27.10. 2017 Tiflis – Felsenhöhlen Vardzia 280 Km

Wir durchqueren Tiflis wie eine „Geisterstadt“ um 0645 Uhr und sind nach wenigen Minuten aus der Stadt heraus!
Die Abkürzung die wir suchen, wagen wir nicht zu Fahren, das NAVI will uns andauernd in kleine Wohnquartiere locken!
So umfahren wir dieses Gebiet und sind heilfroh, als bald einmal Meldungen von Kollegen eintreffen, die auf dieser Route umkehren mussten, die Strasse war verschüttet und unpassierbar!
Schwein gehabt!!!

Bunte Herbstwälder leuchten in der Sonn
Bald geht es Kurvenreich hinauf und wir durchqueren ein langes Hochplateau, ca 2300 m.ü.M , der Wind bläst garstig und mit -3Grad wird es empfindlich kühl!
Aus vielen Täler werden Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde in tiefere Lagen getrieben, kleine Esel sind schwer beladen mit Zelt und Hausrat, um den Hirten das Leben ein klein wenig zu erleichtern!!
[caption id="attachment_2093" align="aligncenter" width="660"] Tausende von Schafen & Ziegen & Kühen ziehen Talwärts

Ein Meer aus Schafwolle

Rundherum sind die Bergspitzen mit Neuschnee gepudert, am Strassenrand liegt Altschnee, der Winter kommt mit grossen Schritten!!
An einem herrlichen Bergsee trinken wir im warmen „Cämperli“ mit Maia und Peter Kaffee u Boullion und schauen dem Fischer zu, welcher allein auf welligem See, mit seinem kleinen Bötchen fischt. Das sind harte Gesellen!
Idyllischer, aber kühler Platz für Kaffeehalt!

Wir zweigen ab auf die gelbe Route über Manglisi – Akhalkalaki, wir fahren genau nach unserem Roadbook, das meist hilfreich ist, heute aber verrennen wir uns in der Pampas und müssen unseren Weg erfragen!
Bei herrlichem Sonnenschein erreichen wir Vardzia, und stehen direkt unter dem Höhlenkloster!

Höhlenkloster Vardzia 1200 Jhd

Röbi meint, dass ich mit dem Swiss-Trac bis zur Kapelle fahren kann, deshalb packe ich mein gutes „Pferdchen“ schon mal aus.
Gemeinsam ziehen wir hinauf und bevor wir den Pfad richtig erreicht haben, muss ich Kapitulieren, unzählige Stufen, welche „Bergsteiger Röbi“ nicht bemerkt hat.
Diese Höhlenstadt wurde von König Geori wurde als Festung aus dem Stein gehauen, erbauen lassen.
Alles in Kalkstein gehauen, inkl. Fluchtwege!

Die Kirche fehlt natürlich nicht!

Diese Stadt bot, in zum Teil bis 7-Stöckigen Wohnungen, Platz für bis 50 000 Personen !
Seine Tochter Tamara liess daraus später ein Kloster errichten!
Unsere Besucher sind hell begeistert von den vielfältigen Räumen, samt Bäckereien, Apotheken, div. Fluchtwegen ect!
ARTE dreht zur Zeit einen Film über diese Stadt und deshalb sind verschiedene Teams mit moderner Technik am“ Drehen“, auch eine Drohne fehlt natürlich nicht!
Drohnen überall, Hochzeiten/FilmteamO

Für heute Abend haben Walda und ich ein letztes Mal zum Essen eingeladen, für die vielen unzähligen „Hände“, welche mich über „Stock u Stein“ geschleppt und gehoben haben!
Bärbel & Hans, Irma & Behan schliessen sich uns an, weil schlicht keine Zeit mehr bleibt, für weitere Termine!
Im nahen, gemütlichen Restaurant, warten wir gespannt, was denn unser Guide Tzwiad bestellt hat!
UPS, gar nichts, es werden Speisekarten verteilt und das Chaos nimmt seinen LAUF!

Bis Jörn ein Machtwort spricht und einfach Suppe u Salat und Schaschlik bestellt, basta!!
Zu unserer grossen Verwunderung wird sofort Pilz & Beefsuppe serviert, der Salat folgt auf dem Fuss und auch das Schaschlik mit Pommes folgt unmittelbar….(In Georgien TICKT ALLES etwas anders)
Der gute Rotwein fliesst in Strömen, Kaffee ist auch erhältlich und DANN gibt es Georgischen „Grappa“, weit entfernt von einem „Italiener“, aber knapp 4 Flaschen werden runtergespült!

Gespannt warten wir auf die Rechnung, welche wir jetzt ja durch DREI teilen können!
Kaum zu glauben: Das üppige, feine Mahl kostet jeden von uns keine $ 100.—

Ein geselliger, lustiger Abend geht zu Ende!