16.06. 2017 Kansk – Taischet 200 Km


Wir sind in dem Bezirk Irkutsk unterwegs und müssen unsere Uhren schon wieder um 1 Stunde vorstellen, (das nun zum 6. Mal) das heisst, wir können uns gemütlich VOR Euch aufs Ohr legen!
Auf unserer heutigen, kurzen Tour wollen wir „natürlich“ etwas abseits der Hauptachse M 53 entdecken und fahren schon bald links weg.

Unterwegs auf einsamen Pfaden!

Tja, die Karten geben nicht mehr viel genaues her, das NAVI auch nicht, und der Natel-Empfang ist oft „ZERO“!
Wir fahren fleissig Richtung Norden und suchen krampfhaft eine Strasse, welche uns Ostwärts nach Taischet bringt.
Sibirien wie wir es erleben dürfen!

Mittags Pause mitten in der Taiga.

NADA…kurz bevor wir die ersten Eisbären entdecken, drehen wir wieder um und stehen, (nach 5 Stunden) wieder am gleichen Ort, auf der M53.
Ein eher seltenes Fuhrwerk.

Teilabschnitte dieser Hauptachse sind oft fast unerträglich für meinen Rücken, und ich verfluche unsere neuen, teuren Sitze!
Da gibt es kein Durchkommen!!

Den wunderschön gelegen Stellplatz am Fluss „Berjusa“, welche wir nur im Zeitlupen-Tempo anfahren können, ist sehr gut belegt mit fröhlichen Russen, (ein eher seltenes Bild)
Es ist Freitag – Abend und der Wodka fliesst fast so schnell wie die „Berjusa“ und zeigt seine Wirkung unverholen!
Wir werden sofort belagert und vollgeqatscht, NUR Englisch ist einfach schwach vertreten, etwas soo wie unser Russisch.
Unsere Feuerzeuge u Kugelschreiber werden aber gerne angenommen.

Endlich will ich Tisch u Stuhl auspacken und bin sehr verwundert, dass in der Garage ALLES mit Staub vollgepudert ist. Zuerst vermute ich, dass die Türe schlecht verschlossen war, aber bald sehe ich, dass sich der Garage-Boden um ca 5 cm abgesenkt hat.

Der Schreck ist Riesengross, ich bange natürlich um die weitere Reise, die schlechten Strassen der Mongolei erwarten uns ja erst!!!
Peter und viele andere Hände helfen uns die Garage zu leeren, Teppich raus und dann wird das Ausmass des Schaden recht sichtbar.

Wir vermuten, dass sich sogar das Chassis ab gesenkt hat.
Obwohl wir in der Kiste auf der Motorradbühne nur leichte Dinge transportiert haben, hat sich durch die stundenlange „Rüttelei“
der Garage-Boden von der Rückwand gelöst.
„MIR WIRD SCHWINDLIG“
Mit dem Wagenheber drücken wir den Boden mit Chassis wieder nach oben!
Ararat, unser Mechaniker passt Holzstücke zwischen Chassis und Boden und so bleibt der Boden oben.
Leider kann ich meine Ideé nicht durch setzen, zuerst den Boden reinigen, Kleber in den Spalt drücken und DANN erst den Boden hochdrücken, dann hätte der Kleber über Nacht trocknen können.
„GOTT GEBE, DASS ES KLEBE“
Mit einer Schraube wird dann am nächsten Morgen Boden u Chassis zusammen geschraubt.
Div. schwere Dinge wie „SWISS TRAC“ etc. können wir guten Freunden mit auf den Weg geben, Walda findet im innern des Campers noch unzählige „Verstecke“ so dass wir unsere Heckkiste total leer kriegen!!
Der schöne Uferplatz ist fest in den Händen er „RUSSENJUGEND“ und der Sound ist fast bis Moskau zu hören!
Trotzdem können wir ein paar Stunden schlafen, ich studiere aber sehr lange an meinem „neuen Projekt Garageboden“ nach!