14.10. 2017 Teheran – Bander – Anzali (Kasp. Meer)


Obwohl die geplante lange Route durch die Berge von ¨480 auf 350 Km kurzfristig gekürzt wurde, starten wir um 0600 Uhr.
Das war eine seeehr gute Entscheidung, wir sind total erstaunt, wie viele Fahrzeuge in die Stadt wollen und auf der 4-Spurigen Autobahn schon Stau herrscht!
Wir fahren wie in einem dichtem „Fischschwarm“ Nordwärts Richtung Karaj und sind froh, der Riesenstadt Teheran endgültig entfliehen zu können.
Der Blutrote Sonnenaufgang entschädigt etwas für die eintönige Landschaft, welche uns bis nach Aderan begleitet!
Wir wählen einen kleinen Schotterweg für den Kaffeehalt und werden förmlich überrannt von mega freundlichen Iraner. Wir haben gute Gespräche auf Deutsch u Englisch, zeigen gerne unser WOMO, verteilen fleissig unser „Reiseroute-Karte“ und Kugelschreiber etc.

Immer wieder nette Bekanntschaften

Dieses Paar fährt schnell nach Hause und bringt uns 4 leckere Teigtaschen..Hmm!
Nun folgt ein Passanstieg zum Kandovan, auf 2670 Meter, nach der letzten Tunnelpassage suchen wir einen Platz für den 2. Kaffeehalt.
Spontan biegen wir links ab und fahren schnell bergan auf schmaler Strasse!
Wir finden ein tolles Plätzchen, sogar mit WC und geniessen die klare, feine Bergluft und die warme Sonne.
Moderne Knebelschei…e

Weit, weit oben sehe ich Schneeresten.. wir packen zusammen und fahren auf der alten Passstrasse zügig nach oben. Viele kleine u grössere Steinsbrocken liegen auf der Strasse, vielerorts wurde das vom Regen weggeschwemmte Geröll talwärts geschoben, fast auf der ganzen Strecke wurden die Leitplanken von Lawinen weg gefegt!

Schrott-Planken

Unterwegs treffen wir auf einen Geissen Hirten.
Einsamer „Geissen-Peter“ reitet OHNE Zügel!

Wir werden skeptisch an gekuckt, sein Ausdruck ist recht mürrisch, hmm, was wollen DIE denn da oben!
Weiter oben stehen 2 weitere Maultiere und viele schwarze Geissen, welche in den steilen Täler noch einzelne grüne Weideflecken finden.

Wir fahren geschickt um die Steine bergwärts und bald halten wir auf 2962 m.ü.M. neben einer alten Schneeverwehung!

Fröhliches „Schneehääschen“

Das alte Bergrestaurant dient vermutlich den Strassenwächter oder Hirten als Unterschlupf!
Wir überqueren die Passhöhe auf ca 3050 Meter und staunen über das herrliche Alpen Panorama, schneebedeckt, fast zum Greifen nah!

Herrliche Schneeberge, im Iran!

Wir verfolgen mit den Augen die Strasse Talwärts und sehen, dass sie direkt vor dem Tunnel, den wir vor 1 Std durchfahren haben, wieder einmündet!

Wir nix verstehen diese komische Tafeln!!

Nach diesem Abstecher, durchfahren wir zum 2. Mal den Tunnel und ab jetzt geht es kontnuierlich Talwärts bis zum Kaspischen Meer, das sind ca 3000 Höhenmeter!
Kleine Berddörfer, Bergbäche, bald auch sehr bunte, in allen Farben leuchtende Ahorn u Pappeln begleiten uns, leider aber auch unglaublich viele PKW, ihr liebstes Hobby:“Kurvenschneiden“!
Diese Bergstrecke gehört zu den Schönsten im IRAN.. im dichten Buchenwald, welcher uns über 50 Km begleitet, liegen UNMENGEN an Abfall, in Worten nicht zu beschreiben!
„WAS SIND DAS BLOSS FÜR SCHWEINE“!!

Am frühen Nachmittag treffen wir am Stellplatz ein, direkt am Kaspischen Meer. Wir beobachten lange Zeit das emsige Treiben der rund 30 Fischer, welche mit Booten u Netzen und Traktor u Wagen, einige Fische aus dem „Meer“ ziehen!

Aufwändiger Fischfang

Guter Fang

Spontan gehen wir in ein nahes Rest. zum Fischessen, beim überqueren der 4 Spurigen Strasse, riskieren wir allerdings beinahe das Leben, obwohl es schon dunkel ist, brausen die Iraner ohne Licht über den Asphalt.
Die Forellen aus den „Bergbächen“ schmecken hervorragend!