus!
Walda verschenkt den letzten „Kleidersack“ an 2 Frauen, welche Oliven auflesen und sortieren..die Freude ist gross und spontan bekommen wir ein paar Trauben geschenkt.

Obwohl es Sonntag ist, herrscht in der 4. grössten Stadt der Türkei..BURSA Hochbetrieb.. viele der knapp 3 Mil. Einwohner sind auf Achse und so haben wir im dichten Verkehr Zeit, uns einen kleinen Ueberblick der Stadt zu verschaffen.
Einige grosse Industriebetriebe sind vor der Stadt angesiedelt, aber vor allem Landmaschinen stehen hoch im Kurs und werden überall angeboten!
Kurvig aber zügig geht unsere Fahrt weiter bis kurz vor Karacabey, dort schweifen wir rechts ab auf eine Anhöhe, wo Walda „gschwellti“ mit Salat zu bereitet.. Hm lecker!
Ein besorgter, junger Mann fragt uns, ob denn auch alles I.O. ist bei uns, weil wir so allein am Feldrand stehen!!