Seidenstrasse Blog von Walti 2017

10.10. 2017 Isfahan


Die Milionenmetropole Isfahan, frühere Haupstadt IRANS.. ist mit seinen ca 2.2 Mil. Einwohner zwar gross, aber doch überschaubar.
Wenig Hochhäuser, dafür aber mit unzähligen, wunderschönen Parks durchmischt fühlt man sich hier wohl.
Die Stadt liegt ca 400 Km südöstlich der Hauptstadt Teheran auf einer Seehöhe von ca 1500 M in einer Flussoase im sehr fruchtbaren Tal des Flusses Zayandeh Rud am Rande des Zagrosgebirges.
Das moderne Isfahan ist eine bekannte Universitätsstadt, die Frauen sind natürlich auch hier schwarz verhüllt..ABER es hat sehr viele, junge Frauen, welche modern u schiC gekleidet, sind und mit Sonnenbrillen und anderen Acesoires den Schleier von ihrer Haarpracht verdrängen! Es ist ein Auslotsen, was die Sittenwächter dulden!

Eine Wunderwelt aus Filigranen Malereien

Schön ist, dass wir direkt im Zentrum stehen mit unseren WOMOS,sehr eng zwar, dafür können wir direkt zu Fuss zum Meydan-e Imam Hauptplatz gehen(rollen).. wenn da nicht überall Barrieren wären!!
So machen wir (ganze Gruppe) einige Umwege um auf den zweit-grössten Platz der Welt zu gelangen.

Hübsche Frauen mit guter Akustik

Frauen mit guter Akustik
[/caption]

Meydan – e – Imam – Platz

Der Innen hof ist ein riesengrosser schöner Garten, den man sogar mit Perd und Kutsche erkunden kann.
Rundherum stehen natürlich Moscheen und Geschäfte, eine sehr lebendiger Ort!

Die Freitags-Moschee ist so riesengross mit unzähligen Gebetsräumen etc. dass wir Stunden brauchen um nur einen Teil davon zu sehen.
Gegen Mittag sind alle PLATT und geniessen eine kleine Rast in einer Teestube, ich habe zum Glück eine Cola gekriegt!

Teepause
!

Isfahan brummt und lebt, mit brummt der Schädel aber, weil es so viele Schikanen und Gitter gibt, dass wir Kilometer fressen, um an den gewünschten Ort zu gelangen..da gäbe es noch viel zu TUN für Rollifahrer!
Mit viel Hilfe meiner lieben Freunde, „erobere ich auch den Chehel Sotun“ (Palast der 40 Säulen) hier, unter der grossen phantastischen Säule, singt Lorenz ein wunderschönes Lied, ich bitte um Zugabe und nach einer kleinen Pause, lauschen viele Besucher den feinen Tönen.
Ein Wärter findet das nicht sooo toll und steht demonstrativ neben Lorenz, der singt aber unbeirrt weiter, was den Aufpasser sehr verunsichert.


<img src="http://www.walti-rauber.ch/wp-content/uploads/2017/10/2017-10-09-14.00.03-1-1024×576.jpg" alt="" width="660" height="371" class="aligncenter size-large wp-image-1572" /

Maya feiert heute ihren Geburtstag und ihr Wunsch, mit Lorenz zusammen ein Lied zu singen, geht hier und heute in Erfüllung.

Mein VORSPANNRAD, das mir auch auf dieser Reise über so unglaublich viele Schotterpisten, Pflastersteine der übelsten Sorte, Schlammstrassen, und Stadtführungen gedient hat, entwickelt plötzlich ein gefährliches EIGENLEBEN und scheert unverhofft zur Seite aus, gefährlich für meine Mitmenschen, smile!

So gehe ich nach unserer Rückkehr sofort an die Arbeit und zerlege meinen treuen Freund!
Durch die grossen Belastungen, (oder schlechte Material-Qualität) ist der Verschleiss enorm.
Ganz gut kriege ich es nicht hin, aber auf dem Weg zum Restaurant, wo wir zur Feier des Tages (Mayas Geburi) hin gehen, läuft es schon wieder viel besser. Auch mein Rolli bekam wieder neue Vorderräder, so dass ich wieder flott unterwegs bin, sogar mit Licht, was hier auf den Strassen übelebenswichtig ist!!
Das typische, Iranische Restaurant ist wirklich sehr nett ausgestattet, ein tolles, schnelles Bedienungs-Team (alles Männer) verwöhnt uns mit feinem Essen, samt Geburtstags-Torte!!
Danke liebe Maya und Peter für die Einladung!

Wunderschön beleuchtete Brücke zum Armenier Viertel

Ueberall wird Picknickt

Ganz in der Nähe ist eine wunderschön beleuchtete Brücke über den Zayandeh Rud Fluss, der allerdings nur Ende Winter / Frühling Wasser führt. Wir machen uns auf den Weg dorthin, überqueren grosse Strassen, fluchtartig, schaffen es Drehkreuze zu Passieren:
DAS geht so:
Vor das Kreuz fahren, nach vorne rutschen, Rad nach vorne richten, Beine nach vorne werfen, welche ein Helfer zieht, Ausatmen und einfach durchschieben, wieder Einatmen!!
Auf zig Umwegen und vielen Treppenstufen, stehen wir auf der hell erleuchteten Brücke, welche bis vor ca 20 Jahren noch offen war für den Verkehr. Die Brücke verbindet den ARMENISCHEN TEIL DER STADT und wurde von einem reichen Mitbewohner gespendet, damit die Armenische Bevölkerung nicht total abgeschnitten waren.

Ein weiterer interessanter Tag geht zu Ende.

ICH BIN DANKBAR UND SO GLÜCKLICH, DASS ICH AUF DIESER SEIDENSTRASSE REISEN DARF!!

09.10. 2017 Pasargad – Isfahan 350 Km


Es ist beeindruckend, mit welcher Genauigkeit die Tonnenschweren Kalksteine aufgeschichtet sind (Erdbebensicher) auf einem Steinfundament!
Von weit her, ca 60 Km, mussten die schweren Brocken mit Flössen auf dem heute trockenen Fluss und zu Land her geschleppt werden!
Die einzelnen Steine wurden seitlich mit Eisenklammern verbunden, die Löcher wurden mit Blei ausgegossen!

Grabstätte des König Kyros ll

Gepflegte Zufahrt zur Grabstätte

Die Paläste von Pasargad wurden von König Kyros von 559 – 525 vor Chr. erbaut, davon sind heute nur noch wenige Monumentaltore zu sehen.

ABER Pasargad ist Ausgangsort für das PERSISCHE WELTREICH!!
König Kyros war ein beliebter, umsichtiger Herrscher, der z.B. die ERSTEN MENSCHENRECHTE, auf Tontafeln niederschrieb!
Juden, Araber, Afrikaner etc, durften nicht wegen ihrer Herkunft oder Relegion von den Soldaten Kyros angehalten werden, alle hatten die gleichen Rechte….wenn das bloss heute noch so wäre im IRAN!!

Auf guter, sehr stark befahrener Schnellstrasse gehts weiter Richtung Isfahan. Die Strasse ist über grosse Distanzen, schnurgerade, die breite Talsohle ist links u rechts eingeschlossen von Gebirgsketten.
Wir überqueren einen 2200 hohen Pass sogleich wieder in eine grüne Oase hinab zu stechen!
Auch heute gibt es eine kleine Pause, abseits der Hauptachse!

Mosaik, extra für uns!
Schwerarbeit für Walda

IZADKHAST ist unser nächstes Ziel!
Eine Stadt, welche im 14 Jahrhundert erbaut wurde, heute ist aber der Stadtkern verlassen. Die Lehmbauten sind z.T. noch recht gut erhalten, wenn man bedenkt, dass die Bewohner vor ca 250 Jahren ihre Häuser verlassen haben.

Verlassene Stadt Izadkhast

Verlassene Stadt Izadkhast

Gegen 1700 Uhr wühlen wir uns in die grüne Stadt Isfahan. Auf einer Höhe von ca 1500 m.ü.M.¨in einer Fluss-Oase gelegen, werden wir mit 25 Grad empfangen, trotz den üppigen Grünanlagen u Parks, langen Baumalleen, ist die Luft voller Abgase u Rauch!
Das moderne Isfahan ist eine Universiäts Stadt, hat eigenen Flughafen und div. Industrieanlagen:
Stahl / Oel / Textil / Atomindustrie… Ja HURRA WO SIND WIR DENN HIER „GELANDET“…Na ja, wenigstens haben wir hier „Bombenstimmung“!!

Unser Stellplatz für drei Tage ist übervoll und wir Parken mit „Schuhlöffel“, ungebremste PKW werden mehrmals hin u her geschoben, damit alle WOMOS ein Plätzchen finden!!

Nach einem feinen „Birchermüesli“ ziehen wir noch etwas durch den Bazar, vor allem Gold & Juwelier Geschäfte stellen ihren Schmuck aus.

Die allgegenwärtigen Abschrankungen und Drehkreuze vergraulen mir den Abend Spaziergang gewaltig und lassen mich für den morgigen Stadtbummel zu Fuss nichts gutes ahnen!!

08.10. 2017 Shiraz – Persepolis – Passargad 150 Km

08.10. 2017 Shiraz – Persopolis – Pasargad 150 Km

Einige Reiseteilnehmer benötigen dringend GAS / LPG und dafür wird von der Reiseleitung eine Tankmöglichkeit angeboten, Abfahrt um 0800 Uhr, für die Anderen ist Treffpunkt „Persepolis“ um 1000 Uhr.
Shiraz ist am Morgen sehr „LEBENDIG“, was den Verkehr anbelangt, deshalb, starten wir auch kurz nach 0800 Uhr.
Die Fahrweise der Iraner ist sehr (Körper/Blech betont) Hupen u Würgen wo für uns überhaupt kein Sinn oder Vorteil aus zu machen sind, es wird immer u überall um „CM“ gekämpft!!
Ein paar Km später sitzen die gleichen DRIVER „Lammfromm“ vor der nächsten Raststätte!

Tausch: Feuerzeuge gegen Tomaten

Gemüse & Früchte in Hülle u Fülle am Strassenrand

Die Gastankstelle war scheinbar höchst interessant, da keinerlei Adapter auf den Iranischen Schlauch passen wollten, also wurden mit dem „Wagenheber zwei Gasflaschen, Kopf an Kopf zusammen gedrückt und versucht, Gas um zu Füllen, das wollte nicht Klappen!
Die 9 „GAS-Fahrzeuge“ trafen denn auch erst um 1100 Uhr bei uns ein!
Die Sonne brannte schon lange bei über 30 Grad auf unsere „Mützen“, kein Schatten in Sicht und die Stimmung schon leicht gereizt!

„ORGANISATION IST DAS HALBE LEBEN!!

UEBRIGENS, der Platzwart witterte das „Geschäft“ seines Lebens und kassierte von uns allen 150 000 Rial..(genau, OHNE Beleg) den wollte er partout nicht rausrücken, so kam es, dass einer der Guide, sagte: No Paper…no Money und dem verdutzten Platzwart das Geld wieder aus der Hand riss!¨

Ich spanne mein Zugpferdchen an und stehe gleich beim ersten Drehkreuz an.. super!
Mit Ach u Krach schlüpfe ich durch ein Loch im Zaun.. na ja, ich bin ja nicht der Dünnste und stehe schon bald an der Kasse vor einer hohen Stufe, das kann heute ja heiter werden!

Mein Freund Peter saust schon längst im Garten umher und hat eine Steilrampe entdeckt, die erklimme ich mit dem Swiss Trac mühlos!
Wir beginnen die Exkursion in die „VERGANGENHEIT“ und bewundern, was vor 2500 Jahren von MENSCHENHAND erschaffen wurde!

Palaststadt

Palaststadt

DIE PALASTSTADT, EINST HAUPTSTADT VON PERSEPOLIS ist ein gigantisches Bauwerk am Fusse einer ca 600 m hohen Gebirgskette.

Unsere Gruppe besteigt die über 100 Stufen um auf die erste Plattform zu gelangen..
Natürlich machen wir einen Kilometer langen Abstecher und gelangen durch den „Lieferanteneingang“ ebenfalls zum Haupteingang, dazwischen überwinde ich aber einige hohe Stufen von 30 cm, dabei habe ich immer etwas Sorge um meine Vorderräder am Rolli, denn ich brauche genügend SCHWUNG um da überhaupt hoch zu kommen.
Es hat hier sogar Touristen aus China, welche natürlich überall über die Abschrankungen klettern, um zu Fotografieren, DAS nervt unseren Iranischen Guide zünftig!!
Wir machen uns jetzt einen Spass daraus und ich hupe mit meinem „Tütüt“ vor den Schlitzaugen, unser Guide winkt sie grimmig blickend herunter, das funktioniert wunderbar!
Wir wandern nun gut 3 Std. in brütender Hitze durch diese eindrückliche „Anlage“ , welche weit in die „Vorislamische Zeit“ zurück geht :
Neben den gigantischen Säulen, welche die Holzdächer getragen haben gibt es viele gut erhaltene Szenen, welche in den harten Kalkstein gemeisselt wurden. Unser Guide Sirus erklärt uns z.B. Geschenks übergaben an den Herrscher, Geissen, Kamele, ja sogar Löwenbabys, Goldverzierte Schwerter etc.
Das Persische Reich umfasste zur Blütezeit 28 Länder, die Fürsten welche diese verwalteten, wurden regelmässig einberufen und erschienen natürlich nicht OHNE Geschenke, um das Wohlwollen des „Herrschers“ nicht zu trüben!
Wunderschöne Wandmalereien zeugen noch heute vom Prunk dieser Palaststadt!
Beeindruckt hat mich auch das POST / MELDESYSTEM der damligen Zeit!
Um immer auf dem Laufenden zu sein, was in all den Ländereien gerade geschieht, waren Meldereiter unterwegs, welche wichtige Botschaften im Galopp über 30 – 40 Km transportierten, Wachtposten, welche den Reiter schon von weitem erspähten, sattelten sofort ein frisches Pferd, richteten Speise und Getränk und ohne grosse Worte, preschte der Reiter weiter. So war es möglich, innerhalb von nur 5 Tagen Meldungen aus allen Richtungen aus zu Tauschen!

Nach drei Stunden, glühen unsere Köpfe von all den vielen Namen und Zahlen, welche Sirus uns „eingepaukt“ hat und natürlich von der strahlenden Sonne!!
Statt den weiten Umweg zu Fahren, rattere ich nun rund 150 Stufen hinunter, Peter sichert hinten um einen Sturzflug zu vermeiden.

Chinesen, Deutsche, Italienische Touris sind beeindruckt, was so ein Swiss Trac leistet!!

Felsengräber

Unsere Zeitreise geht noch weiter, wir besuchen noch schnell eine Galerie von vier Felsgräber, von den Königen Darius, 522 – 485 v Chr. / Xerxes / Artaxerxes/ und Darius ll 425 – 405 v Chr.
Riesige, in den Kalkstein gehauene Monumente!

Felsengräber

Sooo, genug antike „STEINHAUFEN“ für heute!

07.10.2017 Shiraz

Auf dem gleichen Platz, steht neben uns ein „HOTELBUS“, darin können ca 20 Personen gleichzeitig Reisen, Kochen, Schlafen etc. Diese Gruppe ist rund 32 Tage unterwegs ab München und bereist den IRAN während 20 Tage, jedoch OHNE bis zum Golf v Persien zu Fahren!

Der Bus für unsere Stadtbesichtigung erscheint pünktlich und fährt ohne mich los, ich muss meine Schulter etwas schonen und mache Büro!

Walda erzählt:
Shiraz ist die Heimatstadt ALLER Persischen Könige.
Hohe Bedeutung hat die Med. Forschnung, vor allem die Leber Transplationen sind hier im Iran, aber auch im Nahen Osten gross gefragt…(komisch..OHNE Alkohol)!
Männer dürfen auch LEBERN von Frauen inplantieren lassen!
Im Frühling blühen in der ganzen Stadt tausende von „Bitteren Orangen Bäumen“ und verströmen einen herrlichen, frischen Duft!
Aus den Blüten wird Extrakt hergestellt, mit wunderbarem, Orientalischen Duft.

Bitter-Orangenbäume

Der bekannte und auch heute noch überaus geschätzte Dichter
Hafez, lebte im 14 Jhd. in Shiraz, seine Gedichte werden gerne am Jahreswechsel im Familienkreis reziziert.
Seine Grabstätte wird auch heute von vielen Verehrern besucht.

Grabmal aus Alabaster

Ein besonderes Juwel ist der ERAM Botanical Garden, entworfen und angelegt im 1037 – 1193 AC (nach Christus) !

Eram Garden

Blütenpracht im ERAM
Blütenpracht im ERAM

Shiraz hat natürlich einen BAZAR zum endlos herumstöber

Kühler Bazar im Stadtzentrum

Kühler Bazar im Stadtzentrum

Dachreparatur im „Chischtli“

Am Späten Nachmittag wird in gemeinsamer Arbeit, das Dach von Peter’s Chischtli ausgebaut, neu abgedichtet und wieder Eingebaut!!

06.10. 2017 Moghdan – Shiraz 480 Km


In westlicher Richtung fahren wir weiter dem Meer entlang, es ist 0800 Uhr und wir schwitzen bei 34 Grad, das kann ja heiter werden!
Vor Bandar Taheri fahren wir ca 50 – 60 Km an Oel-Rafinerien vorbei..ein unsägliches Gewirr von Millionen von Rohren dient hier für das Aufbereiten des SCHWARZEN GOLDES SOWIE DES ERDGAS!!

Eine Kilometerlange „Rohrschlange“

Keine Olympische Flamme
Es müssen über 100 hohe Kamine sein, wo das anfallende Gas abgefackelt wird..10-15 M hohe Flammen schiessen mit schwarzem Rauch zum Himmel, die Luft könnte man abstechen und es stinkt fürchterlich!! (Wie kann man hier LEBEN u ARBEITEN??)
Keine Olympische Flamme

Von weitem sehen wir riesige Verladestationen, wo das Oel/Gas in grosse Tanker gepumpt wird!
Wir versuchen das GANZE zu Begreifen u Verstehen und müssen uns eingestehen, dass wir auf unserer „Traumreise“ schon so manchen Liter Dieselöl verbrannt haben.
Wir fühlen uns MITSCHULDIG an solchen monströsen Anlagen!!

Nun biegen wir rechts ab und fahren in nördlicher Richtung über unzählige Gebirgszüge (2500 M) u Täler SHIRA entgegen.
Auch auf dieser guten Strasse hat es brutale Löcher und Absätze, so dass ich ständig „auf Draht“ bin!
In den Dörfer wimmelt es von fast unsichtbaren „Humps“..genau, einen habe ich übersehen und wir hatten „Flugwetter“!
Wir staunen immer wieder, wie viele Oasen grün u bepflanzt sind, dank Bewässerungssystemen wird z.T. sogar REIS angepflanzt!!
Schon weit ausserhalb der Stadt Shiraz fahren wir entlang einer Kilometer langen „METZGEREI“!!
TAUSENDE von Schafen u Ziegen stehen in Gehegen in der Warteschlange und sehen zu, wie ihren Artgenossen gerade das FELL über die Ohren gezogen wird! Ja, natürlich hat es auch jegliches Federvieh, die wohl bald gerupft werden!
Es ist Freitag und es herrscht ein Riesen Andrang um Fleisch zu Kaufen!!
Noch etwas benommen von dieser „MASSENSCHLÄCHTEREI“ fahren wir durch die grüne Stadt und treffen…(einmal mehr als LETZTE) auf dem Stellplatz ein.
DAS heisst aber auch, wir können übermorgen beizeiten Wegfahren!!
WALDA ist nun nicht mehr zu bremsen:
Nach vielen „heissen“ Tagen und literweise Schwitzen und verdunsten, lüftet sie unsere gesammte Bettwäsche und bringt ALLES zum Waschservice, welch ein Luxus!
Es ist herrlich kühl, als wir unseren „Hörnlisalat“ verdrücken und jedem, der gerade vorbei geht, noch eine Schale davon mitgeben….
WEIL, ich war gerade im „SCHNIPSELEIFER“ und so wurde die grösste Schüssel randvoll!!
Anschliessend diskutieren wir wieder über unsere Heimfahrt durch die Türkei, ev. fahren Maya u Peter doch mit uns ein Stück Richtung Istanbul!
Ein kühles, wohlriechendes Bett wartet auf uns,,WUNDERBAR!!

In Gedanken versunken liege ich in der „Haya“ und möchte, nach 145 Tagen, unserer wunderschönen/interessanten Reise, ALLEN, die uns geholfen haben, dass dieser TRAUM wahr werden durfte..
VON GANZEM HERZEN *“D A N K E“* SAGEN !!!

SCHÖN, DASS ES EUCH GIBT!!

05.10. 2017 Dezhgan – Mogdan 240 Km

]Walda hat die „FAKIR-Prüfung“ bestanden und die ganze Nacht im Sand geschlafen (rel. Hart) , auch ich habe, der Wärme entsprechend gut „gepfuuust“ und das Luftbett hat sich bestens bewährt!
Es war eine „TRAUMHAFTE NACHT“ mit Sternenzelt und fast Vollmond und das direkt neben dem glitzernden Meer, einer leichten Brise bei mind. 28 Grad!!!
Die Flut kommt langsam und die Gischt verpasst uns um cm!

DAS SIND UNBEZAHLBARE FERIEN AM MEER….IM OKTOBER !!

Jetzt geht’s aber weiter auf gutem Asphalt Richtung Bandar Chack, wir besichtigen noch schnell einen „GUGELHOPF“ DAS sind die Wasserspeicher, welche wir überall schon von weitem gesehen haben…der Müll rundherum ärgert uns einmal mehr!!

Tiefe Wasserspeicher stehen noch überall

Von weitem haben wir eine Schiffswerft entdeckt, wo Holzboote in Bearbeitung sind. Die Wache lässt uns herein, verbietet uns Walda aber das Fotographieren!!
Schnittige Fischerboote

An alten, bis Uuuralten Holzbooten werden kleine, bis ganz grosse Renovationen durch geführt!
Schiffswerft, Arbeiten wie vor 50 Jahren[/caption
Neue Unterwasser Anstriche, ganze Oberdecks mit Steuerkabine werden in Handarbeit mit der Bandsäge und wenig maschineller Unterstützung angefertigt! Zwischen die einzelnen Holzbohlen wird minutiös Hanfschnüre mit dem Meisel eingeklopft, diese Arbeit allein dauert viele Tage!!
Auf einem separaten Gelände werden auf einer sehr grossen Bandsäge TEAK – Baumstämme geschnitten, wir schätzen den Balken auf ca 90 x 40 cm.. ein Riesending, wir vermuten, dass dieser Balken in der Mitte des Schiffes der Längsstabilitation dient!!
Wir fragen einen älteren Herrn, welcher mit seiner schneeweissen „Kluft“ extrem aus dem Gewirr aus Baumstämmen/Bretter und Sägemehl sticht, woher das Holz kommt..
Aus Singapur wird das TEAK-Holz importiert, wo es gefällt wurde, interessiert hier bestimmt niemand!!
Nebenan steht ein fast fertig gebautes Fischerboot, verwaist.. ev. Ist dem Auftraggeber das Geld ausgegangen….keine Ahnung!
Auf diesem weitläufigen Gelände könnten wir noch lange herum schlendern und den dunkelhäutigen Menschen beim Arbeiten Zuschauen….Arbeits-Technik und Unfallverhütung sind hier Fremdwörter, ob auf 7-8 Meter Höhe, beim Schleifen, Schneiden mit der „STUMPFEN“ Motorsäge, fast alle sind bloss mit Strand-Latschen unterwegs…unsere SUVA-Unfallversicherung , würde bestimmt einen 1000 – Seitigen Rapport schreiben….oder die Werft gleich schliessen lassen!!

Jetzt aber schnell auf zum Fischmarkt, wir möchten frischen Fisch einkaufen für heute Abend…ABER die Halle, Sauberkeit und Fisch Angebot überzeugen uns gar nicht, so dass wir uns schnell vom ACKER machen. Wir drehen noch schnell eine Runde dem Meer entlang, in der Hoffnung , einen Verkaufsstand zu finden.
Das sieht ein LKW – Fahrer und da er uns helfen will, hält er auf der Strasse 2 Rollerfahrer an und fragt nach Fisch….nix zu machen, wissen die, heute durfte nicht gefischt werden???

Peter hat gestern noch extra einen Iranischen Guide wegen der Strasse gefragt, weil im Roadbook stand, Strasse für WOMO mit langem Ueberhang nicht befahrbar!!!
Antwort war: Gut befahrbar, wegen grösseren Arbeiten im letzten Jahr.
So entscheiden wir uns für die interessante Küstenstrasse….nach ca 20 Km geht’s dann aber tüchtig zur SACHE:
Alle paar hundert Meter werden 150 cm hohe Rohre verlegt, damit das Regenwasser unter der Strasse durch geführt werden kann.
Neben der Strasse wurde mit dem Pneulader einfach ein neuer WEG durch die Bachbette geschaufelt, mit happigen Gefälle, rauf wie runter!!
ZIG-Male knirscht und kratzt es unter meiner Kiste gewaltig, obwohl ich versuche möglichst schräg die Talsohle zu durch queren.
Walda und Peter haben viel zu TUN!
Der Holperweg zieht eine weite Schleife in das Gebirge…da traue ich meinen Augen kaum…ein Fuchs..NEIN viel zu gross, zu braun/grau..ein Wolf?? Natürlich ist er unterdessen schon lange verschwunden..aber ich beobachte das Gelände und vermute den einzigen Weg, den der Wolf laufen kann..
[caption id="attachment_1442" align="aligncenter" width="660"] UNSER Wolf am Golf von Persien


UNSER Wolf am Golf von Persien

Walda stresst wie verrückt mit dem Fotoknips-Apparat und kann drei Fotos schiessen, bevor er lautlos hinter Felsbrocken verschwindet..
UFFF.. dreimal durchatmen.. wir haben einen WOLF im IRAN beobachten können..in freier Wildbahn, direkt am Meer..!!
Wir fahren bloss 200 Meter weiter und sehen etwas komisches im seichten Wasser hocken..wir rätseln noch immer, als der Seeadler aus dem 34 Grad warmen Wasser hüpft und patschnass davon fliegt.
Seeadler beim Baden gestört

Zum Trocknen aufgehängt!

Der Kerl fliegt nun ca 3 Km vor uns her und setzt sich immer wieder auf Elektro-Kandalaber um sein Gefieder zu trocknen!
An einer Gabelung suche ich einen Weg, da winkt uns eine Frau in Richtung eines Dörfchens, das wir nun auf PW-breitem Weg durch Holpern, verwunderte Kinder und Frauen, mit Afrikanischem Aussehen bleiben stehen und mustern uns argwöhnisch!
Dunkelbraun, fast schwarz ist ihre Hautfarbe und es kommen uns Frauen entgegen, mitschweren Lasten auf dem Kopf, notabene mit hoch erhobenen Hauptes!
Obwohl wir uns pausenlos durch diese Piste Kämpfen, brauchen wir für die ca 60 Km unheimlich viel Zeit.
Vom letzten Abschnitt, wieder auf Aspalt, sehen wir nichts mehr, die Dunkelheit hat uns überholt!
Freunde senden schon SMS und fragen nach unserem Aufenthalt!!!!
Ja, es wird 1830 Uhr, bis wir auf dem Platz stehen.
Monika serviert uns freundlicherweise Fisch und Salate, welche vom heutigen Grillabend übrig sind, Herzlichen Dank, zum KOCHEN hätten wir bestimmt keine Lust mehr !!

Walda und Maya sind schon bald darauf unterwegs zum nahen Meer und waschen den Schweiss vom heutigen Tag ab im „warmen Wasser“ ….immer noch 34 Grad!!

Ich will einen Versuch unternehmen bei Tageslicht und wir stellen den Weckdienst auf 0600 Uhr…
Heute ist nun Vollmond, (keine genauere Beschreibung möglich)

Einfach nur MÄRCHENHAFT SCHÖN!!!

Walda schläft heute auf meinem Lift..(mit Luftbett) und ich versuche mein Glück im Bett mit Ventilator….es ist jetzt bald 2300 Uhr und das Thermometer sank erst auf „angenehme“
32.5 Grad!!

04.10. 2017 Genu – Dezhgan 170 Km

Heute gehen wir den Tag gemütlich an, sind doch nur wenige Km zu bewältigen, auch wieder einmal schön!!
Der Verkehr nimmt gewaltig zu und das erfordert doch einiges an Aufmerksamkeit!
Landschaftlich gibt es nichts Neues im „Süden“ und auf guten Strassen umfahren wir schon bald die Hafenstadt Bandar Abbas..
Es ist eine unerträgliche Mischung aus Staub, Abfall, LKW-Friedhof, Beizen, Reparatur Werkstätten, etc…wir würden hier nie freiwillig anhalten…
Diesel Tanken hat beim 3. Anlauf auch geklappt, Preis wie immer 12 Rp pro Liter….wir bezahlen immer das Doppelte des Normalpreises von 300 Rial.. 6 Rp
Kurz nach dem Mittag klettert das Quecksilber wieder über 39 Grad, ABER als wir dem „PERSICHEN GOLF „ entlang Gondeln, weht doch ein schwaches Meeres Lüftchen .
Auf einem „TRAUMHAFTEN PLATZ“ stehen nun alle in Reih u Glied …

Eine Affenhitze, sag ich Dir!

Wir haben DICH zum fressen gern!

WAU..WIR SIND AM PERSISCHEN GOLF ANGEKOMMEN, nach 143 Tagen stehen wir am türkisblauen herrlich warmen Meer.. 34 Grad!!

Nur übel, dass ich keinen Zugang zum Strand finden kann, obwohl ich mit dem Swiss Trac über 2 Stunden danach gesucht und fast 8 Km herum gefahren bin!!!

Soo muss ich einmal mehr auf ein herrliches Bad verzichten!

Um 1800 Uhr, es ist schon Dunkel, bei herrlichem (fast-Vollmond) serviert uns das Seabridge-Team einen herrlich, leckeren Fisch (Moräne), alle bringen einen Salat dazu, „mein Kartoffelsalat“ übertrifft natürlich alle bei Weitem….ha, ha, smile, (meine Meinung)

Wir pumpen unser Luft Bett auf und machen es uns direkt über dem Meer gemütlich..auch ohne Duvet werden wir bestimmt nicht frieren!!

Direkt am Strand

Herrliche Abendstimmung

03..10. 2017 Kerman – Vor Bandar – Abbas 480 Km

Die ersten ca 100 Km unserer heutigen Fahrstrecke sind facettenreich, Plastikflaschen OHNE ENDE,, Pistazien Plantagen, fast OHNE ENDE, schwarze Wüste, (meist irgendwie umgegraben) wir bekommen den faden Eindruck, dass , vor allem vor den Dörfer/Städten, grosse Wüstenabschnitte nur noch als Abfall-Deponie oder neues Bauland nützlich ist..
Bandar Abbas ist der grösste u wichtigste Hafen Irans, von hier werden riesige Mengen an Erdöl und Gas verschifft.
Waren im Nördlichen /Östlichen Teil Irans uralte Mercedes (Normallenker) auf den Strassen dominierend, so sind hier auf den sehr wichtigen Verbindungen zum PERSISCHEN GOLF unzählige neuere Scania Sattelauflieger unterwegs.
Es werden vorwiegend Stahl u Kupfer transportiert sowie natürlich Oel/Gas und Kohle!!
Waren wir durch die Wüste Kavir oft fast allein unterwegs, so herrscht hier sehr starker LKW-Verkehr.
Lange „Elefanten-Rennen“ sind leider normal und blockieren unsere Fahrt immer wieder.. vor allem AM BERG sind die stark überladenen „Stahltransporter“ im Schneckentempo unterwegs!

Vier Zugfahrzeuge ziehen den TatselwurmA

24 Achsen tragen diesen „Zylinder“

Wir überqueren 2 Pässe von über 2500 m.ü.M die Gesteinsformationen leuchten in allen Farben, wunderschön, dazwischen tauchen öfters grüne Oasen mit grossen Dattelpalm Plantagen auf, herrlich für unsere Augen.
Schattige Palmen, oben grün, unter voller Müll!!

Datteln in allen Variationen käuflich!

Nach Kerman..1700 m.ü.M und der Passhöhe 2500 m geht es nun stetig Bergab, das Thermometer allerdings schiesst regelrecht in die Höhe, Maximalwert —42.5 Grad werden angezeigt, bbbrh… die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60-70 Prozent…“Waschküchen-Klima“ wir sind mega froh um die Klimaanlage im Sprinter!!
In Genu stehen wir auf einem riesigen Parkplatz einer etwas verweisten Freizeit-Park Anlage..
Wir getrauen uns kaum aus zu steigen.. müssen es ja trotzdem TUN und sind auf der Stelle „Pätschnass“,, das kann ja heiter werden!!
Hochsommerliche Temperaturen bis 42.5 Grad

Zum Nachtessen kreiere ich wieder einmal ein GULASCH…nur merke ich etwas spät, dass wir weder Bratensauce noch Wein haben..(IRAN lässt grüssen)!!
Uschi u Bruno gesellen sich zu uns und wir geniessen den herrlichen, heissen Abend.. und das trotz allem feine Nachtessen!!
Wir messen um 2300 Uhr noch satte 36 Grad draussen, im Innern unseres WOMO will es nur zaghaft abkühlen und so legen wir uns nach Mitternacht auf die heissen Matrazen..Schlafen, ja denkste!!
Rund um unsere WOMOS schleichen über 10 Katzen und einige Hunde umher und miauen und
Bellen die ganze Nacht!!!
Meinen SCHLAF kann ich in Minuten zählen!!

02.10. 2017 Kerman


Wunderbar abgekühlt starten wir mit dem Bus Richtung Stadt und fahren zuerst zu einem Bäderhaus des Kahns, geplant war ein Halt von 10 Min. ABER es wurden wieder „heisse – Fragen an unseren Guide gestellt, so dass es länger dauerte, ich durfte sooo lange im Bus an der Sonne braten…!

Interessante Gebäude

Heute haben wir ein „DREAM TEAM“ von einem Fahrlehrer u seinem Lehrling am Steuer, der Meister stinkt wie ein Kameltreiber, welcher gerade die Sahara durchquert hat…UND sitzt direkt neben mir, sogar ab u zu über mir, wenn er an der Lüftung herumschraubte…brrrh meine Geschmacksnerven „hyperventilieren“!
Der Lehrling geniesst vermutlich seine 2. Fahrstunde, fährt schon recht drauf los, obwohl er noch nicht genau weiss, wo sein Gefährt vorne anfängt u hinten aufhört. So hängt sich denn der Chef aus der Vordertüre und dirigiert lauthals drauflos.
Verkehrsberuhigung „Humps“ schätzt er nicht besonders und überfährt im Laufe des Tages bestimmt 10 davon in voller Fahrt, was dem „Meister“ jeweils ein tiefes Grunzen entlockt und uns aus den Sitzen hebt!
Herrlicher Bazar, für Einheimische

Herrlicher Bazar, für Einheimische
Herrlicher Bazar, für Einheimische/caption]
Der Bazar ist riesig, angenehm kühl…(wir haben Aussentemperatur von 26 Grad), keine Touris und zur Freude unserer FRAUEN ein herrliches Angebot an Kleider, Schuhen, Stoffen, Kopftücher Millionenfach, herrlich, den seit wir im Iran eingereist sind, ist die Garderobe bei den weiblichen Reiseteilnehmer das Gesprächsthema Nr. 1.
Das braucht Zeit und bringt den Zeitplan in Bedrängnis..so dass der Besuch im Teehaus etwas gekürzt werden muss.
Auf dem anschliessenden Gemüsemarkt kaufen wir noch feines frisches Gemüse ein…
ABER sonst, das muss auch gesagt werden, ist der Bazarbesuch für uns Männer nicht der Brüller..Kein Bauhaus od Jumbo, keine hübschen Frauen..alle huschen in schwarzen Gewänder an uns vorbei.
[caption id="attachment_1412" align="aligncenter" width="660"] Nichts für schwache Nerven „Nachts“

In der BIBEL steht schon geschrieben;
Sie trugen seltsame Gewänder UND irrten planlos umher!!

Die nächsten Tage haben wir wenig Infrastruktur und so kaufen wir im Supermarkt ein, was noch fehlt.
Lebendig…zu Hause angekommen präpaiere ich einen meisterhaften „Walti-Gemischt Salat“ für 6 Personen..natürlich wurde DER sehr gerühmt, ist doch keine Frage!¨
Wir nähern uns dem „Persischen Golf“ was beim heutigen Meeting diskutiert wird. Wir werden dort vermutlich noch einmal tüchtig heiss kriegen und hohe Luftfeuchtigkeit „ertragen“ müssen!!

01.10. 2017 Yazd – Kerman 380 Km


Menschenleer sind Strassen und Quartiere, das Ashura-Fest hinterlässt seine Spuren. Gut für uns, so sind wir schnell aus der Stadt und fahren in Südöstlicher Richtung, Kerman entgegen!
Heute bewältigen wir eine reine FAHRETAPPE, ohne grosse „ABENTEUER“.
Wenn inmitten der kargen Wüste ein Dorf auftaucht, ist es meist menschenleer, schmutzig, verwahrlost..schaade!
Einen Hingucker gabs aber allemal:

Pistazienfelder so gross wie der Aargau

Schäbige Unterkünfte für Beobachtungs-Posten in den Feldern

Wir halten bei einem kilometer langen Pistazienfeld an, die Frauen verschwinden zwischen den Pistazien-Sträucher/Bäumchen und begutachten die Früchte!
Es dauert drei Minuten und ein bärtiger Wachposten…(OK, fast ALLE haben einen schwarzen Bart) kommt auf seinem Motorrad angebraust!!
Freundlich wie fast alle Iraner erklärt er den „Mädels“ (Walda ohne Kopftuch) den Anbau der Pistazien…(auf Farsi natürlich) das heisst, wir wissen jetzt gleich viel wie vorher, haben aber immerhin eine Handvoll Pistazienkerne bekommen..merci!
Die Strassen sind meist in gutem Zustand und so drücken wir wieder einmal auf die „Tube“!
Obwohl die „Beschilderung“ eigentlich 60 Kmh vorschlägt, lasse ich den Tempomat bei 111 Kmh stehen und unterschätze eine Brückenüberführung komplett:
Wir „FLIEGEN“ über die Brückenkante, (nur Skispringen ist schöner)
aber die Landung ist hart und laut, so dass Walda, (welche grad ein Nickerchen macht) im WOMO STEHT!!
Ihr Kommentar….folgt später!

So stehen wir am frühen Nachmittag vor dem Hotel Kerman Tourism Hotel in der prallen Sonne bei 36 Grad.
Peter hilft mir bei einer kleinen Reparatur an der Sonnenstore, bei Werner „lödelet“ die Beifahrer Türe, ebenso bei Alfons.
So habe ich heute „Grossverbrauch“ an „Schraubensicherungsmittel“, die unzähligen Vibrationen fordern ihren Tribut!!

UPS… in 30 TAGEN stehen wir in BATUMI an der Türkischen Grenze und unser „tolles Reislein“ mit der Gruppe wird hier beendet!!
Ein ECHT komisches Gefühl überfällt uns…wir sind doch erst gestartet!!!

WIR sind eine SUPERTOLLE REISEGRUPPE

19 WOMOS, ABER nur selten im KONVOI UNTERWEGS