Seidenstrasse Blog von Walti 2017

04.06. 2017 Jekaterinburg – Tjumen 360 Km


Vor unserer Abreise habe ich für viel Geld 2 super, Luftgefederte Sitze einbauen lassen und dafür gesammthaft über 4500 Km abgespult, JA, def. ich war verückt, das zu machen, ABER ich wollte meine HWS etwas schonen.
Nun wir fahren den grössten Teil der Strassen OHNE Luft, damit wir nicht erschlagen werden. Ein ROHO-Kissen hilft mir, die Strapazen zu ertragen.

Geburtstage wollen gefeiert werden!

Geburtstags Ständchen von René

Frühzeitig sind wir in der Region Tjumen, welches reich an Erdöl-Vorkommen ist und das kann man recht gut sehen. obwohl der grösste Teil der Erträge nach Moskau fliesst!!
Aufgeräumte Stadt, sogar mit Schwefelbad und Zeltplatz, auf welchem wir stehen dürfen.
Na, ja, ruhig ist ANDERS, direkt neben uns fliesst der Vodka flaschenweise und geraucht wird auch, ABER keine Stumpen.
Am nächsten Morgen früh, wird mit „KLAREM WÄSSERCHEN“ nach gespült!!
Brrrh ich würde wohl sterben!
Russischer Wohnwagen, klein u handlich!

Auf keinen Fall möchten wir unser „Cämperli“ tauschen!

02.-03.06. 2017 Jalym – Jekaterinburg


Auch heute fahren wir zeitig ab und wählen die kleine Strasse abseits der Hauptroute und fahren so ca 40 Km auf Schotter und lassen uns durchschütteln.

Holzhacken verboten, in den riesigen Wälder?

Tausende, zerfallene, oder abgebrannte Holzhäuser säumen die Strassen.

Riesige, endlose Getreidefelder, die bis zum Horizont reichen, (braucht es ja auch DRINGEND für den vielen Vodka), wechseln unvermittelt mit Sümpfen und Birken, welche ums überleben kämpfen!
WAU, heute stehen wir exklusiv am Fusse des Flusses „Pyhsma“ mit wunderschöner Sicht auf die Stadt Jekateringburg.
Jekaterinburg, ganz schön modern!

Gewaltige Lasershow beim Eindunkeln!
Am Abend werden die vielen Hochhäuser mit einer spektakulärer Lichtschau angestrahlt!
Dima und Ararat beim abendlichen Fischen!

Welcher Kontrast zu den ärmlichen Dörfer heute Morgen!!
Zwei kleine Jungs, ausserhalb der Stadt.

Wir starten den nächsten Tag mit einer Stadtbesichtigung:
Sauber und schmuck finden wir die Stadt, wir fahren zuerst ins nahe gelegene Kloster, wo die Leichen der 7 Zaren – Familienmitglieder in einen tiefen Schacht geworfen wurden.

Hier wurde die ganze Zarenfamilie in einen Schacht geworfen!

Wallfahrtsort wurde mit Priv. Spenden erbaut!

Meine liebe „Puce“

Ueber 100 Jahre später wurde hier mit Spendengelder der Bevölkerung diese sehr schöne Anlage erbaut, mit 7 Kirchen.

Natürlich besuchen wir auch die sehr interessante „STELLA“ das ist die Stelle, wo man mit beiden Beinen GLEICHZEITIG in Europa UND Asien stehen kann!¨!

Walda steht locker auf zwei Kontinenten!

Die ganze tolle Gruppe hat es bis nach ASIEN geschafft!

Das heisst auch, dass wir ab sofort für ca 5 Monate in ASIEN unterwegs sein werden!!!

Heute steht noch ein grosses Ereignis an:
Wir besuchen die OPER und erdulden… äh..pardon GENIESSEN das Stück
Eugen Onegin von Piotr Tschaikowski!

Walda im „Kleinen Schwarzen“

Nicht gerade meine „WELT“

Auf dem Fussmarsch hin zur Oper, hatten wir riesig Glück, es stürmte plötzlich heftig und Laub und Aeste flogen uns um die Ohren. Der Platzregen fing direkt vor der Oper an. Auch ich wurde durch die Hintertüre reingelassen, ALLERDINGS mit der Bemerkung, dass ich bitteschön SORGE tragen solle, das Gebäude sei sehr alt und schön!
Hoppla, das hatte ich bis heute noch nirgends gehört!
OK, zugegeben, es ist ja auch mein ERSTER OPERNBESUCH!

Obwohl wir vorgängig den Text aufmerksam gelesen haben, können wir der Handlung nur „mässig“ folgen. Walda ist vor der Pause sogar eingenickt!! Neh ich nicht, ich war hellwach!
Wir schlafen nachher wunderbar in ASIEN, am Tor zu Sibirien, dem „Schlafenden Land“….Etwas speziell erleben wir den Kontinentenwechsel auf dem „Landweg“ schon!

Wir stehen direkt am Flussufer!

01. 06. 2017 Kungur – Jalym

Dass die EISHÖLEN von Kungur besonders Rolli-freundlich sind, habe ich natürlich nicht erwartet und so räume ich etwas die Garage auf.

Walda hat die Eisgrotten erforscht!

Etwas Kitsch muss sein!

Aber immer wieder habe ich BESUCH von anderen, (Deutschen) Reisenden, Klaus u Petra z.B. reisen schon seit 2010 durch die Welt.
Auch eine Schulklasse aus der Nähe von UFA belagert schon bald unser WOMO und möchte wissen, woher u wohin unser WEG führt.
Aufgeschlossene, wissbegierige Jugendliche

Natürlich werden alle versorgt mit Kugelschreiber und unserem Flyer, so dass die Jungs wissen, wie unsere Route aussieht!
Feinste Morcheln direkt vom Strassenverkauf!

150 Km fahren wir bis Jalym, wo uns am Abend eine kleine Gruppe, festlich gekleidet aus dem nahen Dorf besucht.
Sie Singen u Tanzen und auch die mitgebrachten Gebäcke schmecken hervorragend. Der zum Kauf angebotene Honig ist wirklich „lecker“!
Mitten auf der Wiese hatten wir diese tollen Begegnungen

Melancholische Lieder

Einfache Begleitung mit einer „Laute“

René holt seine Gitarre und schon bald schmettert es laut über die Wiese; HOCH AUF DEM GELBEN WAGEN! UND es rollt ja tatsächlich unermüdlich bei uns!
Die Dame kann kaum mehr gehen, ABER Singen kann sie noch prima!

Auf einsamer Strasse „stöckle“ ich knapp 10 Km durch den Wald, ABER leider kann ich auch auf „leisen Sohlen/Räder“ weder Reh noch Elch entdecken!
Mücken, ja natürlich hat es viele davon!!
ZECKEN auch, einige von unserer Gruppe wurden schon „ANGEZAPFT“
Wir besuchen unterwegs einen riesigen Wald-Friedhof:
Jede Grabstätte bekommt Tisch und Bank und dazu Speis und Trank!

Grosse Grabstätten gibt es auch viele!

29.05.2017 Ishewsk – Kungur ca 400 Km


Wenn das soo weiter geht, werde ich doch tatsächlich noch zum „FRÜHAUFSTEHER“ !
Wir starten schon um 0630 Uhr, erstens kommen wir so meist gut aus der Stadt und 400 Km müssen, auf den oft oft schlechten Strassen, mit unzähligen „uuuulangen“ Baustellen, erst mal gefahren werden.

Schon um 0800 Uhr passieren wir WOTKINSK, wo der berühmte Komponist Pjotr Tschaikowsky, am 7. Mai 1840 geboren wurde. Das Herrenhaus, wunderschön am See gelegen, wo er geboren wurde, steht heute als Museum zur Verfügung.
Die historische Hausgestaltung wurde im 20. Jahrhundert wieder hergestellt, lebhafte Konzerte und Vorlesungen und Volksfeste finden hier nun regelmässig statt.

Geburtsort von Tschaikowsky

In dem Werk, in dem Vater Tschaikowsky als Direktor verantwortlich war für die Produktion von Anker und Flussdampfer, werden heute strategische Reketen, “ TOPOL M“ hergestellt!
Wir durchqueren die Region „UDMURTIEN“ und fahren stets ostwärts Richtung Baikalsee!
Kaum zu glauben, wie schnell wir vorwärts kommen:
Wir freuen uns an jedem neuen Tag.

Schon haben wir die Regionen TATARSTAN – TSCHUSCHASCHIEN- UDMURTIEN durchfahren, die Gegensätze von Landschaften und Dörfer/Städte und deren Bevölkerung, könnte wohl kaum grösser sein.
Immer wieder fahren wir von der Hauptverbindungs-Strasse ab und passieren sofort auf Sand/Lehmpisten ärmliche Dörfer, oft unfassbar in welchem Zustand die Häuser sind.
Alt, aber noch gut bewohnbares Holzhaus.

Uralte Holz-Blockbauten mit kleinen Fenster, meist mit verzierten Rahmen, säumen die üblen Strassen, auf schlechtem Fundament gebaut, stehen viele schräg u verzogen da.
Dass der Winter noch nicht all zu lang vorbei ist, erkennt man an den vielen kleinen Gärten und Felder wo erst jetzt so langsam vorbereitet und angeplanzt wird. Hier herrschen Temperaturen bis – 45 Grad im Winter, der Sommer dauert knapp von Mai- September, dann fällt meist der erste Schnee!
Rund um viele Gebäude wimmelt es von alten, ausrangierten Maschinen, Autos und anderen Geräten, welche nicht entsorgt werden können.
Sehr oft habe ich aber auch den Eindruck, dass mit wenig Geld, aber fleissigen Händen doch sehr viel verbessert werden könnte.
Der „Sozialismus“ ist wohl in noch so manchen Köpfen verankert, schaade! Wir lassen trotzdem einige Packete „Nägel“ dort und hoffen, dass sie gut gebraucht werden können.
Reges Markttreiben, es macht Freude, hier ein zu kaufen!

In manchen Dörfer sind extrem viele Häuser verlassen, zerfallen, eingestürzt oder abgebrannt. Die jungen Leute wandern ab in die Städte, WER kann es ihnen verübeln!!
Unsere Route führt uns entlang des Südlichen – Ural, Gebirge haben wir erwartet, doch es sind „bloss“ Hügelzüge wie im Schwarzwald, welche, welche wir überqueren.
Sobald wir in die Nähe von grösseren Städten kommen, ändert sich das „Bild“ explosionsartig und riesige Geschäfte und Einkaufs-Meilen wuchern aus dem Boden.
Das Angebot ist sooo riesig, dass wir immer wieder überascht sind.
Von EU_Embargo weit u breit keine Spur.
Trotz immer wieder riskanten UEBERHOLMANOEVER, der unzähligen Brummis, kommen wir unbeschadet in Kungur bei den EISHÖLEN an.
Vereinzelt entdecken wir Erdölförderstationen

Ein ruhiger Stellplatz, ohne Komfort bietet uns ein Nachtlager!
Mit meinem Vorspann-Rad, stöckle ich noch rund um unser Quartier, ein extem agressiver „Köter“ zeigt mir voller Inbrunst seine Zähne und ich hoffe, dass seine Kette noch hält!!

29.05.2017 Kasan – Izhewsk


Mit Gabi & Axel wollen wir heute die ca 420 Km von Kasan nach Izhewsk zusammen fahren.
Die M 2 ist bis ELABUGA, in bestem Zustand, so dass wir die 200 km schnell bewältigen. Elbuga ist eine der ältesten Städte des ehemaligen WOLGABULGARIENS.

Imposante Moschee

Reich verzierte Moschee

Nach einem Rundgang und vergeblicher Ausschau nach einem Kaffee, zieht es uns weiter. Wir wollen eine Abkürzung fahren, um etwas Abseits der „Rennbahn M 2“ kleinere Dörfer und Weiler zu sehen!
Die richtige Strasse verpassen wir dann promt und fahren etwas zu weit südlich und machen so eine Zusatzschleife Richtung AGRYZ.
Nach gut 8 Stunden Fahrzeit erreichen wir die etwas trostlose Stadt Izhewsk.
Diese Stadt war sehr lange Zeit auf keiner Landkarte zu finden, weil hier die weltberühmt/berüchtigten KALASCHNIKOW – WAFFEN entwickelt und hergestellt werden. Der aus Sibirien stammende KALASCHNIKOW erhielt unter anderem den höchsten ORDEN von Putin. Er verstarb 2013 im Alter von 94 Jahren.

Berühmter Kalaschnikow Konstrukteur!

Fluch & Segen, je nach dem wo DU stehst.

Erst ca 1980 durfte Kalaschnikow sein Haus u seine Stadt verlassen.

Wir stehen hier auf einem Parkplatz einer Sport-Trainings-Anlage und wollen Morgen auf einer der div. LANGLAUF-PISTE einige Runden drehen!! Das Wetter ist weiterhin sehr kühl und feucht und wir könnten ein paar Sonnenstrahlen gut gebrauchen!!!
ABER wir sind sehr dankbar, dass wir nicht die verheerenden Orkanböen mit tausenden von umgestürtzten Bäumen u Vekehrskaos, in MOSKAU mit-Erlebt haben.

27.5.2017 Cheboksary – Kazan


Der Bus kommt pünktlich um 0900 Uhr zu unserem Stellplatz!!

Unser Olympischer Bus, enger, höher, klapriger!

Mir wird es flau im Magen, als ich den EINSTIEG sehe…höher u enger geht wohl nicht mehr!
Viele Hände helfen und so komme ich heil OBEN auf meinem Sitz an, den ich aber bis zum Schluss nicht mehr verlasse!
Die Stadtrundfahrt dauert gut drei Stunden und ist nicht gerade „BERAUSCHEND“, äähh.. ich meinte es war langweilig!!
Sie stehen überall, „MÜTTERCHEN RUSSLAND“ übergrosse Denkmähler!

Auch die kleine Gruppe, welche in der typischen, TSCHUWASCHEN – Tracht ein paar Lieder trällerte vor dem Opernhaus, mochte unsere Stimmung nicht wirklich auf zu hellen.
Folklore aus Tschuwaschien

Bald fahren wir weiter Richtung KAZAN, das wir auf gewohnter „Piste“ gegen 1700 Uhr ereichen!
Sie begleiten uns auf Schritt u Tritt, RADAR-Vogelhäuschen.

Zu erwähnen ist noch, dass praktisch alle grösseren Städte, bei der Ein/Ausfahrt immer total verstopft sind und einiges an Geduld und Aufmerksamkeit erfodern, da wird um jeden Centimeter gekämpft, Toleranz ist meist ein Fremdwort, das heisst, wir passen uns einfach an!!
Stolze Genossin, reich dekoriert!

Wir stehen heute in einem Messegelände, nicht berauschend, aber ruhig¨!
Claus ist immer für ein Spässchen zu haben!

26.5.2017 Novgorod – Cheboksary


Rund 250 Km fahren wir auf der bekannten M 7 nach Cheboksary.
Unser armes „Cämperli“ fühlte sich vermutlich wie auf dem Jahrmarkt beim „BULLRIDING“…WIR werden gerüttelt und geschüttelt, was das Zeug hält, obwohl wir vergleichsweise langsam fahren und versuchen die optimale „SPUR“ zu finden! Das ist aber oft fast unmöglich bei 20-30 cm tiefen Fahrrinnen. Wenn uns die „Brummis“ überholen, können wir fast in Zeitlupe, die Fahrwerke studieren und staunen, was Chassis – Luftfederung-Stossdämpfer-Reifen für „HÖCHSTLEISTUNGEN volllbringen! Auch die Vetereanen mit 30 und mehr Jahren auf dem Buckel, werden unerbittlich auf dieser Strecke gequält und geschunden, das schäppert, Raucht u Qualmt….aber es fährt!!!

Diese GAS-Allrad Busse fahren fast überall durch!

Nicht nur für die Fahrzeuge ist diese Strecke sehr anspruchsvoll, sehr viele blumengeschmückte Grabstätten, (oft mit mehreren Fotos) zeugen davon, dass viele Unfälle tödliche Folgen haben!

Unsere „Schutzengel“ sind gut drauf und so kommen wir unbeschadet in Cheboksary an. Unser Stellplatz bei der OPER, sieht etwa gleich toll aus wie ein „GETREIDE-SILO“ aus Beton, einfach nur hässlich.
Der Ausblick über die gestaute Volga auf die Stadt mit ihren
ca 450 000 EW und div. modernen Glas/Hochhäusern, ist dafür imposant.

Blick auf Tscheboksary

Das von Seabridge offerierte Schaschlik vor dieser Kulisse schmeckt hervorragend.
Auch tiefe Gewitterwolken verderben uns die gute Laune nicht!

Wir werden so richtig verwöhnt mit Grill-Fleisch und Salaten.

Es wird kühl und der Regen jagt uns in unser gemütliches Häuschen!!
Sascha & Dima…immer gut drauf.. mit Wodka geht alles noch leichter!

Guet Nacht!!

26.5.2017 Novgorod


Wir starten schon um halb Acht Uhr zurück nach Vladimir, hier soll es einen Typ geben, der unsere Scheibe flicken kann.
In einer winzigen Garage betreibt er sein Handwerk.

Kleine Garage, aber es funktioniert!

Schnell ist die Scheibe am Ende des Risses angebohrt und nachdem die Scheibe abgedunkelt ist, wird ein spez. Harz auf den Riss aufgetragen.
Mit einfachen Mitteln wird unsere Scheibe geflickt!

Nach gut 10 Minuten kann der gute Russe die Scheibe mit einer Rassierklinge reinigen.
Die ganze Rep. Kostet uns ca Fr. 35.—

Gleich um die Ecke steht ein riiiiiesiges Sportartikel-Geschäft, da hoffen wir neue Langlaufstöcke zu finden für mich!!
Am Dienstag wollte ich in Suzdal noch eine Runde drehen und habe mich in den „doofen“ Betonplatten verheddert und Schwupps, war eine Spitze weniger…dass ich dann auch noch den teuren Stock zerbrach, war wirklich PECH!!
Nach langem Suchen finden wir (fast passenden Ersatz) und so können wir uns auf den Weg Richtung „NOVGOROD“ machen.
Äähh, ja, ein paar Kleider bleiben auch noch in unserem Körbchen hängen und so lassen wir glatt 10 000.– Rubel liegen!

Dafür können wir am Ausgang unseren ersten Geldbezug mit der Postcard tätigen, klappt perfekt!
Auf der Fahrt nach Novgorod überholen uns fast (ALLE) Brummis im „Garacho“
ABER plötzlich, ca 50 Km vor der Stadt fahren die Laster wie gezähmte Lämmlein!
Radar’s sind uns überhaupt nicht neu und bis jetzt hat es uns in Russland noch nie geblitzt…..
ABER heute stehen doch tatsächlich ALLE 4-600 m auf der M7 mobile Radarkästen, ältere Blitzer, beidseits der Strasse!
Nur die tiefen Schlaglöcher waren noch viel zahlreicher und die Strecke vom Stadtrand bis zum Sportstadion glich eher einem „Emmentaler-Käse“, so verlöchert war die Strasse!
Ein Vorteil haben diese Löcher trotzdem:
Zwangsläufig weicht jeder Fahrer den Löcher aus, mehr oder weniger geschickt, so richtig im Zick Zack…..besoffene Fahrer fallen so überhaupt nicht auf…..
„NASDROWJE“
Meine neuen Stöcke können wir heute nicht testen, obwohl wir am Fluss einen schönen Weg entdeckt haben, denn nach unserem Meeting schifft und windet es kräftig, DER ERSTE REGEN AUF UNSERER REISE!

Josef Senn fährt seit Riga die gleiche Strecke wie wir!

24.5.2017 Suzdal

Auf dem schönsten Camping Platz, seit unserem Reisestart am 7.5.17 haben wir wunderbar geschlafen, auch die prophezeiten Mücken liessen uns in Ruhe.

Pünktlich um 0900 Uhr steht wiederum ein Bus bereit und schon ist wieder Morgengymnastik angesagt für mich!
So langsam sind wir recht gut eingeübt und so dauert es auch nur noch ein paar Minuten, bis ich platziert bin!
Die Fahrt ins Städtchen mit ca 10 000 Einwohner dauert denn auch nur 10 Minuten.
Schon gestern bei der Anfahrt, haben wir gestaunt, wie viele neue und ältere Häuser in sehr gepflegtem Zustand wir hier antreffen!

Dieser Eindruck bestätigt sich auch heute bei der Fahrt in die Stadt.

Suzdal ist das GEISTIGE ZENTRUM Russland und war längere Zeit grösser und Bedeutender als Moskau.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden von den vielen Kirchen wieder ca 20 abgebaut, (man brauchte die Steine) um andere Bauten zu realisieren-

Sehenswürdigkeiten an jeder Ecke

Immerhin sind noch deren 30 Kirchen geblieben und dort werden regelmässig Messen gehalten.
4 Klöster sind noch heute AKTIV und je zwei Nonnen u Mönchsklöster sind zu besichtigen.
Herrliches Frühlingswetter begleitet uns.

Im „Kreml“ wurde uns in der Kirche während einer Führung ein Lied von drei Mönchen vorgesungen, die Akustik war ganz toll und erfreute unsere Ohren.
Soooo ganz uneigennützig war die Darbietung dann doch nicht, nach einem LIED wurde anständig darauf hingewiesen, dass das Kloster auf Spenden angewiesen ist und wir doch bitte etwas da in den Topf werfen möchten.
Na ja, WER kann da schon nein sagen.

Anschliessend gingen wir zu Fuss über eine klapprige Holzbrücke auf Holperpfad zurück zum Camping.
Heute Abend steht noch ein gemeinsames Nachtessen in Suzdal auf dem Programm, ALSO HUNGERN muss hier Keiner!

Rassige Folkloregruppe

23.5.2017 Vladimir-Susdal

Wir fahren schon kurz nach 7 Uhr los, um den riesigen Staus zu entkommen, was uns fast gelingt, trotz Kampf mit unserem NAVI.

Mit der nötigen Lockerheit, meistern wir auch heikle Situationen auf der Strasse!

Strassenbau auf Russisch

Wilde Tiere in der Taiga

Unterwegs gibt es plötzlich einen Knall und unsere Frontscheibe hat einen deftigen Riss, 25 cm lang. Das fängt ja schon gut an!! Wir sind aber in guter Gesellschaft, beim Hymer von Claus ging der linke Scheinwerfer in die Brüche!
Unsere Scheibe können wir am nächsten Tag einwandfrei reparieren lassen!
Wir ergreifen die Gelegenheit und füllen unsere Gasflaschen auf. Gleich daneben stürzen wir uns in einen riesigen GLOBUS Einkaufs-Palast, unglaublich diese Fülle von Lebensmittel und unnützem „Grümpel“ welches hier angeboten wird.
Die EU-Sanktionen kennt hier niemand, sämtliches Warenangebot wird über Weissrussland importiert, viele Artikel auf Deutsch ettikettiert!
Sascha, unsere liebenswürdige Reisebegleiterin

Von Sascha erhalten wir heute eine Lektion in Russisch, Walda hat vor unserer Reise fleissig die Kyrelische Schrift geübt und kann schon ganz ordentlich die Strassenschilder lesen, OK, oft bleibe ich einfach davor stehen, weil es etwas länger dauert, smile!!
Heute sind wir zu einem Folklore-Abend eingeladen, samt Essen, beides geniessen wir und erleben einen interessanten Abend.
Russische Folklore
Russische Integration

Schöne Altstadt von Suzdal

Wir sind eine SUPERTOLLE GRUPPE!!

Die Rückreise zu unserem Stellplatz nehmen wir unter die Füsse/Räder und können so ein typisches Dorf erkunden.
Zusammen haben wir die Reise bis anhin super gemeistert!!

Sie stehen überall, wunderschön heraus geputzt!