23.10. 2017 Erevan

Gut stehen wir am Stadtrand, so sind wir rel. Schnell aus den hässlichen alten Plattenbauten raus und können die Fahrt in ein wunderschönes Tal, bei tiefblauem Himmel voll geniessen!!

Herrliche Herbstfarben im Tal

Im Dorf „Garni“, kurz vor dem Sonnentempel, können wir ein, für die Einwohner sehr mühsames Phänomen beobachten!
Strassen, Stützmauern, ja ganze Häuser und Bäume „Wandern“ talwärts was zu immensen Baukosten führt.
Kurz darauf steigen wir vor dem Sonnentempel aus. Im 17 Jhd. Wurde ein Grossteil der Tempelanlage bei einem starken Erdbeben zerstört, ein Grund könnte auch der Raub vieler Stahlstangen sein, welche die schweren Steine mit einander verbanden, ebenso das Blei, mit welchem die Löcher ausgegossen wurden. Stahl u Blei konnten damals für gutes Geld verkauft werden!
Begehrtes Eisen, das zum Verkauf „stibitzt“ wurde!

Sonnentempel von Garni

Die Sowjetunion hat 1960 den Wiederaufbau bewilligt, ganze Steinblöcke wieder zum Aufbau verwendet und aus alten Steinbrüchen in der Umgebung neue Steine hin zu gefügt!
Die Zufahrtsstrasse wird grad neu gepflastert, so dass ich mich auf schrägem Pfad durchkämpfe, Peter bewahrt mich vor dem Abstürzen!
Ein Solist spielt im Innenraum auf einer „Art“ Blockflöte aus Aprikosenholz einige Lieder, ich höre es von draussen, denn die Stufen haben eine Höhe von 40 – 50 cm…Grund..damit sich die Tempelbesucher beim Aufstieg vor Gott verbeugen!
In einem Nebenraum wird ein Badehaus gezeigt, das mit heisser Luft von Aussen beheizt wurde, ganz schön CLEVER dieses Heizsystem!
Badehaus mit unterirdischer Heizung

Nachdem wir beim Ausgang noch schnell feine Zwetschgen etc. gekauft haben, geht’s weiter zum Felsenkloster Geghard, ganz zuhinterst im Tal.

Kreuzsteine in den Fels gehaue

Die div. Kirchen wurden zum Teil aus dem Felsen geschlagen , die Arbeiten wurden von OBEN, durch ein rundes Loch von ca 80 cm angefangen und nach unten weiter geführt!
Viersäulen-Kirche

Kaum vorstellbar was das für Körperliche Anstrengung und Architektonische Kunst war, um diese 4-Säulenkirchen zu erbauen.
Altar mit Kreuz

Meine Reisekollegen erbringen heute aber auch Höchstleistungen: Sie schleppen mich erst mal hinauf vor das Felsenkloster auf grausamen Pflastersteinen, die Räder meines Rolli sind in höchster Gefahr.
ABER es kommt noch besser. im Innern der div. Kirchen überwinden wir mehrere Stufen von elender Qualität, abgebrochen und abgetreten seit Hunderten von Jahren!
Merci meinen treuen Helfern!!

Den späteren Nachmittag nützen wir noch für einen kurzen Einkauf und zum „Sönnele“ ..OBEN OHNE –Wetter!!
Für heute –Abend sind wir einmal mehr eingeladen von Seabridge zu einem mega feinen Essen, mitten in der Stadt. Wir werden mit feinen Salaten und riesigen Grillplatten verwöhnt!
Der Hauptplatz der Stadt wird Abends wunderschön beleuchtet, so dass wir spontan entscheiden, einen Verdauungs-Marsch dorthin zu wagen!

Wir werden belohnt mit einer 30 Min. Wasser/Licht/Musikshow, richtig toll, das hätten wir in EREVAN bestimmt nicht erwartet!
Punkt 2200 Uhr ist der „Spuk „ vorbei und die Menschen verziehen sich langsam.
Rund um den grossen Platz sind auffallend viele Polizei – Streifenwagen im Einsatz, das verwundert uns doch ein wenig!