Seidenstrasse Blog von Walti 2017

17.11. 2017 Luckmanier – Ilanz – Flond – Hausen 210 Km

Wir fahren Talwärts Richtung Disentis, kreuzen Fahrzeuge mit TI – Schilder und wissen und def. dass die Strasse offen ist, Schneeverwehungen hat es zwar, aber die meistern wir mit LINKS!

SCHNAPSZAHL knapp verpasst, wir sind bis jetzt 35 000 Km gefahren!!

Stolz betrachten wir den Tacho unseres WOMO….wir sind tatsächlich, seit dem 7. Mai 2017 unglaubliche 35 000 Km gefahren!! Nicht immer waren wir herzlich willkommen auf den Strassen und konnten mit viel Glück unzählige kritische Manöver unfallfrei überstehen,
DANKE DEM UNIVERSUM!!
Herrliche Aussicht nach Disentis

Prächtig trohnt das Kloster in Disentis über der schmucken Gemeinde. Nun gleiten wir fast hinunter nach Ilanz und wenig später stehen wir in Flond..
In Flond wohnen Maia und Peter, unsere lieben Reisefreunde

Wir wollen unsere Freunde mit einem feinen „Grappa“ überraschen, aber leider sind wir doch noch zu früh und so anvertrauen wir den Tessiner -Tropfen dem Sohn Samuel.

Bald sind wir in Chur und fahren dem schlechten Wetter entgegen Richtung Zürich.
Unser TIMING ist sensationell.. wir stehen mächtig im Stau haben viel Zeit und Musse..unsere tolle, „TRAUMREISE“ im Schnelltempo Revue passieren zu lassen!!

WOLLEN WIR ÜBERHAUPT SCHON NACH H A U S E ???
WIR HABEN UNS DIE KNAPP SIEBEN MONATE NIE FREMD GEFÜHLT IN ALL DEN 15 LÄNDER, DIE WIR BEREISEN DURFTEN!!

SCHÖN, DASS SO VIELE FREUNDE UND BEKANNTE MIT UNS DIESES SPANNENDE ABENTEUER MIT ERLEBT HABEN.

UNSER START AM 07. MAI 2017 IN HAUSEN AG

16. 11. 2017 Tenero – Luino – Lukmanier 180 Km

Unser lieber Freund LORENZ, verpassen wir um ein Paar Minuten!!

Obwohl das Wetter immer noch sonnig und herrlich warm ist, zieht es uns weiter!
Wir fahren am Coop-Center vorbei….und sehen leider das WOMO von Lorenz nicht, zu sehr sind wir schon in Gedanken versunken auf dem Weg nach Luino!!
Obwohl uns unser Freund sieht und sogleich „SMS-let“ verpassen wir uns komplett!!
Erst in Luino entdecken wir die Botschaft und rufen gleich zurück!! Wir erwägen noch, einmal um zu kehren, entschliessen uns dann aber doch für die Weiterfahrt! Sorry Lorenz!
Nachdem wir 2 Std die Stadt durchstreift und tüchtig „Grappa“ gebunkert haben nehmen wir Kurs auf Lugano – Bellinzona.
Uebernachtung auf dem Lukmanier!

Im Internet sehen wir, dass der Lukmanier noch „OFFEN“ ist und spontan entscheiden wir uns, für eine Ueberfahrt.
Wir stehen direkt auf der Passhöhe…UND schon bald entdeckt Walda div. Steinböcke und Gemsen.
Herrlich wie diese „Kletterer“ auf den Felsvorsprüngen stehen, wie im Bilderbuch!!
Leider kommen die Steinböcke auch am Morgen nicht näher!!

Der Wind frischt tüchtig auf und entfaltet sich sogar zu einem kleinen Sturm.
Er zerrt und rüttelt an unserem „Häuschen“ und ich träume davon, dass die Strasse voller Schneeverwehungen, unpassierbar wird!!
Der See gefriert sicher bald!!

Bald gibt es hier kein Durchkommen mehr!

15.11. 2017 Tenero


Unsere Fitnes ist arg im Keller angelangt,,trotz dem vielen Gasgeben und am Lenkrad kurbeln, wollen die Pfunde einfach nicht purzeln!
Auf schönen Wegen „Stöckeln“ wir gut 9 Km Richtung Bellinzona, am Sportzentrum vorbei, wo ich früher öfters „Badminton trainiert habe“, passieren den Flugplatz, wo gerade ein Pilot Landeanflüge trainiert und kommen ins Dörfchen Gerra.

Der Herbst in seinen schönsen Farben

Wegen Unkenntnis der Velowege, nehmen wir den gleichen Weg zurück unter die „Stöcke“ und ruhen uns schon bald im Womo aus, wo wir kurz etwas Futtern
Mein PC will partout nicht mehr Laufen und ich vermute, dass das Ladegerät schlapp macht. Wir finden im nahen Interdiscount überraschend einen Ersatz. Weil wir vor dem Start unserer grossen Reise rigoros allen Balast ausgeräumt hatten, fehlt uns nun auch eine CH-Landkarte, welche wir uns neu besorgen.
So vertrödeln wir den Nachmittag im Coop Einkaufscenter!

Auch im Tessin fallen die Blätter

14.11. 2017 Tenero – Locarno


Auf unserem Camping „Miralago“ stehen ca 15 WOMOS aus der Schweiz AG / Lu / GR etc. und natürlich aus Deutschland, alle Gäste wollen dem Winter im Norden entfliehen und hier Sonne tanken!
Unser Nachbar aus Lörach verbringt jedes Jahr 7-8 Wochen hier am Lago Maggiore!
Obwohl es wirklich sehr schön ist, wären wir hier zu stark eingekesselt von den Bergen rundum, um sooo lange am gleichen Ort zu stehen!
Wir wandern auf einem schönen Weg dem See entlang via Minusio nach Locarno, ca 4 Km, und bewundern die grandiosen Villen, aber noch besser gefallen uns die alten Steinhäuser, welche zum Teil liebevoll restauriert werden, oder schon sind!

Dem Ufer entlang schlendern und die Berge betrachten!

Wir möchten mit der Standseilbahn in die Höhe fahren, aber wie so vieles ist sie gerade im Winterschlaf!
So durchqueren wir halt Locarno zu Fuss und betrachten erstaunt, die vielen noch blühenden Blumen!
Auf dem Rückweg kehren wir in einem Seerestaurant ein, hm alle Sonnenplätze sind belegt, so fragen wir einen Herrn ob bei ihm noch Platz ist. Bereitwillig rückt er zur Seite und meint:
Er lebe seit einigen Jahren hier und könne also noch oft die Ticino-Sonne geniessen, Tage mit soo kitschigem blauem Himmel gebe es oft im Winter.
Später gesellt sich eine Dame zu uns, welche mit dem Zug von Zürich in 2 1/2 Std. nach Locarno gefahren ist, um einen Friedhof Besuch zu machen. Wir haben ein nettes Gespräch über Ihre und unsere Reisen!
Auf dem Heimweg teilen wir uns den Weg mit überraschend vielen sportlichen Radfahrern und Joggern und Hündeler und kommen pünktlich beim Eindunkeln „zu Hause“ an!
Ende November bei knapp 20 Grad

13.11. 2017 Chiasso – Ascona – Tenero 85 Km

Unser WOMO wurde die ganze Nacht heftig geschüttelt und geduscht, gut standen keine Bäume in der Nähe!
Nein, heute haben wir keine Eile und machen uns erst nach 1000 Uhr vom ACKER!
Schnell sind wir in Lugano und locker bezwingen wir den Monte Ceneri und haben einen herrlichen Ausblick in die Magadino-Ebene.

Eine Perle im Ticino!

Ups, da war doch ein Wegweiser….“VALLE DI VERZASCA“ !
Spontan steuern wir in das enge Tal mit den wunderschönen, schmucken Steinhäuser, mit den markanten „Granitdächern“!
Das alte Handwerk beeindruckt mich besonders!!

Viele kleine Dörfer kleben an den Hängen.

Kleine Dörfer kleben an den Hängen, ineinander verschachtelt, wie zusammen gewürfelt…“VERDICHTETES BAUEN“ nennt man das heute!!
Viele dieser „Rustico“ werden als Ferienhäuschen gepflegt und gehegt!

Bald haben wir die Staumauer erreicht und steigen dem See entlang das Tal hinauf.
Bald erreichen wir den Flussabschnitt, wo bizarre und farbige Steinsformationen, wie frisch poliert, das Bachbett dekorieren, einfach wunderschön!

Eine prächtige alte Steinbrücke.

Wenig Wasser führt die Verzasca zur Zeit.

Farbenspiel im Flussbett!

Heftige Windböen zerren an unserem „Häuschen“ als wir im hintersten Dörfchen ankommen!
Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen!

Wir schlendern durch das menschenleere Dorf und bewundern die schmucken Häuser.
Das „Backhäuschen“ gefällt mir besonders gut!

Suche die 8 Unterschiede!!

Nachdem wir ein feines „Zvieriplättli“ verdrückt haben rollen wir zurück ins Tal.
Ueber Locarno, Tenero, Ascona, Brisago kurven wir um den tiefblauen See.
Die Aussicht auf die frisch verschneiten Berge ist phantastisch!
Herrliche Bergwelt!

Wir fahren zurück nach Tenero und gönnen uns für ein paar Tage einen Campingplatz, direkt am See.
Schöne Abendstimmung

12.11. 2017 Verona – Como-Chiasso * Schweiz *


Ueber Peschiera sind wir schnell am Gardasee und möchten in Lazise oder Garda ein paar Stunden verbringen…ABER auch heute ist der Nebel „Spielverderber“ und lässt der Sonne keine Chance!!
Ueber Bergamo – Como- Chiasso reisen wir in unsere schöne Schweiz ein.

Nach über 7 Monaten Reise-Abenteuer, beschleicht uns ein komisches Gefühl!!!

Es dauert eine Weile, bis die beiden Zöllner begreifen, dass sie mir das „Carnet de passage“, welches wir für den IRAN benötigt haben, unbedingt abstempeln müssen.
Das heisst, dass unser Fahrzeug wieder in die Schweiz zurück geführt wurde!
Was sie aber sofort gesehen haben, sind unsere „falschen Kontrollschilder“ welche ich angenietet habe, um das Klauen zu erschweren!
Wir können aber die „echten Schilder“ schnell zeigen und dürfen weiterfahren!
Auf der Hauptstrasse fahren wir Richtung „Lugano“ und fahren spontan dem Wegweiser nach..“Lido“!
Solch eine „HERBSTPRACHT“ werden wir bald nicht mehr sehen!!

Wir stellen gerade noch unser WOMO ab und dann geht das heftige Gewitter über uns nieder…
Trocken und gemütlich warm haben wir es in unserer Wohnung, so ein bisschen Regen stört uns überhaupt nicht
Wir bereiten uns feine Hamburger zu mit Rösti und hoffen, dass ab Morgen die Sonne scheint.
Unsere Freunde Peter und Maia rufen uns an aus Bamberg, dort hat es heftig geschneit und gestürmt und den Verkehr lahm gelegt..wir plaudern eine ganze Weile und freuen uns sehr über den unerhoften Anruf..
Maia & Peter Walda und Walti waren ein tolles 4er-Gespann!!

Lustig:
Beim Nacht-Essen hat Walda laut aus dem Fenster gerufen:
Maia und Peter kommt, das Essen ist fertig!!
Eine Anspielung.. weil ich wieder einmal „zu viel gekocht habe“!!

11.11. 2017 Chiogga – Verona 150 Km


Alles Augen reiben u waschen nützt leider nichts…es bleibt neblig und zwar so stark, dass die Fahrzeuge vor uns kaum sichtbar sind!
NUN.. das hält einige Kamikaze-Fahrer nicht davon ab, ohne Licht zu fahren und zu überholen, richtige Geisterfaherer!
Auf kleinen Pfaden streben wir Richtung VERONA und pünktlich bei Stadteinfahrt, begrüsst uns die Sonne, noch zaghaft, aber immerhin!
Es ist Samstag und die schöne Stadt ist „RAPPELVOL“, mit viel Glück finden wir in Zentrum-Nähe einen Parkplatz.

Damit wir ja den „Heimweg“ wieder finden!!

Auf der Hinfahrt haben wir in den vielen kleinen Dörfern tausende von verlassenen und verfallenen Gebäuden gesehen, ein mega trauriger Anblick, die Abwanderung der Jungen Italiener ist in vollem Gange!!!

Hier in der Stadt sind ganz viele alte Gebäude unten restauriert, um Geschäfte ein zu mieten, obere Geschosse stehen aber auch hier oft leer!

Rund um VERONA wachsen auch ganz feine WEINE!

Wir geniessen es durch die lebhafte Stadt zu schlendern, im Kaffee zu sitzen und dem Treiben zu zu schauen.
Sogar „Schotten“ flanieren durch alten Stadtmauern!

Sogar „EINE“ aus HELVETIEN steh hier rum!!

Unzählige kleine Kneipen haben draussen auf dem Vorplatz Tische gedeckt und Wärmelampen locken Gäste in Scharen an.

Festspiele sollen in dieser imposanten ARENA ein Leckerbissen sein!

Es ist bereits dunkel, als wir Salat u Pizza essen, sensationell war Beides…die Preise mit € 32.– moderat.. inkl. Aperol-Sprit!!
Unser Schlaf-Platz ist allerdings sehr laut und mein Schlaf kurz!

10.11. 2017 Cattolica – Chioggia 170 Km


Nach der kräftigen Dusche in der Nacht sind wir schon froh, auf trockener Piste fahren zu können. Wir peilen den bekannten Ferienort Rimini an, halten uns wo immer möglich an die Küstenstrasse, verrennen und verkeilen uns ständig und stehen dauernd im Stau, wir wollen uns gar nicht ausrechnen, wie das im Hochsommer denn aussieht!!
Uns gefällt der Baustil hier, keine mega Hotelkomplexe, sondern kleinere, z. T. sehr fein restaurierte Gebäude, dafür eines an das Andere gereiht!

Ueber Ravenna fahren wir über Land direkt nach GHIOGGIA, eine kleinere schmucke Stadt, viele alte Häuser und Gallerien und vor allem, fast wie in Venedig sehr viele kleinere Brücken über unzählige Kanäle!

Klein – Venedig, so taufen wir die hübsche Stadt GIOCHIA!

Neben den teuren Segeljachten sind aber auch ganze Häfen vollgestopft mit Fischerbooten, wir fragen uns, woo diese Seeleute noch Fische und Krebse fangen können.
Eine riesige Fischerboot-Flotte steht bereit!

Knochenarbeit, und unschönes ENDE der Krebse!

Sardellen und Krebse werden gefischt!

In einer grossen Halle ist eine Auktion in vollem Gange, wir sind neugierig und mischen uns unter die Händler, werden alsbald ertappt und wieder aus der „heiligen Halle“ entfernt!
Auktionshalle für den Fischhandel.

Kleiner „Fischtransporter“

So langsam meldet sich der Hunger.. einen feinen Fisch würden wir ganz gerne verzehren!
Auch drei Stunden später, wir haben einige Km zu Fuss die Stadt durch kämmt, sind wir nicht fündig geworden, alles geschlossen, OK, wir sind auch sehr früh am suchen, vor 1900 Uhr läuft einfach nix hier!
In einer kleinen Bar kriegen wir dann doch noch etwas in den Magen, Gnoggi mit div. Meerestieren, der Wein mundet und auch die Rechnung ist mit € 32.—nicht übertrieben.
Die Gallerie hat sich in der Zwischenzeit komplett gefüllt mit Einheimischen, welche in einer unglaublichen Lautstärke über Gott u die Welt palavern !
Wir haben unseren „Radar“ gut eingestellt und finden unser „Zuhause“ auf Anhieb!

09.11. 2017 Fähre Igoumenitsa – Ancona 24 Std.

Das Meer hat sich während der Nacht beruhigt, so dass wir angenehm über die ADRIA schwimmen… Superfast sind wir nicht, aber mit so einer „gäbigen“ Suite können wir die 24 Stunden gut ertragen!
Ganz neu ist unser Schiffchen nicht mehr, ABER sehr ruhig, keine Vibrationen etc !
Schade, dass kein freies Internet an Bord angeboten wird. Wir kaufen also für € 11.—ein paar MB mit dem Natel von Walda.. als ich dann meinen PC starte und via Hot Spot ins Netz möchte um meinen Blog zu bearbeiten geht das nicht, dieses Paket gilt nur für ein Gerät, ärgerlich..oder dumm von mir!
Die Häuser von Ancona tauchen im Abend Licht auf, aber bis wir dann endlich aus der Fähre fahren können, dauert es noch eine gute Stunde.
Dann aber geht es zu und her wie auf dem „Monza-Ring“ , alle jagen wie gestört durch die Stadt, der Autopista entgegen.
Dort wollen vor allem die „Brummi“-Fahrer zeigen, wie schnell ihre Pferde galoppieren können!
Wir halten problemlos mit, gerne würde ich 100 Km fahren, das geht aber schlecht, denn die LKW legen schon mal 110-115 Sachen vor!
Nach gut einer Stunde sind wir etwas aus dem „Hexenkessel“ raus und gehen zum „Schock-Tanken“!
Genau.. 85 Lt Euro-Diesel kosten € 171.—im Vergleich zum Iran, wo die gleiche Menge Diesel ca € 7.—gekostet hat!
Der Tankwart gestattet uns gleich neben dem Gebäude zu uebernachten, extrem lärmig, aber wir haben keine Lust im Dunkel, abseits der Autobahn einen Platz zu suchen!

08.11. 2017 Alexanroupolis – Igoumenitsa 635 Km

Ruhig war es, auf dem grossen, menschenleeren Camping Platz der Stadt…seit wir uns in Batumi getrennt haben von unserer Reisegruppe, ist das der erste Camping-Platz, den wir auf gesucht haben.
17 € hat uns dieser „Luxus“ gekostet, dafür durften wir in Stadtnähe unser WOMO sicher abstellen!

Eine lange Fahrt steht uns bevor

Igoumenitsa ist heute unser Ziel, aber das sind über 600 Km und das Wetter kippt um, Regen ist angesagt!! Wir fahren wie auf einem riesigen Meer, runter ins Wellental – wieder hoch auf die Spitze um dann wieder hinab zu stechen, wir fahren durch ein Farbenmeer, grüne Pinien, goldgelbe Pappeln und Eichen etc braune Aecker, Steppen, Felsen in allen Farben, die Fahrt wird nie langweilig!
Aus dem fast schwarzen Himmel fallen jetzt die ersten grossen Tropfen, wir werden tüchtig geduscht und von Windböen geschüttelt.
Nach 4 ½ Std. Fahrt haben wir über 400 Km geschafft, wau ein Durchschnitt von 93 Km pro Std. das ist absoluter Rekord auf dieser Reise!
Unserem NAVI ist es stinklangweilig und so befiehlt es uns 70 Km vor Igoumenitsa die Autobahn zu verlassen…na nu, alles glauben wir auch nicht mehr und bleiben auf der schnellen Strasse und bezahlen immer wieder fleissig unseren Obulus..Die Durchquerung von Griechenland kostet uns knapp 40 €, das ist ev. Auch ein Grund, weshalb die Autobahn fast leer ist?

Punkt 1645 Uhr fahren wir ein, in das Hafengelände von Igoumenitsa und steuern sogleich eines der vielen Büros an, welche mit grossen Plakaten für div. Reedereien werben.
Wir fragen nach einer Fähre nach Ancona IT mit Behinderten-Kabine!
HEUTE IN EINER HALBEN STUNDE fährt die nächste „Minoan – Fähre“ , Morgen um 2300 Uhr verlässt die Annek-Fähre Griechenland!!

Jetzt sind wir fast ein wenig überfordert und suchen eine Entscheidung!
Das Wetter bleibt vorläufig schlecht hier und so buchen wir ruck-zuck die Fähre für 1730 Uhr.

Schnell bezahlen wir die € 465.– und stürmen los, den Tipp bei Terminal 1 unsere Tickets abstempeln zu lassen, verstehen wir leider falsch und stehen nun in einer endlos langen LKW – Schlange..Hm, wenn das nur gut geht!!
Endlich stehen wir bei der Pass/Ticketkontrolle..super, wir werden umgehend zurück zu Terminal 1 geschickt, hinter uns stehen einige PKW welche weichen müssen, damit ich wenden kann.
Walda sprintet ins Gebäude und kommt bald darauf mit den gewünschten Papieren.
Ich stelle mich wieder hinter die LKW Kolonne, die nicht kleiner geworden ist…. passiere den Zoll und schon stehen wir vor der grossen Ladelucke der Minoan-Fähre.
Etwa 15 – 20 LKW verschwinden spurlos im Rumpf und dann sind wir an der Reihe, nur wenige PKW und 1 weiterer F-Camper rollen in den grossen Stahl-Bauch… hmm, da ist ja noch mega-viel Platz!!!

NEIN.. DAS war nicht unsere „Mioan-Fähre“ !!

In der Hitze des Gefechtes haben wir es verpasst, ein Bild von unserer Fähre zu schiessen!

Wir werden zum Lift begleitet und stehen dann in der langen Schlange vor der Rezeption.
Ein netter Herr nimmt uns sogleich Pässe etc ab und nach 10 Min. haben wir eine wunderbare Behinderten-Kabine,, SUPER SERVICE, BESTEN DANK!!
In der Zwischenzeit hat sind wir schon auf „Hoher See“ und wir genehmigen uns zuerst einmal ein kühles Bier…brrrh,
DAS war jetzt aber doch etwas stressig.. auf alle Fälle war es die schnellste Buchung und Verladung in meiner ganzen „REISEKARRIERE“ …..
40 Min. buchen und verladen!!

Wir sprechen das junge Franz. Reisepaar an und erfahren, dass sie seit gut 2 Monaten Italien und Griechenland bereisen und jetzt ebenfalls auf dem Heimweg sind.
Natürlich erzählen auch wir von unserer tollen Reise, zeigen unseren Flyer und unterhalten uns bis das Nachtessen bereit ist.
Obwohl wir in letzter Zeit oft FISCH gegessen haben, wählen wir auch heute Fisch & Chips…
An der Kasse liefern sich ein Griechischer Fernfahrer und ein It. –Kassier ein langes u lautes Wortgefecht, so dass unser Essen kalt ist, bis wir zuschlagen können!
Die jungen „Franzosen“ gesellen sich zu uns und wir haben noch eine längere, interessante Unterhaltung.
Unsere Fähre schlingert derweil fröhlich in alle Richtungen, so dass wir es vorziehen, uns flach zu legen. Wir in der bequemen 4er Kabine, unsere Reisefreunde auf den kurzen Sofas im Aufenthaltsraum..
AM MORGEN SEHEN WIR FAST ALLE GLEICH ALT AUS!!