08.10. 2017 Shiraz – Persepolis – Passargad 150 Km

08.10. 2017 Shiraz – Persopolis – Pasargad 150 Km

Einige Reiseteilnehmer benötigen dringend GAS / LPG und dafür wird von der Reiseleitung eine Tankmöglichkeit angeboten, Abfahrt um 0800 Uhr, für die Anderen ist Treffpunkt „Persepolis“ um 1000 Uhr.
Shiraz ist am Morgen sehr „LEBENDIG“, was den Verkehr anbelangt, deshalb, starten wir auch kurz nach 0800 Uhr.
Die Fahrweise der Iraner ist sehr (Körper/Blech betont) Hupen u Würgen wo für uns überhaupt kein Sinn oder Vorteil aus zu machen sind, es wird immer u überall um „CM“ gekämpft!!
Ein paar Km später sitzen die gleichen DRIVER „Lammfromm“ vor der nächsten Raststätte!

Tausch: Feuerzeuge gegen Tomaten

Gemüse & Früchte in Hülle u Fülle am Strassenrand

Die Gastankstelle war scheinbar höchst interessant, da keinerlei Adapter auf den Iranischen Schlauch passen wollten, also wurden mit dem „Wagenheber zwei Gasflaschen, Kopf an Kopf zusammen gedrückt und versucht, Gas um zu Füllen, das wollte nicht Klappen!
Die 9 „GAS-Fahrzeuge“ trafen denn auch erst um 1100 Uhr bei uns ein!
Die Sonne brannte schon lange bei über 30 Grad auf unsere „Mützen“, kein Schatten in Sicht und die Stimmung schon leicht gereizt!

„ORGANISATION IST DAS HALBE LEBEN!!

UEBRIGENS, der Platzwart witterte das „Geschäft“ seines Lebens und kassierte von uns allen 150 000 Rial..(genau, OHNE Beleg) den wollte er partout nicht rausrücken, so kam es, dass einer der Guide, sagte: No Paper…no Money und dem verdutzten Platzwart das Geld wieder aus der Hand riss!¨

Ich spanne mein Zugpferdchen an und stehe gleich beim ersten Drehkreuz an.. super!
Mit Ach u Krach schlüpfe ich durch ein Loch im Zaun.. na ja, ich bin ja nicht der Dünnste und stehe schon bald an der Kasse vor einer hohen Stufe, das kann heute ja heiter werden!

Mein Freund Peter saust schon längst im Garten umher und hat eine Steilrampe entdeckt, die erklimme ich mit dem Swiss Trac mühlos!
Wir beginnen die Exkursion in die „VERGANGENHEIT“ und bewundern, was vor 2500 Jahren von MENSCHENHAND erschaffen wurde!

Palaststadt

Palaststadt

DIE PALASTSTADT, EINST HAUPTSTADT VON PERSEPOLIS ist ein gigantisches Bauwerk am Fusse einer ca 600 m hohen Gebirgskette.

Unsere Gruppe besteigt die über 100 Stufen um auf die erste Plattform zu gelangen..
Natürlich machen wir einen Kilometer langen Abstecher und gelangen durch den „Lieferanteneingang“ ebenfalls zum Haupteingang, dazwischen überwinde ich aber einige hohe Stufen von 30 cm, dabei habe ich immer etwas Sorge um meine Vorderräder am Rolli, denn ich brauche genügend SCHWUNG um da überhaupt hoch zu kommen.
Es hat hier sogar Touristen aus China, welche natürlich überall über die Abschrankungen klettern, um zu Fotografieren, DAS nervt unseren Iranischen Guide zünftig!!
Wir machen uns jetzt einen Spass daraus und ich hupe mit meinem „Tütüt“ vor den Schlitzaugen, unser Guide winkt sie grimmig blickend herunter, das funktioniert wunderbar!
Wir wandern nun gut 3 Std. in brütender Hitze durch diese eindrückliche „Anlage“ , welche weit in die „Vorislamische Zeit“ zurück geht :
Neben den gigantischen Säulen, welche die Holzdächer getragen haben gibt es viele gut erhaltene Szenen, welche in den harten Kalkstein gemeisselt wurden. Unser Guide Sirus erklärt uns z.B. Geschenks übergaben an den Herrscher, Geissen, Kamele, ja sogar Löwenbabys, Goldverzierte Schwerter etc.
Das Persische Reich umfasste zur Blütezeit 28 Länder, die Fürsten welche diese verwalteten, wurden regelmässig einberufen und erschienen natürlich nicht OHNE Geschenke, um das Wohlwollen des „Herrschers“ nicht zu trüben!
Wunderschöne Wandmalereien zeugen noch heute vom Prunk dieser Palaststadt!
Beeindruckt hat mich auch das POST / MELDESYSTEM der damligen Zeit!
Um immer auf dem Laufenden zu sein, was in all den Ländereien gerade geschieht, waren Meldereiter unterwegs, welche wichtige Botschaften im Galopp über 30 – 40 Km transportierten, Wachtposten, welche den Reiter schon von weitem erspähten, sattelten sofort ein frisches Pferd, richteten Speise und Getränk und ohne grosse Worte, preschte der Reiter weiter. So war es möglich, innerhalb von nur 5 Tagen Meldungen aus allen Richtungen aus zu Tauschen!

Nach drei Stunden, glühen unsere Köpfe von all den vielen Namen und Zahlen, welche Sirus uns „eingepaukt“ hat und natürlich von der strahlenden Sonne!!
Statt den weiten Umweg zu Fahren, rattere ich nun rund 150 Stufen hinunter, Peter sichert hinten um einen Sturzflug zu vermeiden.

Chinesen, Deutsche, Italienische Touris sind beeindruckt, was so ein Swiss Trac leistet!!

Felsengräber

Unsere Zeitreise geht noch weiter, wir besuchen noch schnell eine Galerie von vier Felsgräber, von den Königen Darius, 522 – 485 v Chr. / Xerxes / Artaxerxes/ und Darius ll 425 – 405 v Chr.
Riesige, in den Kalkstein gehauene Monumente!

Felsengräber

Sooo, genug antike „STEINHAUFEN“ für heute!