PANAMERICANA …………………. Rio – Iguazu – Buones Aires – Ushuaia – Mexiko – USA – Kanada Alaska… 29. Okt. 2019 – …

Liebe Familie, Bekannte, Freunde u Feinde..(äh solche haben wir zum Glück wenige)…

Zusammen sind wir ganz schön stark und meistern auch schwierige Situationen!

Wir dürfen einen weiteren „Lebenstraum“ in Angriff nehmen und starten mit unserem WOMO ein weiteres Abenteuer….Dauer ca 1 Jahr, sofern unser „Rollendes Hotel“ oder Haus auf Rädern wie die Chinesen sagen, fit bleibt und auch wir gesund und NEUGIERIG bleiben!!

Unsere Reise – Route

So sieht unsere Route aus, bis in die USA reisen wir mit Seabridge mit 20 Womos und knapp 40 unternehmungslustigen „Grauen Panter“, welche rund 35 000 Km auf Asphalt und Schotterpisten abspulen möchten!

Reisevorbereitungen

Obwohl wir die Reise bis in die USA in der Gruppe geniessen wollen, umfasst unsere „To do“ – Liste stattliche 2 Seiten.

Hart im „NEHMEN“ !

Unser 10 – jähriges WOMO wird schon am 5. Jan. 19 in die Werkstatt gefahren, in der Hoffnung, dass bis zum Frühling wirklich sämtliche Neuerungen u Anpassungen erledigt werden können.

Wir brauchen sehr viel Stauraum für alle meine Pflegeartikel etc, deshalb haben Pedro, mein Schwager und ich diese Box mit 500 Lt. Fassungsvermögen, „bombensicher“ montiert!
Zusätzliche 2 Solarzellen, zusammen mit 3 neuen 120 Ah AGM-Batterien und Ladebooster, sollte unsere Stromversorgen AUTARK funktionieren.

NUN…wir schafften es knapp, trotz vielen Pannen, Aerger, Frust und grossen Auslagen, unser WOMO bis zur Verschiffung am 23.9.19 Reisetauglich zu kriegen.

Die Reise nach PEISSENBERG im Allgäu habe ich unternommen, um unser WOMO fix zu machen für Fahrten in grosse Höhen, auch anstehende 5000-er sollten wir jetzt bezwingen können. Unser Sprinter hat jetzt 35 Rennpferde mehr unter der Haube und läuft wie die „Sa…“
Das Schlimme daran ist, ich musste diese Tour 4 Mal abfahren (3000 Km) und die Motorstörungslampe brennt immer noch!!!


Um unsere Reise in den USA ohne Zeitdruck rundum geniessen zu können, entschieden wir uns für ein 180 Tage Visum, das zu beantragen war echt sportlich und wir mussten auch bezeugen, dass wir nicht die Absicht haben in den USA zu Prostitutionieren oder Terroristische Anschläge zu verüben.. In der US-Botschaft in Bern, waren wir allerdings auch sehr sportlich unterwegs und waren mit (Rollibonus) in 20 Minuten wieder vom ACKER.. die meisten brauchen für diese Aktion gut 2 Stunden!
Hart erkämpftes US-Visa
In unserer Garage blieb kein Plätzchen mehr übrig!

Womo Verschiffung am 23. September. 2019 in ZEEBRÜGGE / Belgien

Mit dieser Japanischen Fähre „Wisdom Ace“ wird unser WOMO nach Zarate / Buenos Aires verschifft.

Sieht mächtig aus…unser Dampfer!!
Am 16. 10. 19 hat die Wisdom Ace in Zarate / Buenos Aires angelegt.
Nun steht unser WOMO bis am 05.11.19 im Hafen….wenn das nur gut geht….!!

Unser Abreisedatum kommt unaufhaltsam näher..unsere Nerven sind auch nicht mehr die besten, wir müssen unseren Trip einmal mehr hart verdienen… Reifenpannen etc. halten uns auf Trab!!

Es gibt Rolli-Felgen, auf die keine Reifen passen wollen..Kraftakt 2 Tage vor Abreise.. Ein def. Neureifen hat mich 2 Std. Arbeit gekostet!

29.Oktober 2019

Tagwache um 0200 Uhr.. letzte Verabschiedung von unserem „Holzhüsli“… Wehmut vermischt sich mit Freude und Neugierde…auf das kommende Jahr!

Unseren herrlichen Garten werden wir sicher ab u zu vermissen!

Bei Nieselregen fahren wir nach Aarau und holen unsere Freunde Monika u Paul ab.. wir waren gestern schon mal da, um das Gepäck zu holen und erfuhren erst im letzten Moment, dass bei IBERIA nicht am Vortag eingecheckt werden kann. Ich bange um einen geeigneten Sitzplatz, um die lange Reise unbeschadet zu überstehen.

Obwohl wir vor Schalteröffnung anstehen, sind dann aber scheinbar ALLE Rolliplätze belegt…. genau..am VORTAG konnten wir nicht einchecken..trotz div. Tel u MAIL… (Mir kommt das echt SPANISCH vot.

29. Oktober 2019 0730 Uhr

Fast pünktlich heben wir ab und Madrid kommt schon nach gut 2 Std in Sicht…

Unverzüglich werden wir von spez. Guides durch den riesigen Flugplatz geschleust, es wimmelt buchstäblich von gehbehinderten Reisenden und unglaublich vielen „HELFER“!

Ich lande etwas konsterniert auf meinem Platz 33C, mein „ABSTELLPLATZ“ für die nächsten 10 Flugstunden., die elend laaaang werden.

Unsere Gepäckstücke… total 2 Koffer, 1 Wilsontasche, 2 Rucksäcke u 1 Trolley, Gewicht ca 85 Kg, konnten wir in Rio in Empfang nehmen. unsere Freunde vermissen aber div. Koffer…

30. Oktober 2019 Rio mit Guide Walmir de Lima

Suche Walter…im Aug. fand ein Lauf durch Rio statt!

31.10.19 Rio.. Morro da Urca

Wir fahren heute auf den „Hausberg“ von Rio mit der Seilbahn in 2 Etagen und haben eine tolle Rundsicht auf Rio und Umgebung.. Auch auf 450 M.üM schwitzen wir bei 37 Grad ganz doll.

Der Andrang auf diesen Aussichtspunkt ist riesig!!

Was wäre Rio OHNE Carneval…wir dürfen in die „heiligen Hallen“ schauen, wo schon jetzt die Vorbereitungen für den nächsten Carneval laufen, in riesigen Hallen wird geschweißt und geschliffen auf Hochtouren. Fotografieren streng verboten, das Moto wird erst einen Tag vor der grossen Show gelüftet. Nur die besten 10 Gruppen feiern in der höchsten Liga mit entsprechender TV-Präsent und die besten 5 Gruppen werden auf einer Strecke von ca 800 Meter, umsäumt von hohen Tribühnen auserkoren.

Wir besuchen noch eine ganz spezielle Kathedrale, von außen wie eine Pyramide, innen überraschend schön..

In einem feudalen Restaurant verpflegen wir uns an einem „Super-Buffet“ , wenn das so weitergeht, haben wir ganz schnell ein paar Kilo mehr auf den Rippen!

1. November 2019 Flug nach Iguazu

Wir werden ganz schön geduscht!
Immer wieder überspannen tolle Regenbogen die Wasserfälle.
Mit einer alten „Holperibahn“ fahren wir zu den ARGENTINISCHEN IGUAZU Wasserfällen!
Argentinische Flagge mit Sonne im Wappen.
Eine Uebersichtstafel der gesamten IGUAZU Wasserfälle!

Wir fahren nach dem Mittag in den nahe liegenden Privat Tierpark.

Diese Echse hat eine Grösse von ca 120 cm
Diese kleinen putzigen Nasenbären können ganz schön frech sein, ALLES fressbare wird geklaut!

4. November 2019 Iguazu – Buenos Aires

Unser Flug nach Buenos Aires verspätet sich wegen schweren Gewitter um gut 4 Std und so hängen wir mit Hunderten von anderen Passagieren im Warteraum herum!

Schweisstreibende Arbeit, bei 38 Grad werde ich über die Treppe hoch geschleppt!

5. November 2019 Stadtbesichtigung von Buenos Aires

Wir geniessen die „Sommerlichen Temperaturen“
Im ärmlichen Quartier Boga leben auch viele Künstler, leider ist hier die Kriminalität sehr hoch!
Sehr lebendig und fröhlich, ABER ab 1800 Uhr für Touris unpassierbar!
Argentinier sind absolute „Fleischfresser“ 2 Kg an einem Festtag ist so ziemlich normal!
OHNE Worte…aber mit vielen PFOTEN!
Dieses „Bäumlein“ soll gut 2000 Jahre alt sein.
Grab von Staatspräsident Perron
Im Hotel Palace geniessen wir mit unserem Reiseführer GERD ein mega feines Mittagessen!
In einem ehemaligen Theater besuchen wir eine riesige Bibliothek!!

7. November 2019 Fahrzeug Übernahme im Hafen von Zarate.

Wir fahren schon um 0700 Uhr los Richtung Hafen von Zarate um unsere WOMO aus zu lösen. Wir reisen mit Sack u Pack und werden von dort direkt weiter fahren nach ARECO !

Wir brauchen gewaltig Geduld, 7 Fahrzeuge (auch unseres) wird gescannt und zu guter Letzt wird noch ein Drogenhund angefordert, sie finden aber meine div. Antibiotika im Kühlschrank auch nicht!

Der Camping Platz von ARECO ist der HAMER.. es soll einer der schönsten sein von ganz Argentinien!!!
Am diesem Weekend findet hier eines der grössten Gaucho – Pferde Fest statt, mit ca. 1200 Pferden
Die meisten Pferde lieben Wasser, ABER wenn sie „Reingepeitscht“ werden verstehe ich diesen Spass nicht mehr!
Dieser „hochdekorierte“ Züchter erhielt viel Anerkennung u Hochachtung!
Überraschend viele junge Reiter sind unterwegs!
Vier Tage alt und schon dabei am grossen FEST, ich meine natürlich DAS Fohlen rechts!
Weisse, Braune, Schwarze, Schecken aller Art es wimmelte überall von Pferden und Reitern!
Schwein gehabt, zum Glück landete hier kein Pferdchen!
DER Beduine Lorenz wartet vergeblich auf das „KAMELRENNEN“ !
FRÜH übt sich!
Sehr lange ANREISEN werden mit dem Pferd zurück gelegt, Uebernachten im Zelt!
Obwohl gerade ALLE „KOPFSTEHEN“ sind wir schon eine tolle Truppe!!
…jetzt steht ihr nicht mehr Kopf 😉 herzlichste Grüsse Mesi

10. November 2019 Areco – Azul 350 Km

Reiterumzug durch das Städtchen ARECO
Im DAMENSITZ Reiten, gar nicht sooo einfach!
Tanzen gehört zu einem solchen Volksfest.
Auch die Liebste hat noch Platz!
Auch der Sheriff kommt natürlich hoch zu Pferd.
Basilica Nuestra Senora De Lujan.
Pferde sind überall, in allen Formen und Einsätzen zu gegen!
Wir durchfahren heute fast endlose Getreidefelder, viele Getreidesilos warten auf neue Füllungen.
Die Weiden enden irgendwo in der Ferne, Tausende von eher kleinen Rinder weiden links u rechts der Strasse.
Wir fahren auf ca 60 m.ü.M und auf den Weiden stehen viele Tümpel u Seen!

11. November 2019 Azul – Monte Hermosa 340 Km

Auf guten Strassen, mit vielen alten Mercedes LKW, welche vor allem Getreide, Rinder und Treibstoffe transportieren, kommen wir trotz teils heftigen Windböen gut voran. Die starken Sturmböen in Patagonien, welche immer wieder PKW und sogar LKW zum Umkippen bringen, machen uns schon jetzt etwas Bauchweh, wegen unserer grossen Eingangstüre!!

„Döschwo“ überholt ganz cool einen der gaaaanz schnellen Volkswagen!

DAS Autofahren, bis jetzt, in Argentinien empfinde ich als sehr angenehm, wenige Stressfahrer, recht gute Beschilderung, mit Karte und Navi haben wir bis anhin alles problemlos gefunden. Etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig sind die zum Teil grossen, OVALEN Kreisel, aber auch an diese werden wir uns noch gewöhnen.

Von der Polizei wurden wir bis Data zweimal angehalten, DAS macht noch Spass, sie sprechen auf Spanisch, wir auf Deutsch, Keiner versteht den Andern, wir rücken Ausweis um Ausweis heraus und irgendwann lässt er uns dann laufen! Wir bedanken uns für die Kontrolle mit Kugelschreiber u Feuerzeug..wau.. das zaubert ein Strahlen auf die Gesichter und mit einem festen Händedruck werden wir verabschiedet.

Entlang der Hauptstrassen sehen wir regelmässig Eingangs Tore zu den meist weit entfernten Haziendas, „La SONADA“ DER KLANG!
Wir sind begeistert von den vielen „EUKALYPTUSBÄUMEN“ ABER auch von den „Einzelkämpfer“, welche gebeugt von ewigen Winden, einsam in Weizenfelder stehen… in Ost / Süd / West / Nord vermischen sich irgendwo in der Ferne, Felder und der Horizont..Füdliblutte Wahnsinn!!
„ESELLENDE“ steht übersetzt auf den Warntafeln, welche direkt auf den brutalen HUMPS stehen, welche hoch und „giftig“ sind!
Am endlosen Strand von Monte Hermoso werden wir leider mit kräftigem Regen erwartet, Walda und Lorenz entdecken auf Ihrer Strand Tour „Entengrosse“ Eier.. nein.. keine Schildkröten sonder Schneckeneier welche durchsichtig sind und eine sehr zähe Hülle aufweisen.

12. November 2019 Monto Hermoso – El Condore 430 Km

Nach dem kräftigen Regen in der Nacht guckt die Sonne schüchtern aus den Wolken und wir starten um 0800 Uhr durch die aufgeweichte Sandpiste Richtung Städtchen. Wir fahren durch ärmliche Quartiere und es fällt uns schwer zu glauben, dass hier schon scharenweise „Touris“ einfallen und den Strand in Beschlag nehmen.

Unterwegs treffen wir noch ein Gespann, mit Achsbruch, vermutlich ein Überbleibsel aus dem Falkland KRIEG.
Strandpromenade von Monte Hermoso, heute grau und trostlos, viele Strassen mit Sandpisten und überall steht das Regenwasser, es braucht etwas Ueberwindung in diese Pfützen rein zu fahren!
Immer wieder sehen wir, etwas von der Strasse zurück versetzt diese kleinen bis grossen roten Häuschen, Gauchito Gil ist der Schutzpatron der Reisenden, Fernfahrer, auch wir bitten um „allzeit gute Fahrt“ !
Sobald nach sehr langer geradeaus Fahrt eine CURVA auftaucht, wird diese gebührend mit markantem Schild angekündigt¨, wenn dann die Strasse noch 2-3 % Steigung aufweist, sind wir bestens gewarnt!
Wir fallen heute in PATAGONIEN ein und werden von einem freundlichen Typ geprüft, ob wir denn wirklich kein Obst und rohes Fleisch im Kühlschrank haben, wegen der FRUCHTFLIEGE UND MAUL U KLAUENSÄUCHE…meine „Klauen“ hat er zum Glück auch nicht angeschaut, ebenso wenig unter die Matratze, wo wir ein Zwischenlager eingerichtet haben.
DAS fängt ja schon gut an…beim Kreuzen mit einem LKW haben wir den ersten Steinschlag kassiert, welcher an unserem heutigen Stellplatz von Claus, Sigi u Paul gleich fachmännisch repariert wird, herzlichen Dank !
Kurz vor unserem Uebernachtungs Platz gucken wir total fasziniert aus dem WOMO…tausende von bunten „FELSEN SITTICHE“ schwirren oft Paarweise oder in grossen Schwärmen über unsere Köpfe. Vom Meer her sehen wir eine ca 20-30 m hohe und einige hundert Meter lange Felswand, wie ein Emmentaler durchlöchert und bewohnt von diesen rastlosen und sehr lauten „Gesellen“!
Sekunden später verhüllen dichte Nebenschwaden alle Brutstätten und für unser Meeting ziehen wir dicke Winterjacken über!

14. November 2019 El Condor – Puerto Piràmides 530 Km

Die 4×4 Fahrzeuge unserer Gruppe können die Route am Meer entlang wählen, müssen aber auf halber Strecke umkehren und haben nun gut 700 Km zu fahren, unsere 2 Unterwalliser graben sich dabei tüchtig ein, sie haben nicht bemerkt, dass sie nur Vorderradantrieb haben…

Nach endlosen trostlosen Kilometer, machen wir in Sierra Grande eine kurze Pause!
Da gibt es von der MFK nix ein zu wenden…noch alles dran, sogar Scheinwerfer! Es fahren noch deutlich schlechtere Karossen umher!
Auf der Halbinsel VALDES möchten wir gerne Wale mit Jungtieren, Seelöwen, Delphine und Pinguine beobachten.
Die ersten Guanakos queren unsere Strasse und überspringen locker den Zaun von ca 120 cm Höhe..
Leider sehen wir auch hier viele dieser Schandtaten!!
Ueber dieser Rampe werde ich ins Schlauchboot befördert, VORBILDLICH..FREUDE HERRSCHT!!
Etwas Geduld muss man mitbringen, aber es hat sich gelohnt, Wale und einige putzmuntere Delphine konnten wir aus der Nähe beobachten…GEWALTIGES ERLEBNIS!!
Wiederum sind wir eine mega tolle Truppe, hier ein Teil davon mit der blonden Reiseleiterin Jeanette !!

15. November 2019 Puerto Piramides – Rundfahrt auf der Halbinsel Valdez 200 Km Schotterpiste

Mit Paul u Monika fahren wir heute eine Tour auf Schotterpisten zu Pinguinen und Seelöwen / Elefanten, bei Punta Hercules können wir die putzigen Pinguine mit schwarzem Frack aus der Nähe beobachten.

Ein Sonnenbad im Fr¨ühling, was gibt es Schöneres!
Toll hier zum Baden, solange keine Orkas in der Nähe sind!
Vor knapp drei Wochen sind wir aus der kalten Schweiz „geflohen“ und können es manchmal kaum glauben:
Wir dürfen hier in Argentinien den „Frühling“ genießen.

Die Piste entspricht einer Teststrecke für Fahrzeuge.. Wellblech vom Gröbsten, es fühlt sich an, als ob in den nächsten Minuten unser WOMO auseinander bricht! Bei einer Geschwindigkeit von 25-40 Kmh ist es schlimm…ab 50-60 Kmh ist kein Gespräch mehr möglich, aus lauter Verzweiflung fahre ich oft 70-80 Kmh, das funktioniert oft ganz gut, wir FLIEGEN über das Wellblech. Wenn das auch nicht mehr reicht, muessen wir schon mal auf 100 Kmh erhöhen oder am Strassenrand fahren.

Wildwest-Stimmung inmitten einer karg losen Gegend, ein paar Schafe und Guanako finden hier knappes Futter.
Wir fahren weiter nach Punta Norte, dort möchen wir neben Seelöwen / Elefanten vor allem auch Orcas beobachten.
Der starke Wind treibt mächtig Sand vor sich her, ohne Sonnenbrille geht gar nix mehr.
Punkt 1248 Uhr sollen wir uns auf der Plattform treffen um die Orcas bei höchster Flut beobachten zu können…
Natürlich kommt heute KEINER, der Ranger sagt ganz cool, wäre auch Zufall, Saison ist März – April,,Ha ha..April ..April!
Zwei drollige Jungtiere.
Dieser Kleine weiss, dass die Orcas heute nicht vorbeiziehen , er könnte sonst eine leichte Beute für die schnellen Räuber werden!
Der CHEF hat einen Einzelplatz, er misst gut 6 Meter und wiegt ungefähr 400 Kg.
Dieses Gürteltier drehte kurz eine Runde um unser WOMO.
Das ist eine „staubige Fahrt geworden“.
Auf dieser Rüttelpiste gehen sogar die Eier in die Brüche.
Nachdem wir über eine Std. Wasser getankt haben, kauft Walda an der Strasse feines Obst u Gemüse ein, dann brach ein hefiges Gewitter über uns herein und waschte etwas Staub von unserem WOMO.

16. November 2019 Puerto Piramides Trelew – Gaiman 180 Km

Wir verlassen die schöne Halbinsel Valdés und fahren gemütlich nach Trelew um uns dort auf dem grossen Parkplatz eines Einkaufscentrum zu treffen. Wir besuchen das naheliegende paläontologische Museum, es soll eines der Besten weltweit sein. Obwohl der Platz bewacht ist, gilt er nicht als SICHER und so bleibt Jeanette zur Bewachung zurück!

Sehr wichtig für die Argentinier…ES muss gross u möglichst berühmt sein..NATIONALSTOLZ !!
Vor der Stadt Trelew steht dieser Saurier.
Der Oberschenkelknochen übertrifft sogar Walda
Fast wie ein gross geratenes Poulet…
Tolle Ausstellung mit div. Saurier, Vegetarier/Pflanzenfresser / Fleischfresser, in verschiedenen Epochen..
Viele Versteinerungen waren ausgestellt..
Original-Dinosaurier Ei, aufgesägt, Grösse ca 30 cm..
Tea Time mit feinen Kuchen..
In diesem Hause verkehrte auch Lady Diana..
Unser heutiger Stellplatz ist kein Hingucker, ABER die gesellige Runde mit Lagerfeuer war grossartig, NUR das Schaf am Kreuz fehlte leider!
Lagerfeuer und ein Glas Wein..wunderbar..

16. November 2019 Gaiman – Caleta Olivia 485 Km

Die lange Tour auf unterschiedlich guten Strassen, verlangt uns u unserem WOMO doch einiges ab. Wenn Bodenwellen und Sturmböen aufeinander treffen, dann brauchen wir oft die ganze Strassenbreite für uns. Zum Glück ist der Verkehr recht moderat und so kommen wir total durchgeschüttelt von Löchern und Sturm heil in Caleta Olivia an.

Die wenigen Bäume sind sich besser an Patagonische Stürme gewöhnt, als wir!
Unterwegs in den trostlosen Weiten Patagoniens, sind solche Begegnungen besonders wertvoll¨!
Die vier Jungs freuen sich riesig über unsere Kugelschreiber..DER STURM…das Normalste in Ihrer Stadt Caleta!
Ganz in der Nähe unseres Stellplatzes, direkt am Meer, können wir aus wenigen Meter Distanz viele Seelöwen beobachten und Fötele…
Der CHEF passt extrem gut auf, dass keine seiner Damen FREMD geht, sonst gibts aber Aerger!!
CHEFSACHE, Alles klar!!
Viele Tonnen Fische wandern hier jährlich in die dicken Bäuche der Seelöwen..
Die Jungen kommen schwarz zur Welt, hier ein kleiner „HALBSTARKER“ lässt uns nicht aus den Augen!

19. November 2019 Caleta Olivia – Puerto Deseado 210 Km

Wir verlassen den wunderschönen Stellplatz am Meer und fahren mit Rückenwind ganz entspannt Puerto Deseado entgegen. Monotoner und karger könnte es nicht mehr sein, nur ein paar Schafe, ein kleiner Fuchs und 1 Strauss können wir auf unserer heutigen Tour erspähen.

Einfach nur schöööön!
Kurz vor Deseado steht ein riesiger Windpark und es kommen noch viele Windräder dazu…
Das kleine Städtchen mit ca 10000 EW lebt hauptsächlich vom Fischfang, allerdings steht jetzt die ganze Flotte im Hafen, weil ein Fangverbot von Nov. – Februar gilt.
In zwei Gruppen aufgeteilt unternehmen wir eine Bootstour zu den nahe liegenden Inseln. Dort leben vor allem 4 Kormoran Arten zusammen.
Es braucht einige starke Arme um mich auf das Schlauchboot zu hieven, aber dank unserer tollen Truppe durfte ich am Ausflug teilnehmen…herzlichen Dank an ALLE HELFER!!
Mit viel Schwung, schaffen es die Seelöwen wieder auf die recht hohen Klippen!
Div. Arten von Seeschwalben wohnen hier, immer schön in Reih u Glied aufgestellt!
Im Hafen lagern schon die Rohre für die nächsten Windräder, angeliefert mit Chinesischem Frachter!!
Vom Winde verweht..ab u zu gab es eine Salzwasser- Dusche dazu!

20. November 2019 Puerto Deseado – Puerte San Julian 390 Km

Nach einer Sturmgepeitschten laaaangen Nacht mit viel Sintflutartigen Regenschauer, lacht ein blauer Himmel über uns, aber das bei 9 Grad, die Temperaturen sinken stetig. Soo heftig hat es bis jetzt tatsächlich noch nie gestürmt, ich hatte Bedenken, dass unsere Dachluken wegfliegen, sie haben vibriert und geklappert wie verrückt.

Strassen OHNE Ende, oft verlaufen sie 50 Km oder mehr schnurgeradeaus!!
Obwohl die Vegetation sehr karg ist blühen oft so kleine Schönheiten.
Kleine Weggenossen treffen wir an unserem Rastplatz!
WAS von Weitem aussah wie ein Emu, war ein Guanako, das sich im Zaun erhängt hat, das Leben ist hart hier draussen!
Guanako in „Steinbock“ Pose!
Nach einer windigen Fahrt treffen wir gegen Abend in San Julian ein.
Das Schiff „NAO VIKTORIA“ welches mit dem Seefahrer Magallanes 1520 hier in San Julian angelegt .
Ueberall sehr präsent, der Katholische Glaube.

21. November 2019 Puerto San Julian – Magellanstrasse / Grenzübertritt nach CHILE 480 Km

Eine lange Fahretappe mit Grenzübertritt steht an und deshalb fahren wir schon um 0645 durch das total verschlafene San Julian Richtung Rio Gallegos. Fast pausenlos fahren wir an kleineren und grossen Herden von Guanakos vorbei, auch die scheuen Nandus sind oft zu sehen, allerdings ohne Jungtiere.

Guanakos in Hülle und Fülle..
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Flamingos
Die Lagune von AZUL, nach einem Vulkanausbruch entstand dieser grosse Kratersee.

22. Nov. Magellanstrasse – Tolhuin 360 Km

Nach nur einer kurzen Nacht heisst es früh raus aus den „CHILENISCHEN FEDERN“ denn wir fahren bloss knapp 2 Std. bis zum erneuten Grenzübertritt, zurück nach Argentinien! Wir staunen nicht schlecht, fast schlagartig fahren wir nun regelmässig an schön gepflegten Farmen vorbei, es ist nicht zu übersehen, dass die Bewohner hauptsächlich von der Schafzucht leben, die Weiden sind auch hier in Chile karg, aber gepflegt mit vielen Wasserstellen. Auffallend sind sofort die modernen Rastplätze für die Fernfahrer.. Der Grenzübertritt schaffen wir nun schon problemlos selber..und erst noch in knapp einer halben Stunde!! Und weiter geht es wieder in Argentinien.

Allzeit bereit für den nächsten Einsatz…Schafe zusammen treiben!

Diese munteren neugierigen Gesellen beobachten uns ganz genau!!
Aus der Baumlosen Steppe steigen wir etwas in die Höhe und fahren bald mitten durch dichte Urwald ähnliche Wälder.
Wir übernachten bei Alfred…ein Leidenschaftlicher SAMMLER u Künstler !
Fast ALLES was wir so achtlos wegwerfen, verwandelt Alfred in kleine u grössere Kunstwerke!
Auf dem grossen Areal könnte man stundenlang herumstreunen und STAUNEN. Feine Grilladen vom offenen Holzgrill dürfen wir geniessen und auch die Tanzbeine werden geschwungen, zum Teil auf dem Tisch!!

23. Nov. 2019 Tolhuin – Ushuaia 150 Km

Nur ungern verlassen wir Alfred und seinen speziellen Camping – Platz..er ist begeistert von meinen Trac und hat sofort Ideen, was er aus meinem Gefährt bauen könnte! Wir fahren weiter den Ausläufer der Anden entgegen, welche zum Teil noch mit Schnee bedeckt sind, Heimatgefühle kommen auf, eine Umstellung nach den letzten sonnigen, warmen Tagen.

Die südlichste STADT der Welt, keine Traumstadt, ABER wir stehen hier mit unseren WOMOS.. am ENDE der Welt, davon habe ich viele Jahre geträumt..EIN TRAUM WIRD WAHR!!
Fast wie am Aegerisee…
Unsere Gruppe wandert ans ENDE der WELT!
Orkanartige Böen fegen übers Land, peitschen den kleinen See mächtig auf und füllen Augen und unser WOMO mit Sand..
Bis Alaska haben wir noch einiges vor uns!!
Wir sind stolz und glücklich, ZUSAMMEN diesen speziellen Punkt der Erde erreicht zu haben!!!
Wir übernachten im Nationalpark, unbeschreiblich schön, es bläst sogar das Wasser aus dem Fluss bis zu unserem WOMO!!
Auf der kleinsten, südlichsten POST bekommen wir für 150 Pesos einen Stempel in den Pass!!
Walda fühlt sich hier im ehemaligen Gefängnis, wie Diheime!
Die Ureinwohner, z.T. Kanu Nomaden, welche auch auf Ihren Boten gefeuert hatten, wurden vollständig ausgerottet!
Täglich ankern in Ushuaia Kreuzfahrtschiffe, Tausende Touris überschwemmen dann für kurze Zeit die kleine Stadt, ein Alptraum!
Wir erleben auf einem einsamen Stellplatz einen phantastischen Sonnenuntergang!
Hans u Lucero feiern „fast zusammen“ Geburtstag und tischen zünftig auf, herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!

26. November 2019 Ushuaia – zurück zur Grenze Chile 310 Km

Es schüttet aus Kübeln, 2 PKW haben uns eingeklemmt, so dass wir uns rausmanövrieren müssen. Leider müssen wir den gleichen Weg zurück fahren, welchen wir gekommen sind…logisch, es gibt keinen ANDEREN.. Rute Nationale NR 3.. diese Strasse sind wir von Buenos Aires bis Ushuaia gefahren… gut 4000 Km. Nach ca 80 Km verlassen wir die Hauptstrasse und nehmen 15 Km PISTE unter die Räder. Obwohl es unterdessen leicht sonnig ist, ist die Piste matschig & glitschig. Bei der „scheinbar grössten“ Schafscheeranlage der WELT, regt sich in den riesigen Hallen aber KEIN BEIN!

Obwohl gerade vor uns 2 Reisebusse eingetroffen sind, haben wir in gut 30 Minuten alle Formalitäten erledigt.. 2 Zöllnerinnen wollen Kariere machen und filzen ALLE Fahrzeuge sehr genau. Div. verpackte Würste etc aus unserem Kühlschrank wandern mit der Dame ins Zollgebäude, Ihrem Aussehen entsprechend futtert sie einen Teil davon selbst, sie ist „KUGELRUND“ !

Starenähnlicher Patagonischer Bodenbrüter.

27. November 2019 Grenze Chile – Punta Arenas 360 Km

Unsere Gruppe ist um11oo Uhr für eine Pinguin Besichtigung angemeldet.. (frühstmöglicher Termin) und so gehen wir die 50 Km gemütlich an.. die letzten 15 Km Schotterpiste mit ruppigem Wellblech plagen unser WOMO wieder tüchtig. Nach kurzen interessanten Infos (sind bei den $ 12.– inbegriffen) gehen wir auf den Pingu-Trail! Es stürmt gewaltig und es herrschen gefühlte -5 Grad…

Bahia Inutil..heisst unnütze Bucht, getauft von Magallan, welcher sich hierher verfahren hatte¨¨
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28. November 2019 Punta Arenas – Puerto Natale 250 Km

Von unserem Waldstellplatz fahren wir in die Stadt Punta Arenas, welche uns mit seinen ca 130 000 EW und den vollen Strassen ungewohnt vorkommt. Mit Paula, einer Deutsch sprachigen Guide ziehen wir drei Stunden durch die Stadt und erfahren viel über die einst sehr wichtige Handelsstadt. Dann verpflegen wir uns noch schnell im „Cafe Bäretswyl“, bevor wir uns auf den Weg Richtung Puerto Natales machen. Wir durchfahren auf sehr guten Strassen hügelige, einsame Gebiete, aber doch mit einigen sehr grossen Estancias, mit grossen Stallungen, Haupt und div. Nebengebäuden!

Ueber unser „Waldhotel“ brummten die ganze Nacht Helikopter..
Ginster in ….
ALLEN..
Farben, wunderschön..M
Denkmäler, auch vom Seefahrer Magellan sind nicht zu übersehen.
Distanztafeln mit Km – Angabe..z.B. Appenzell…14580 Km
Blick vom Mirrador..
Meine liebe „PUCE“
Auf alten Fabrikgebäuden ..
wurden dekorative Gemälde angebracht..
Eine grosse Rinderherde wird auf und neben der Strasse auf eine neue Weide getrieben, wir schätzen, dass es weit über tausend Tiere sind……
DAS kleine Städtchen Puerto Natales wird umrahmt von Bergen, Ausläufer der Anden!

29. November 2019 Puerto Natale – Torres del Paine NP 120 KM

Auf den normal „üblen“ Gravelpisten brauchen wir doch einige Zeit, um auf den schönen Stellplatz im Chilenischen Nationalplatz zu gelangen. Das Wahrzeichen, der Torres del Paine besteht aus drei Nadelförmigen Granitbergen, welche zwischen 2600 bos 2850 m hoch sind. Grosse Teile des Nationalparks sind vergletschert, der grösste und schönste davon ist der Grey – Gletscher, den wir bei schönstem Wetter betrachten können.

Traumhafte Kulisse bei herrlichem Wetter.

01. Dezember 2019 Torre del Paine – Lagune Amarga – Estancia Librun 280 Km

Erster Adventstag und keine Weihnachtsstimmung…wir fahren in den Frühling mit 16 Std. Tageslicht und angenehmen Temperaturen, WENN der verflixte Wind nicht wäre, DER kann uns die Freude oft massiv verderben, Patagonien bereisen dürfen ist wunderschön, ABER immer hier Leben, doch lieber nicht!!

Wir dürfen hier Gäste sein, auf der 50 Hektar grossen Estancia.

Wie schon gestern ist es heute windstill, schöne Strasse, nur ab und zu ein Riesenloch, wir „fliegen“ förmlich unserem nächsten Ziel entgegen, ein Highlight unserer Traumreise…“PERITO – MORENO, einer der wenigen Gletscher, welcher nicht schwindet, sondern jeden Tag ca 1 m vorwärts schiebt, dabei „kalben“ dauernd kleine und grosse Eisbrocken in den Lago Argentino. Ein unglaubliches Erlebnis!!

03. – 5. Dezember 2019 Estancia Librun – El Calafate Gletscher Perito Moreno

Fitz Roy trifft man immer und überall an..
Da hat sich noch Jemand eingeschlichen..
Wir bekommen in der Gruppe viel Unterstützung und spendieren ein Nachtessen..
Fotokurs mit Janette.

06. – 09. Dez. 2019 El Calafate – El Chalten 250 Km

Die Besichtigung des imposanten Gletscher „Perito Moreno“ ist einmalig schön und das bei traumhaftem Wetter…trotzdem verlassen wir nicht ungern den hässlichen Campingplatz, bei dem wir ständig von Sturmböen in Panierte Schnitzel verwandelt werden. Die Strassen sind immer noch erstaunlich gut und wir durchfahren zügig die „endlose Pampa“ wenigstens überqueren wir einige sanfte Hügelzüge, welche in div. braun u Ockerfarben leuchten.

Die Estancia LEON, wo die 3 Bankräuber scheinbar lange Zeit unbemerkt Unterschlupf fanden und erst durch die Fandungsbriefe mit über $ 4000.- Belohnungeld aufflogen.. herrscht heute ein riesen Chaos, mangels anderen Attraktionen, werden die Touris aus aller Welt hier her gekarrt um den scheinbar berühmten „Limon Cake“ zu mampfen….an unserem verstickten wir fast!!

Eingang zum Nationalpark Los Glacieres mit Fitz Roy im Hintergrund..
AUTSCH.. Walda hat sich beim Fotografieren ein paar Stacheln eingefangen..
ganz schööön stachelig..
Geduldig wartet der herzige „Knirps“ vor dem Laden….
Tagwache um 0415 Uhr…wir warten lange Zeit in Kälte u Sturm auf die Sonne..
um 0530 ist es dann soweit, das ganze Massiv des Fitz Roy erstrahlt fast wie „in Gold“..
Einfach nur schöööön…
Ein Schauspiel von nur wenigen Minuten..
Diese 2 besoffenen Idioten hätten mich beinahe am Strassenrand, in hohem Tempo überfahren…
Walda war auf einer 8 Std. Wanderung unterwegs mit unseren „WOMO-Freunden, bei traumhaftem Wetter…
Gletscher des Chico
Fitz Roy im Hintergrund
Tolles und sehr beliebtes Wandergebiet..
El Chalten, erst seit 1985 aufgebaut, boomt heute wie ein Binenhaus…
Wir erlebten hier drei wunderschöne Tage, obwohl ich leider keine Touren in die Höhe unternehmen konnte!!
Klein aber fein..
Dem Hausbau sind „Keine Grenzen“ gesetzt, ausser der Höhe..
Interessantes Visitorcenter..

09. Dez. 2019 El Chalten – Gobernador Gregores 300 Km

Es stürmt und Regnet wie bei „Weltuntergang“, als die arme Walda unseren Wassertank auffüllt, mit feinem Trinkwasser… wir rechnen mit einem trüben Regentag und hoffen, dass unser WOMO wieder einmal von den dicken Dreck u Staubschichten befreit wird… aber schon bald verdrängt die Sonne die Regenwolken, welche es knapp über die hohen Berge der Anden geschafft haben und die ausgetrockneten, verdorrten Weiden gehen einmal mehr „leer“ aus! Die Fahretappe bietet nicht viel mehr als trostlose Einöde und trotzdem treffen wir in kleinen Oasen immer wieder auf Estancias, WAS ist wohl die Motivation für diesen Lebensstil..

Nur noch selten sehen wir so grosse Guanako Herden..
Wir fahren bequem auf der neuen RUTA 40 der legendären Fernstrasse, 5200 Km Schotterpiste waren früher zu bezwingen, wir haben heute NUR ca 100 Km davon zu bewältigen, unsere WOMOS sind nicht wirklich für solche Grevelpisten gebaut und so rumpeln u ächzen u quitschen unsere „FAHRENDEN HOTELS“ ganz erbärmlich und einige Schrauben werden sich lockern, nicht nur beim Chauffeur!!
Die Orkanartigen Windböen sind so stark, dass es unseren Sprinter auf der Schotterpiste immer wieder seitlich weg schiebt, wir werden wie von einer riesigen Faust hin u hergeschüttelt, gut dass nur vereinzelte PKW diese Strasse befahren. Auch einen Radfahrer treffen wir an, wir versorgen den zähen Kerl mit Wasser und Äpfel, er ist bereits drei Monate unterwegs, von Bolivien kommend fährt er Richtung Ushuaia!!
Gobernador, ein grösseres Dorf, sieht aus, als ob es jemand zufällig hier verloren hätte!

10. Dez. 2019 Gobernador Gregores – Perito Morena / Lago Buenos Aires 350 Km

Unser Tank ist gefüllt mit 2. Klasse-Diesel, es war schlicht nix Besseres erhältlich, den versprochenen Tanklaster kreuzen wir Stunden später!! Zum Glück ist unser Sprinter noch nicht so „heikel“! Die Ruta 40 nimmt uns, wie ein alter Freund auf und führt uns durch weitere, „pfeiffengerade“ Pampas Km, ein paar Haasen, Nandu mit 8 Jungen, welche fast über den Asphalt fliegen, bei unserem Anblick und sonst gaaaanz viel gute Luft und Ausblick bis zum Horizont…“Wenn Du weisst, WAS ich meine!!

Cueva de las Manos, 1941 von einem Mönch entdeckt, heute UNESCO WELTKULTURERBE..Die Malereien datieren von 7000 – 1000 Jahre vor Christus und sind mega beeindruckend!
Mit roter u gelber Farbe..
wurden mit Röhrchen..
die Hände überspritzt..
Die An/Rückfahrt war z.T. steil. ca 32 %
wir sind froh um unsere 225 Ps und die 4000 Kg auf der Hinterachse
Ein schmales, fruchtbares Band führt durch die Schluchten.
Wir stehen direkt am wind gepeitschten Lago Buenos Aires, Wellen wie am Meer!!
Wir schlafen wie auf einem Frachter bei Windstärke 8..oder sooo!

11. Dez. 2019 Perito Moreno – Gabernador Costa 420 Km

WAS soll ich sagen / schreiben…DA müssen wir jetzt einfach noch DURCH… durch die endlosen, kargen Weiten, auf meist guten Strassen, Abschnitte mit tiefen Löcher 10 – 20 cm z. T. meter breit, tauchen unverhofft, immer wieder auf.

Ideales Trainingsgebiet findet hier das Militär, das 9. Infanterieregiment hat hier einen grossen Stützpunkt errichtet, darum herum hat sich ein kleines Dorf, Rio Mayo, gebildet!

Das geschulte Auge sieht einen Schafscherer in voller Aktion, das Schaf zwischen den Beinen..
Den 40-zigsten hat WALDA schon länger gefeiert, das betrifft die STRASSE..
EINER der wenigen Farbtupfer heute..
Welche NAGER da ihr Unwesen trieben, bleibt uns verborgen!
Seit kurzem habe ich eine neue Haushalts-Aufgabe gefasst…..das Argentinische „Bröselbrot“ gleich trocken wie die Pampas, ging uns auf den GEIST!