24.10. 2017 Erevan – Sevan See- Kloster Haghpat 230 Km


Es ist kaum hell, als wir aus der Stadt Erevan fahren, noch kurz nach einer Gas-Tankstelle Ausschau halten und lachend feststellen…da schläft noch ALLES!!
Schnell zurück auf die Autostrasse und dann BRAUSEN wir mit 80 Kmh, durch eine bunte HERBSTMÄRCHENLANDSCHAFT dem Sevan-See entgegen.
OHNE Angst vor Löcher etc kann ich meine Blicke schweifen lassen, welch ein „Luxus“!
Vielerorts liegt ein feiner „Reif“ auf den Wiesen, Tümpel sind gefroren, die Aussentemperatur liegt bei – 1-2 Grad, Nebelschwaden ziehen über die Täler!

Mystische Stimmung über dem SeeO

Viel zu früh stehen wir am Seven-See, welcher auf 1900 m.ü.M liegt und auch das Kloster SEWANAWANK, welches auf einer Halbinsel, hoch über dem See liegt, haben wir schnell gefunden!
Kloster Sewanawank

Kloster Sewanawank

NUR bekommen wir eine Meldung von den Guides, dass sie wegen Technischen Problemen, erst um ca 1200 Uhr vor Ort sein können… so ein Mist!
Walda u Maya düsen schon um das Kloster, das ich gerne mit dem Swiss Trac bestiegen hätte, da habe ich aber keine Chance!
So gehen Peter und ich dem Seeufer entlang, das allerdings trostlos und dreckig ist und bestimmt nicht für Ausländische Touris anziehend wirkt!
Wir erfahren noch nebenbei, dass ein Minister hier am See ein Ferienhaus hat und vermuten, dass deshalb die Strasse in „Superform“ gebracht wurde!!

Auf „normalen Armenischen Strassen“ geht es nun gemächlich weiter, wir streifen fast ASERBAIJAN, können die MUSELMÄNNER dort beim Arbeiten auf den Felder beobachten.
Die Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaijan sind eher frostig, vor allem wegen dem Besitzanspruch von Berg Karabach kommt es häufig zu Quereleien, sogar Schiessereien!
Es wundert deshalb wenig, dass die Arm. Armee hier einen grossen Stützpunkt unterhält!
Wir schwenken ab in Richtung Kloster Haghpat und fahren nun über dreissig Km auf allerübelster Strasse bergauf zum Kloster, welches auf ca 1000m liegt.
Die Frage ist oft, WO finde ich zwischen den sehr tiefen Löcher noch ein Stück Strasse zum Fahren.
Wir fahren gut Schritttempo, trotzdem übersehe ich eine lange tiefe Mulde, unser WOMO bäumt sich auf wie ein Mustang, die hinteren rechten Räder sind kurzzeitig in der Luft, Peter, welcher hinterher fährt vermutet, dass wir gleich umkippen!!!
Wie bei einem Wirbelsturm fliegt in unserem Häuschen alles durch die Luft.
Etwas benommen fahren wir weiter, von der schönen Schlucht, sehe ich praktisch nichts.
Ein Mercedes Driver, musste sein Nobelgefährt auch stehen lassen, die vordere Aufhängung ist gebrochen, das rechte Rad steht quer zur Karosserie!

Er steht da mit gebrochener Aufhängung!

Im Laufe des Nachmittags verdecken immer mehr Wolken den Himmel und wir vermuten, dass es bald Regnen könnte.
Wir kaufen am Strassenrand, (wir berücksichtigen meist die älteren Händler) noch Obst und Tomaten etc. Walda bekommt noch Tips zu den Khaki-Früchten!
Typ von einer alten Frau

ABER als wir endlich beim Kloster ankommen, weht eine kräfigte Brise und die Sonne scheint schon wieder freundlich!
Es wird schnell kühl, deshalb vertilgen wir den feinen Salat in unserem WOMO. Meia, Peter, Walda und ich diskutieren über unsere Heimreise.
Während unsere Freunde, die Fähre nach ODESSA vorziehen, nehmen wir den Landweg, dem Schwarzen Meer entlang Richtung Griechenland!!
Es stimmt uns mega traurig, dass wir uns in wenigen Tagen in Batumi, von allen unseren tollen Freunden trennen müssen!
Nie und nimmer hätten wir uns Träumen lassen, dass Reisen in so einer grossen Gruppe so kurzweilig und toll sein kann.
Eine mega tolle Gruppe


Unsere WOMOS vor der Chinesischen Maue

Es ist wie so oft: Man muss es selbst ERLEBT HABEN!!