25. 06. 2017 Insel Olchon – Irkutsk – Listwjanka 350 Km


Zugegeben, etwas mulmig ist uns schon, als wir um 0700 Uhr, wieder auf der Sandspur Richtung Hauptstrasse (Schotterpiste) stehen, bei der Anfahrt hat es uns ja die Schubladen heraus geschleudert!!
Ich habe mehr Vertrauen in unseren „Heckantrieb“ und fahre langsamer auch durch die tiefen Sandstrecken und wir kommen prima zur Strasse.
Hier ist die Auffahrt aber wirklich sehr steil und ich will ja nicht meine Kiste hinten abreissen! So machen wir eine Zusatzschlaufe und gelangen ohne Problem auf die Hauptverbindung zur Fähre!
Diese 30 Km müssen wir uns aber wieder hart verdienen, es dröhnt und stöhnt und rattert, wir hoffen, dass unsere Kästen das aushalten.!
Wir müssen dann noch ein wenig warten und so sammeln sich mehrere WOMOS vor dem Verladeort zur Fähre.

Gott schuf die Zeit..von Eile hat er nichts gesagt!!

Die Schiffjungs nehmen es aber seeeehr gelassen und holen zuerst mal den Käpten für das grössere Fährschiff, aus dem Nebengebäude!
Die Rückfahrt nach Irkutsk scheint uns nicht mehr ganz sooo spannend, wie die Anfahrt.
Die Temperatur steigt u steigt und von angenehmen 19 Grad am Morgen, wechseln wir bald zu über 30 Grad.
Unterwegs müssen wir noch schnell Essen u Trinken einkaufen, nach 5 Tagen hat sich der Kühlschrank merklich geleert!
Als wir aus dem gekühlten Supermarkt kommen, (wo es praktisch ALLES zu Kaufen gibt), erwarten uns 33 Grad!
Wir verirren uns irgendwie auf einer riesigen Baustelle, finden keinen passenden *Weg* und fahren dann, wie die Baustellen-Fahrzeuge auf der neu geteerten Strasse… die Einfahrt auf die Richtige Spur erweist sich dann allerdings sehr zeitraubend, wir warten fast 20 Minuten!
Es ist schon 1500 Uhr, als wir beim Freilicht – Museum ankommen.
Kühler ist es auch nicht geworden und wir machen eine „Kurzführung“ durch das Museum!
Bären-sicher ist dieser Jagdsitz
Die Holzhäuser der verschiedenen Regionen sind sich recht ähnlich, es hat div. ursprüngliche Ställe und Mühlen, viele Gebäude wurden aber von Grund auf neu gebaut!
Wir durchstreifen den kühlen Wald.

Zum Abschluss erspähen wir noch einen Buntspecht, eine Seltenheit, in dem so Tierlosen Russland…
Buntspecht bei der Arbeit.
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Ich hatte so fest gehofft, einen Elch oder sogar Bären in der Natur zu sehen, doch auch auf unseren langen Touren weit abseits der Hauptstrasse und Dörfer war die Ausbeute erbärmlich!
Wir stehen beim Hotel „Baikal“ für 2 Nächte und geniessen den feinen „Omul-Fisch“ im Dörfchen an der ANGARA, dem Ausfluss des Baikalsee!
Feiner, Geräuchter Omul

Am Abend sieht es fast nach Gewitter aus, dicke Regentropfen fallen, als wir auf dem Heimweg sind.
Do kommt uns plötzlich ein Fahrzeug entgegen mit „Schweizerkreuz“ an der Front, wir Winken und Johlen natürlich wie wild, so dass der Fahrer anhält. Sofort weiss ich, WER die Reisenden sind, Peter Margrit fahren seit anfangs 2017 auch die Seidenstrasse, aber via Italien – Griechenland – Iran etc.

Herzliche Begegnungen, immer wieder!

Im Internet habe ich Ihre Tour, vor unserer Abreise mit Interesse verfolgt. Wir unterhalten uns herzlich und wünschen Ihnen mit Ihrem BUCHER – ENDURO, (ARMEEFAHRZEUG) eine wunderschöne Reise via Mongolei, wo sie ca 6 Wochen verbrinen, ALLES Gute.
Die grossen Regentropfen jagen uns den Berg hoch, zu unseren bequemen WOMOS!
Viele „Schumis“ überschätzen sich!

Viele Unfälle enden tödlich!