22.06. 2017 Am Baikalsee

Wau.. schon um 0830 stehen die Busse auf dem Platz und schon bald brausen sie davon, mit vielen fröhlichen „Seabridgler“, welche neugierig aus den Fensterlein gucken.

Beim Ausflug mit diesen „Rumpelkisten“ kneiffe ich!

Nun fange ich mit der grösseren Reparatur in der Heckgarage an.
Alle gekauften Winkel – Lochbleche muss ich auf 6mm aufbohren inkl. der Gegenplatte, welche unter dem Boden angeklebt wird. Alle Seiten des Winkels belege ich mit Teppich-Klebband zur besseren Haftung.
Es ist wunderbar sonnig u warm und ich arbeite „Oben Ohne“ , wie intensiv die Sonnenstrahlen sind, merke ich aber erst am Abend!
Für diese Vorarbeiten brauche ich länger als erwartet, es kommen auch immer wieder „Neugierige“ Camper Freunde vorbei zu einem „Schwatz“!

Immer gut aufgelegt, Werner!

Mit dem Wagenheber hebe ich den Boden soweit möglich an und montiere links das erste Winkelblech. Ganz schön knifflig, habe ich doch einfach etwas zu kurze Arme, um unten und oben gleichzeitig zu Schrauben und die Stoppmuttern sind harzig zum Anziehen!

Den ganzen Tag versuche ich krampfhaft, mit einem Elektrogenerator meine Swiss-Trac Batterien zu Laden, ohne Erfolg, es ändert sich nichts an der Anzeige!
Bis unsere Ausflügler zurück kommen, kann ich 7 Winkel montieren.
Dann kommt mein liebe Freund zu Hilfe und bald sind alle Halterungen fest verschraubt!!
Jetzt bin ich aber sehr froh, aber auch ziemlich geschafft, ich bin wohl an die 10 Mal unters WOMO gekrochen und dann wieder in den Rolli!

Wir haben immer noch Kleider und Nägel dabei von Zuhause, welche wir nun so rasch wie möglich verschenken wollen, ich will die Alukiste auf dem Heckträger möglichst entlasten um weitere Schäden zu vermeiden. Wir haben schon daran gedacht, die Kiste hier in Russland zu verschenken, aber lassen es jetzt doch sein und hoffen, das ist die richtige Entscheidung!
Mit Claus schauen wir noch einmal wegen der Batterieladung meines „Ferrari“ und plötzlich steht die Anzeige auf VOLL!
Ich starte schon bald auf eine Erkundungs-Tour und erklimme stattliche Hügel, wenn nötig muss ich schon mal im Rückwärtsgang längere Strecken erklimmen. Erstaunlich, was mein „Traktörli“ leistet!
Die Landschaft ist mega Trocken und karg, kein Wunder bei nur ca 10 Regentagen im Jahr! Millionen von Schmetterlingen tummeln sich um uns ![/caption]

Es blüht und duftet herrlich!

Trotzdem blühen jetzt meist kleine Blumen in allen Farben inmitten von kleinen Gräser und Steinen.
Wunder der Natur.

Abseits der Piste muss ich sehr konzentriert fahren, den Steinen ausweichen und wenn ich den Hügel im Zick Zack erklimme aufpassen, dass ich nicht talwärts abstürze, aber es macht mir rüdig Freude.
Weit unter mir viele winzige Reisemobile!

Nach bald 2 Stunden „Offroad“ kommt Peter im Sturmschritt von Hinten, sie haben mich lange Zeit am BERG beobachtet und dann plötzlich nicht mehr gesehen und so quasi einen Suchtrupp losgeschickt!
Schon von weitem hören wir Musik u Gesang einer Burjatischen Gruppe, welche Ihre Darbietungen zum Besten geben.
Der Ploff sieht ja herrlich aus!

DAS ist ein Schaf, von Kopf bis Fuss, Alles wird gekocht!!

Was daneben aber im Gusstopf dampft und brodelt, sieht nicht gerade LECKER aus, da schwimmt einfach ALLES, was einmal ein einem Lamm hing, AUSSER die Wolle!
Schon bald dürfen wir davon kosten, tja essbar schon, aber der Salat ist mir trotzdem lieber.
Ein schöner Baikalsee-Tag geht mit einer Feuerroten Sonne zu Ende.
Hier lässt es sich LEBEN!