15.10. 2017

Das Tee-Museum in Lahijan öffnet erst um 0900 Uhr, deshalb können wir heute „fast Ausschlafen“, die ca 60 Km schaffen wir in gut einer Stunde, dachten wir, doch heute ist Sonntag und jedes Dorf ist Rappelvoll Autos und hoffnungslos verstopft!!

Tee-Museum in Lahijan

Tee-Plantage in Lahijan

Kashef os-Soltaneh war als Konsul in Indien und schmuggelte anfangs 20 Jh einige Teepflanzen aus Indien nach Persien.
Das Klima in Lahijan ist warm und genug feucht, so dass die Teepflanzen auf den nährstoffreichen Böden gut gedeihen.
Leider wird nur „Schwarztee“ angepflanzt und den mögen Walda u ich überhaupt nicht. Wir hatten erwartet, dass wir im Museum einiges über den Anbau und Ernte plus Verarbeitung erfahren können!
Wir haben zwar „brav“ Eintritt beahlt, dafür aber wenig bekommen!
Fazit: Ein Besuch lohnt sich nicht!

Wir zögern etwas lange, ob wir das Terassen-Dorf Masuleh, südöstlich von Rasht in 1050 m Höhe besuchen wollen. lohnt sich der UMWEG von gut 60 Km??
OK, wir fahren los, aber endlose Staus fressen uns die Zeit weg.
Der Weg führt durch ein enges, sehr schön bewaldetes Tal, die Bäume noch immer knallgrün, der Müll leuchtet in allen Farben aus allen Ecken und Winkeln, immer das gleiche Elend!
Die Sonne verliert endgültig den KAMPF gegen die dichten Wolken und so sieht das Terassen-Dorf eher trostlos aus.
Ich gebe mir einen „Schupf“ und sattle meinen Swiss-Trac, denn, TERASSEN-DÖRFER stehen meist an steilen Hängen!
Walda u Maya steigen hinauf in das Dorf, die Häuser sind nur mit Gehwegen verbunden, SCHUBKARREN sind hier das gängigste Transportmittel…ich stelle mir den „LETZTEN GANG“ vor, wenn einer stirbt!?! Ausfliegen mit Helikopter, oder doch SCHUBKARRE!

Terassendorf Masuleh auf 1050m

Boutiken & Schenken hat es genügend!

Da es überall Zwischenstufen hat, sind meine Zutritts-Wege ins Dorf beschränkt, aber ich kann auf der sehr steilen Teerstrasse wieder einmal die „Klettereigenschaften“ meines Zuggerätes testen..ich schätze die Steigungen zwischen 12-16 Prozent, ganz schön happig!
So erklimme ich den Berg bis über die obersten Häuser, die Aussicht wäre bei gutem Licht grandios!
Safran am Strassenrand

Der begehrte Safran wächst auch am Strassenrand!

Zurück im WOMO, kurz etwas Essen und dann aber subito zurück aus dem langen Tal. Dann fahren wir auf kleinen Nebenstrassen weiter Richtung Astara, wo unser heutiger Stellplatz ist!
Reisfelder, Teeplantagen, Kiwi-Plantagen, kleine Dörfer..Müll..

Die Iraner werden in ihrem Müll „krepieren“!
mega viel Leute auf den Dorf-Bazaren..unseren Augen wird es nie langweilig, alles ist quirlig & lebendig!

Statt Tausende von Neuen Moscheen zu bauen, wäre eine Müll-Verbrennungsanlage eine gute ALTERNATIVE!
Wir schaffen den Weg zum Stellplatz nicht vor Dunkelheits-Einbruch, gut 75 Km fahren wir jetzt zusammen mit unzähligen „Geisterfahrer“ ohne Licht, Fussgänger in Schwarz huschen über die 4 Spurige Strasse, Motorräder kommen uns entgegen, pausenlos werde ich beblendet und der „Fahrstil“ der von den Meisten am Tag angewendet wird, bewährt sich auch im Dunkeln.

„ES GIBT NUR EINEN WEG AUS DIESEM SCHLAMMASEL“.. HÖLLISCH AUFPASSEN!!

MB -frisch ab MFK

Diese Busse sind kaum zu töten, aber in der Nacht schlecht zu sehen..
DA BLIND!!

Aeltere Fussgänger haben es besonders schwer

Aeltere Menschen müssen oft extrem lange warten, um Plätze und Strassen heil überqueren zu können, wer zu langsam ist, wird gejagt und überfahren.
Den Hunden geht es übrigens auch so, wir zählen auf dem heutigen Trip mind. 6 tote Vierbeiner!