12.10. 2017 Isfahan – Teheran 480 Km


Da unser Parkplatz erfahrungsgemäss nach 0630 Uhr „Rammelvoll“ ist, beschlossen wir frühzeitig los zu düsen. Dieser Entscheid ist goldrichtig, problemlos verlassen wir den Platz und kommen schnell aus der fast menschenleeren Stadt auf die Autobahn. Wie meistens ist die Bahn vom „Feinsten“ in Stadtnähe, aber schon bald bald werden wir wieder kräftig geschüttelt!
An der Zahlstelle werden wir nach einem kurzen Gespräch freundlich durch gewunken und dann gehört die 3-Spurige Strasse uns fast allein!
Landschaftlich gibt die Strecke nicht viel her, so geben wir etwas Gummi und schaffen die ersten 200 Km bis zur Kaffeepause.
Zwischen Isfahan und Teheran stehen div. Forschungszentren für Atomare Zwecke. Von der Autobahn sieht man viele Wachtposten und in den Hügeln viele Gebäude, Zufahrt, Fotografieren, Anhalten strengstens verboten!!
Gegen Mittag fahren wir spontan in die Milionenstadt Qom um noch div. Gemüse u Früchte ein zu Kaufen. Dabei geraten wir in ein tolles „WESPENNEST“!

Hochbetrieb in Qom

Die Zufahrtsstrassen sind verstopft, ein riesen Gewusel…in einem grossen Hof stehen ca 50-60 Kamele, gesattelt und reich geschmückt, bereit für einen Umzug, vermuten wir. Auf der Gegenseite kommen uns Reiter entgegen, ALLES scheint auf den Beinen zu sein.
Walda u Maya kaufen schnell das Nötigste ein und so schnell wie möglich verlassen wir die surrende Stadt, dieser Abstecher hat sich wirklich nicht gelohntèè

Vor Teheran herrscht dichter Verkehr, aber wir fahren doch noch flüssig bis zum nördlichen Stadtrand, direkt auf das Gelände des Khomeini-Shrines, wo wir auf einem riesigen Platz stehen können.
Es wimmelt auch hier von schwarz gekleideten Pilger, welche mit Bussen angekarrt werden, die Uraltbusse voll gepfercht, auf dem Dach von vorne bis hinten 1m hoch Gepäck gestapelt!!
Die Meisten zelten hier auf dem geteerten Boden, ich bekomme „HEXENSCHUSS“ wenn ich bloss daran denke!!

Pilger strömen zu Khomeini

Nach unserer Ankunft kreiere ich eine Spagetti-Sauce – Bologna, welche nun gemütlich vor sich hin köcherlt!
Nach einem kurzen Meeting gehen einige von uns in den Khomeini-Shrine..gwundrig wie wir halt sind!
Die strengen Kontrollen, von mürrischen Beamten, kosten uns schon ein paar Nerven, ich muss unter einigen Eisenstangen durch kriechen, als mich dann ein Soldat herum zerren will, schreie ich den Typ rel.laut an, so was hasse ich grausam!!
Irgendwann stehen wir in riesigen, hohen, wunderschön dekorierten Hallen, überall Pilger am Beten, der Imam singt u betet in überlautstärke. in der Mitte, eingezäunt mit einem Silbernen Gitter. liegt der Sarg von Khomeini, viele Gläubige werfen Geldscheine hinein, ev. wurden damit die fast 30-Jährigen Bauarbeiten mit finanziert!!
Obwohl sich Khomeini bloss ein ganz normales Grab wünschte auf dem Friedhof von Teheran, wurde hier eine Ueberdimensionale Pilgerstätte gebaut, mit Moschee, Ausbildungs Zentrum für Imame, Anlässe aller Art, Waschanlagen für tausende von Gläubigen, Parkplätze für über 20 000 PKW und 100 Busse….

VON BESCHEIDENHEIT, WEIT U BREIT KEINE SPUR!!

AN ROLLIFAHRER HAT AUCH KEINER NUR EINE SEKUNDE GEDACHT, bei diesen Neubauten!!

Nach dieser „Tortur“ schmecken uns die feinen Spaghetti grad doppelt so gut!