Seidenstrasse Blog von Walti 2017

14.06.2017 Mariinsk – Krasnorjask 410 Km


Die M53 hat uns schon wieder früh (0630 Uhr) aufgenommen und wir fahren zügig, auf der guten Strasse, Richtung Osten.
Den Blick all zu lange über die riiiiiiiiesigen Weizenfelder oder Wälder schweifen zu lassen, kann sich aber oft schwer rächen, unverhoft tauchen vor uns wirklich tiefe u heimtückische Löcher und Verwerfungen auf, welche wir meist umfahren können, oft geht Bremsen u Ausweichen nicht mehr, dann wechseln wir einfach die Fahrbahn und fahren oft auch längere Strecken LINKS!

Weltenbummler aus Paris>Russland>China bis Australien will er mit seinem Liegebike pedalen!

Walda, mein Blumen-Mädel!

Unterwegs machen wir einen Abstecher zum Stausee des Krasnojarsk Wasserkraftwerk, das 2. grösste Werk Russland, welches mit seinen 12 Turbinen über 6000 Megawatt erzeugt. 70 % dieses Stroms, werden von dem Aluminium Werk Krasnojarks verbraucht, der 2. grössten Anlage der Welt!
Sanfter Tourismus auf dem Stausee.

Wir geniessen das schöne Wetter und fahren dann weiter auf den Staudamm. Ich halte kurz an, (kein Verkehr) werde aber sofort von einer energischen Stimme zur Weiterfahrt aufgerufen.
Kurzer Fotostopp auf der Brücke !
.. tönte ähnlich wie der MUEZIN Morgens um 0500 Uhr!!
Gewaltiger Smog, erzeugt von unzähligen Kohlekraftwerken!
Krasnojarsk ist eine Industriestadt, mit wuchtigen neuen Hochhäuser rund um die Stadt.
[caption id="attachment_2695" align="aligncenter" width="660"] Riesiges Sportstadion im Hintergrund.
Wir stehen beim grossen Sportzentrum, Fussball, Leichtathletik, mit einer super Infrastruktur für die Athleten und können abends über die 2 Km lange Brücke den Fluss Jenissei überqueren um in die Stadt zu gelangen.
Weniger atraktive Wohnungen der Fischer.

Der Lärm u Gestank der vorbei donnernden Autos ist beträchtlich, da wird fleissig links u rechts ALLES überholt, 70-90 Kmh sind locker möglich!!
Nettes, aber sehr teures Lokal.

Nachdem wir gut und teuer gegessen haben, (6 Pers. 9000 Rubel)überqueren wir die Brücke zum 2. Mal, auch um 2100 Uhr herrscht der gleich starke Verkehr! Die Weicheier nehmen das Taxi!

12.06. 2017 Novosibirsk – Mariinsk


NOVOSIBIRSK, SIBIRIENS grösste Stadt, verlassen wir bei trostlosem regnerischem Wetter.
Um 0700 Uhr ist es noch sehr ruhig und wir kommen schnell aus der grauen Stadt.
Wir nähern uns der M 53 und die Strassen werden immer besser.
Ca 430 Km legen wir heute zurück bis Mariinsk, das ist kein Problem bei den sehr guten Strassenverhältnissen.
Nach ca 200 Km erleben wir ein besonderes Natur-Schauspiel:

Walda holt für uns immer wieder den Frühling ins „Häuschen“!

Milionen von weissen Schmetterlingen wirbeln durch die Luft, einige davon kleben jetzt leider an unserem WOMO, ich konnte nicht ALLEN ausweichen, sorry!
Vor der Stadt Mariinsk besuchen wir noch die kleine GULAG-Gedenkstätte .
Einfache Unterkunft, Gedenkstätte des Sibirischen Gulag!
Rund um Mariinsk wurden in über 400 Lagern über 2.5 Millionen Gefangene festgehalten und wenn sie nicht mehr arbeiten konnten, krank waren, wurden die meisten erschossen.
[caption id="attachment_2686" align="aligncenter" width="660"] Gedenkkappelle für die Opfer des Sib. Gulag.
[caption id="attachment_2683" align="aligncenter" width="660"] Nur wenige Menschen überlebten diesen Wahnsinn!

Mariinsk, 1618 gegründet, liegt am Fluss KIJA und ist auch ein Knotenpunkt der Sibirischen Eisenbahn.
Der geplante Stellplatz vor dem Polizeigebäude ist leider nicht verfügbar, weil Staatsfeiertag ist, so verdrücken wir uns in die PRÄRIE am Rande der Stadt.
Wir befinden uns in einem der grössten Kohleabbau Gebiet Russlands.

Seit 1900 wurden hier in der Stadt die bekannten, sehr noblen BELUGA – WODKA mit reinem MALZSPIRITUS, von Hand hergestellt!
Leider ist das Werk nicht zu besichtigen, weil die Herstellung des feinen Saftes nach Moskau verlegt wurde, (wo die neuen Investoren sitzen)
Heute Abend haben wir noch Besuch von 2 Polizisten, welche eine Stunde lang alle möglichen Fragen rund um Polizei u Verkehr etc. beantworteten.
Viele gute Tips vom Mariinsker Polizist.

Sogar Fotos schiessen ist erlaubt, cool, war sehr interessant, wir wissen jetzt, dass wir fahren können wie es uns grad passt, BUSSEN werden keine in die CH verschickt!!
]

11.06. 2017 Novosibirsk

SUPER… ich schaue aus dem Dachfenster und kann nur blauen Himmel sehen, soo ein Geschenk, denke ich. Um 0900 Uhr soll uns ein Bus für die Stadtrundfahrt beim Russisch – Deutschen Haus abholen.
Der Bus kommt tatsächlich, ich vermute, DIESER Bus hat bei der Stadtgründung vor gut hundert Jahren, schon die Ehrengäste herum-Chauffiert!!

Kühle Rüstungs-Industrie Stadt.

Da die Stadt wie gesagt sehr jung ist, fehlt eine schöne Altstadt genau so wie die wunderschönen Gebäude, wie z.B. in Jekatarinburg!
Vor dem Einsteigen wird mir offenbart, dass mich bei allen geplanten Halteorten bloss Treppen erwarten.
Kein Problem, ich bleibe „Zu Hause“, aber dann werde ich doch ermuntert mit zu fahren.
Tja, wir machen wie gewohnt unsere Turnübungen beim Reinklettern, NUR können wir heute nur vorne Einsteigen, die hintere Türe ist wohl zugeschweisst!
Novosibirsk war beim Bau der Sibirischen Eisenbahnstrecke ein wichtiger Stützpunkt. Als die Ingenieure aus St. Petersburg hier nach langer beschwerlicher Reise eintrafen, war nichts als Kieferwald!
Schon der Brückenbau über den breiten Fluss OB war eine Meisterleistung.
1. Brücke der Sib. Eisenbahn über den Fluss OB!

Konnten in West-Sibirien noch viele Bauern für den Bau der
„SIBIRISCHEN“ rekrutiert werden, mussten ab Novosibirsk die Bauarbeiter „mitgebracht“ werden.
Für diese mörderische Arbeit, konnten nicht genügend Arbeiter gefunden werden, so dass Gefangene, (ALLER GATTUNGEN) für den Bau verknurrt wurden.
Das hatte für die Häftlinge allerdings auch kleine Vorteile, sie kriegten bessere Nahrung und für 8 Monate Arbeit, wurde ein JAHR Haft erlassen. Die Arbeit wurde sogar entlöhnt!
Der Bahnhof war also heute unser erster Halt, in hellem Grünton gleicht der Bau einer „DAMPFLOK“!
Wunderschöner, alter Bahnhof.

WALDA erzählt, dass der Innenausbau modern und mit viel Grünpflanzen gestaltet ist. Der zur Zeit anwesende Zug der „Sibirischen“ war sehr modern und hat mit den legendären, luxeriösen Waggons der ursprünglichen Bahn nix mehr gemeinsam.
Moderner Innenhof der Bahnhofstation.

Novosibirsk ist eine riesige Stadt und im 2.Weltkrieg wurde vor allem Rüstungs-Industrie hier angesiedelt, weit weg vom Feind!
Die nüchterne, kalte Stadt besticht durch alte Plattenbauten aus der Stalinszeit, wie auch durch moderne Glasbauten, aber ohne schöne Skyline!

Für mich hat sich die Tour nicht gelohnt!
Der Regen setzt ein und wir verdrücken uns im Camper.
Am Abend können wir einen eindrücklichen Dokumentarfilm über die Wolgadeutschen betrachten, welche sehr zahlreich, beim Angriff der Deutschen 25.6.1941, hier nach Sibirien geschafft wurden. Viele, vor allem ältere Menschen erreichten das
„SCHLAFENDE LAND“ nicht lebend!
Zum Schluss konnten wir noch eine Photoshow bewundern und belachen.
Div. Schnappschüsse von Menschen u Tieren, Landschaften etc. sorgten für eine ausgelassene Stimmung.
Der starke Regen zwingt uns ins WOMO, etwas Ruhe schadet auch nicht, MORGEN erwartet uns wieder eine 500 Km Fahretappe!
Wir stehen zur Zeit ca in der Mitte (WEST – Ost) von Russland und bewegen uns weiter Ostwärts Richtung Baikalsee!

10.06. 2017 Kargat – Novosibirsk 200 Km


Obwohl unsere heutige Etappe kurz ist, müssen wir beizeiten aus den Federn.
Wir stehen so zentral, dass wir praktisch ALLE „Seabridgler“ an der Wegfahrt hindern.

BEIDE sehen echt schnittig aus!

Ich starte etwas „furios“ die steile Rampe hinauf und schwups, ist Waldas Beauty-Kasten im ganzen WOMO verstreut. Auch den Kühlschrank habe ich frisch aufgemischt, so dass eine Bierflasche später zu Boden geht und zerscherbelt!
Die Strasse hat CH-Qualität und so bleibt genug Zeit um rum zu gucken. NUR, die Birken im Sumpf kennen wir mittlerweile.
Camping am Waldrand!

Nach dem Einkaufen vor dem Stadtrand reinigen wir unser verstaubtes „Häuschen“ auf dem Standlplatz bei der Deutsch-Russischen Vereinigung, kleiner netter Platz ganz im Zentrum der 1.7 Millionen-Stadt.

09.06. 2017 Omsk – Kargat 470 Km


Eigentlich wollten wir heute früh noch einmal einige Runden in dem superschönen Park drehen und so stellten wir den Wecker auf 0530 Uhr. LEIDER regnet es aber und so beschliessen wir, frühzeitig auf die längere Etappe auf zu brechen!
OMSK ist bekannt für seine fürchterlich schlechten Strassen und so können wir bei moderatem Verkehr, im Zick – Zack die schlimmsten Löcher umfahren. Das gelingt nur bedingt und so Tscheppert u Kleppert es immer wieder gewaltig, armes Cämperli!
Die ersten 150 Km sind nun leider von dieser Qualität, alle 2 m eine Querrille und so kommen wir nur langsam vom Fleck.
Als ich einen der vielen Brummis überholen möchte, (ausnahmsweise, meist werden wir überholt), merke ich, dass mein „ GASRING“ ganz locker ist und nur schlecht arbeitet!!!!
Als wir dann daran herum werkeln, fällt plötzlich eine Schraube unten in die Veschalung!

Das Navi schickt uns dann promt auch noch vor einen geschlossenen Bahnübergang…etwa 10 Arbeiter gucken uns an, als ob grad ein UVO gelandet ist!

Wir kämpfen uns über eine elende Strasse, um dann hier zu stranden!

Es regnet in Strömen und die Auto-Waschaktion von gestern ist auch futsch!
Walda fährt die letzten 200 Km und trotz erneuter Zeitverschiebung kommen wir frühzeitig auf dem Stellplatz an!
Schon zum vierten Mal seit unserer Reise stellen wir heute unsere Uhren eine Stunde vor!!
Bei demLKW-Stellplatz ist ein RIESENMORAST, brrrh hier würde ich niiiie aussteigen.
Es gibt noch einen Platz für uns, ein gekiest aber sehr schwammig.
Top Rolli Standplatz, tiefer Kiesplatz…

Am Abend versuchen wir dann zusammen mit Peter, die Schraube mit Hilfe eines Magnet-Stabes zu fischen, geht aber nicht! Walda schraubt die Verkleidung ab und plötzlich fällt die spez.- Schrauber zu Boden. Schnell kann unsere „Mechin“ diese wieder befestigen, wir geben noch etwas Sicherungsmittel dazu, bei diesen Strassen lohnt sich das mit Sicherheit und schon kann ich wieder wunderbar GAS geben!
GLÜCK GEHABT, DASS WEITER NICHTS DEFEKT WAR!!
Wir wollen grad zum Nachbarshaus gehen, Seabridge lädt uns ein zum Nachtessen….da bricht ein starkes Gewitter über unseren Platz, es tobt richtig und wir warten 15 Min im Auto.
Im kleinen Lokal wurde wirklich mit viel Liebe, wunderschön auf getischt, mega feine kalte Gerichte stehen bereit, lecker!
Nach dem Gesang übe ich mich im Pfeilwerfen!

Eine Frauenband singt uns rassige Russische Lieder, dazu werden wir zu div, Spielen GEZWUNGEN!
Es herrscht eine tolle Stimmung!

Karte wegblasen, gar nicht soo einfach!

Ein schöner, geselliger Abend geht zu Ende, auch die Sonne lacht wieder!!
ABER Halt doch:
Unser Phoenix – Fahrer Erich, welcher wie immer viel zu spät zu uns stösst, fährt trotz anderer Anweisung von DIMA runter auf den Kiesplatz und versinkt umgehend.
Von der Rettungs-Aktion könnte man problemlos einen Trickfilm drehen, viel zu viele Helfer und Anweisungen und ein unfähiger Pilot gefährden die Bergung.
Ich verschwinde, es ärgert mich!!
Während ich am Blog schreibe, braust das nächste Gewitter mit starkem Hagel über uns herein!

08.06. 2017 Krutinka – Omsk 200 Km

Schon fast ein Spaziergang heute, so dass wir erst um 0900 Uhr losdüsen. Dazu kommt, dass die Strasse in hervorragendem Zustand ist, und wir richtig entspannt die Landschaft geniessen können.

Wir freuen uns an diesem hübschen Kibitz.

Sehr abwechslungsreich wie immer, ABER es ist überall gut sehbar, dass sehr starke Regenfälle, zusammen ev. sogar mit Schneeschmelze zu wahnsinnigen Ueberflutungen geführt hat. Riesige SEEN links u rechts der Strasse zeugen davon.. Hunderte von HEKTAREN Birkenwald sind buchstäblich ersoffen und abgestorben, ein trauriges Bild.
Nur einige Meter höher gelegen, sehen wir soo winzige „Spielzeug-Traktoren, welche wohl wochenlang über die endlosen Felder tuckern, ABER auch riesige John Deere Maschinen ziehen gegen 20 Meter breite Maschinen, welche, den Boden aufreissen, fein aufbereiten und direkt dahinter sähen.
15-20 Meter breite Arbeitsgeräte, aufreissen, eggen und ansähen, in einem Arbeitsgang!

So etwas ist bei uns nicht vorstellbar!

Das Saatgut wird mit Lastwagen zum Feldrand gebracht, für uns unvorstellbare DIMENSIONEN!!
UNS ist es „Sauwohl“ !

Ueberraschend finden wir eine Waschanlage!

Unser WOMO sah nach den vielen Km, vor allem auf den Lehmpisten, mehr braun wie weiss aus und so haben wir, (fast alle von der Gruppe) die Gelegenheit für eine Wäsche genutzt…OK es wurde nicht sauber, ABER der Service war schnell und billig, 200 Rubel war auch günstig!
Diese Wäsche hat unser „Cämperli“ mehr als verdient!

So kommen wir frühzeitig an in OMSK, eine mittelgrosse Stadt mit hässlichen Strassen und ebensolchen Plattenbauten.
Nachdem wir GAS getankt haben, fahren wir zum Stadion „ROTEN STERN“ eine grosse Sportanlage, guter Fussballhalle mit Kunstrasen und einer Rundbahn für Leichtathletik mit Zuschauertribühnen, ALLES total am zerfallen, so schaade, der Rubel fehlt überall, (kein Erdöl)

Zu jeder Stadt gehören unzählige Denkmäler.

Unser schöner Stellplatz hingegen, steht am Rande eines riesigen Parks mit allerlei Unterhaltungs-Einrichtungen für Jung u Alt.
Gute Gespräche mit guten Freunden sind sehr wertvoll!

Für mich ein Traum zum 90 Min. „Herumstöckeln“ auf glattem Asphalt, wau, richtig Spass macht das.

06.06. 2017 Tobolsk – Krutinka


Abends spät und Morgens schon um drei UHR, ja es ist schon hell, spähen wir nach Wildtieren, einfach nichts zu sehen, weit u breit.
In diesen Riesenwälder sollte es doch von Wild wimmeln, denken wir wenigstens, ABER ev. gibt es auch viele hungrige Jäger??

Mitten durch Sibirien auf Naturstrassen, ein Erlebnis!

Unverändert bleibt die Piste über 40 Km und so fahren wir gemütlich, ja, das heisst einfach langsam mit max 30-35 Kmh Richtung Krutinka.
Diese Fohlen kennen keine Zäune!

Der angewiesene Platz mitten in der „PAMPAS“ finden wir zwar, drehen aber sofort wieder um, das wird nix mit hier abstellen, auch ist Regen angesagt, dann gute Nacht liebe „FRONTTRIEBLER“!
Wir fahren auf den Dorfplatz und finden hier, nach Absprache mit den Behörden einen Stellplatz.
Heute wäre eigentlich Grillabend am Lagerfeuer geplant, aber auf dem Marktplatz wohl eher unangebracht, so gibt es Saschlik vom Holzkohle-Grill.

Da schwarze Wolken aufziehen werden flugs drei WOMO zusammen gestellt und schon haben wir ein gutes PARTYZELT!
Verena hat heute Geburtstag, welcher ausgiebig mit Wein und Gesang gefeiert wird. Auch der „BALSAM“ so eine Art „APPENZELLER“ wärmt unsere Gedärme!
Die gewaltigen „BRUMMI“- KARAWANEN, welche uns ab Moskau bis Jekatarienburg zum Teil pausenlos riskant überholt haben, haben extrem abgenommen. Aber auch die GUTEN Tankstellen, sind nun plötzlich dünn gesät. Das heisst, viel häufiger Tanken, vor allem wenn man auf die Nebensträsschen ausweicht, da gibt es gar nix mehr für unsere WOMOS, der Sprit, der hier allenfalls noch erhältlich wäre, aus Fässer oder soo, ist OK für die urähnigen Traktoren, nicht aber für uns!!!

Diese Trucks fahren tatsächlich noch.

Ein Gespann fürs Museum.

Viele Felder können nur mit Raupentrax bewirtschaftet werden.

05.06. 2017 Tjumen – Tobolsk 280 Km

UPS fast vergessen:
Die täglichen Meetings am Abend sind immer sehr abwechslungsreich und interessant mit Dima u Co und das Roadbuch für den nächsten Tag, mit div. Koordinaten und sonstigen wichtigen Infos sind wirklich sehr hilfreich!!
Die Hinweise für Tanken und Einkaufen etc. wären für uns nicht notwendig. Auch werden wir unterwegs mit „Neuigkeiten“ per SMS versorgt, so dass wir keine Irrfahrten etc. riskieren bei Baustellen.

Unsere heutige Etappe ist unspektakulär, auch wenn wir mehrmals zu DRITT Kreuzen, das heisst ein „Brummi“ drückt sich auf den Kiesstreifen neben der Fahrbahn, wir tun es gleichermassen und der LADA fährt ganz cooool ab durch die MITTE!
Nein, kein Gehupe, gar nix, ist ja auch völlig normal, notfalls würden da auch 2 LADAS rein passen!
TOBOLSK ist bloss ein kleines Städtchen, aber mit einem wunderschönen „KREML“ (von AUSSEN)

Super Stellplatz für mich…Asphaltiert!

caption id=“attachment_2629″ align=“aligncenter“ width=“660″] Kleines nettes Städtchen mit grausamer Vergangenheit![/caption]
Bei einer Besichtigung sehen und erfahren wir sehr viel über die Greueltaten in diesem Gefängnis-Trakt, wo unzählige Regime-Gegner gefoltert und erschossen wurden.
Zellen und Verhörräume sind noch im Original-Zustand, Bestürzung und Trauer erfüllt uns.
Kreml von Tobolsk

Unsere nächste Tour führt über knapp 500 Km nach Krutinka und so beschliessen Peter u Maya und wir, schon heute los zu fahren und noch ein paar Stunden zu fahren.
Ambulanz Stützpunkte trifft man in grossen Abständen!

Auf der Karte sehen wir, trotz Massstabe1:800 000 eine kleine weisse Strasse, welche wir auskundschaften wollen.
Als wir von der Hauptstrasse abbiegen, fängt es tüchtig an zu Regnen und die Sandpiste wird blitzartig zur Schlammpiste.
Da gibt es zur Zeit kein Durchkommen!

Der Weg fürt nur rund ums Dörfchen, aber die WOMOS werden tüchtig verdreckt!
Ganz schön rutschig!

Beim 2. Versuch klappt es dann doch noch und wir fahren ca 30 Km über LAND, einsam, aber eindrucksvoll. Obwohl die Piste vor nicht all zu langer Zeit ausgeebnet wurde „ERFAHREN“ wir immer wieder Stellen mit Gräben von 50-60 cm. Wir suchen dauernd nach dem optimalen Weg, um nicht zu versinken.
15 cm zäher Schlick bedeckt den Weg.

Diesem Mann schenkten wir 5 Kg. CH-Nägel!

Wir stellen uns diese Piste vor im Winter bei über -40 Grad, wehe Du hast eine Panne!!
Am späteren Abend finden wir einen schönen Stellplatz….
2 Mädels hüten eine riesige Rinderherde, (welche Verantwortung!)

Wir entdecken wunderschöne „Naturwunder“.
NUR die Moskitos, kennen den Platz schon lange vor uns und emmpfangen uns mit Freude, brrh. IHRE Begeisterung kennt fast keine Grenzen und nachdem wir zusammen ein Glas Wein getrunken haben, machen wir mit unserem „Elektro-Schläger“ jagt auf die Plaggeister! Na ja, alle kriegen wir natürlich nicht und die Restlichden rächen sich dann an uns!

04.06. 2017 Jekaterinburg – Tjumen 360 Km


Vor unserer Abreise habe ich für viel Geld 2 super, Luftgefederte Sitze einbauen lassen und dafür gesammthaft über 4500 Km abgespult, JA, def. ich war verückt, das zu machen, ABER ich wollte meine HWS etwas schonen.
Nun wir fahren den grössten Teil der Strassen OHNE Luft, damit wir nicht erschlagen werden. Ein ROHO-Kissen hilft mir, die Strapazen zu ertragen.

Geburtstage wollen gefeiert werden!

Geburtstags Ständchen von René

Frühzeitig sind wir in der Region Tjumen, welches reich an Erdöl-Vorkommen ist und das kann man recht gut sehen. obwohl der grösste Teil der Erträge nach Moskau fliesst!!
Aufgeräumte Stadt, sogar mit Schwefelbad und Zeltplatz, auf welchem wir stehen dürfen.
Na, ja, ruhig ist ANDERS, direkt neben uns fliesst der Vodka flaschenweise und geraucht wird auch, ABER keine Stumpen.
Am nächsten Morgen früh, wird mit „KLAREM WÄSSERCHEN“ nach gespült!!
Brrrh ich würde wohl sterben!
Russischer Wohnwagen, klein u handlich!

Auf keinen Fall möchten wir unser „Cämperli“ tauschen!