Ferienblog 2022 – USA Kanada Alaska

WAS lange währt, wird endlich gut!!

Als wir im Oktober 2019 auf die Panamericana gestartet sind, war unser Plan glasklar, WIR reisen von Mexico in die USA ein und bereisen den Westen der USA – Kanada – hoch nach Alaska – zurück nach Kanada und quer durch das weite Land zur Zeit des Indian-Summer um in Halifax unser „Cämperli“ zurück in die Heimat zu verschiffen.

Viele Freunde u Bekannte wissen es, wir mussten unsere Reise in Costa Rica nach 3 Monaten Quarantäne und abschliessender 7 – wöchiger Rundreise abbrechen.

Unser WOMO, welches auch einige „Kampfspuren“ aufwies, verschifften wir nach Vliessingen NL.

UNSER GROSSER TRAUM GEHT WEITER…….

Das Jahr 2021 war geprägt von sehr vielen kleinen und grösseren Reparaturen und Verbesserungen an unserem „Haus auf Räder“, bis zum Verschiffen am 17. Jan. 2022 waren wir recht gefordert!

Gesundheitliche Probleme, meinerseits, stellten im letzten Moment unser Projekt in Frage, herzlichen Dank, an ALLE, die uns in dieser Zeit unterstützt haben!!

UNSER FLUG NACH WASHINGTON

Unser geplanter Flug am 7.02.2022 wurde komentarlos auf den 8.02.2022 verschoben!

Nach dem wir am Vortag einen Covid – Test mit „Bravour“ bestanden haben, dürfen wir mit ein paar anderen Reisenden, den Flug in Angriff nehmen.

Obwohl unser WOMO schon prächtig übeladen ist, müssen wir beim Einchecken unsere Koffer auf 23 Kg abspecken..unser Handgepäck wird dadurch halt etwas schwerer !!!
Wir sind „extrem“ beruhigt, die ganz Crew besteigt unser Flugzeug, es wurde gemunkelt, der Käpten mache gerade „Home-Office“
Der Start ist gut geglückt, wir steigen sehr schnell, logo, das „Flügzüg “ ist ja auch halb leer!

Wenn wir gewusst hätten, dass es soo viele freie Plätze hat, hätten wir kein Upgrade gemacht für 278 Mäuse, sehr viele Passagiere verbrachten den Flug in der HORIZONTALEN!!

Wir fliegen über Neufundland..
Wir sind am 1145 Uhr gestartet und landen pünktlich um 1525 Uhr in Washington, unsere Flugzeit war ca 0935 Uhr, die Zeitverschiebung machts möglich!!
Der Zollbeamte, (ein waschechter Chinese) hatte wahrscheinlich gerade „Heimweh“ und behandelte uns genau soo, wie wenn wir in CHINA einreisen würden..von WELCOME keine Spur!

Nach endlosen 45 Min. an diversen Schalter, waren ALLE überzeugt, dass wir nicht in den USA arbeiten möchten und sogar genügend Geld zum Reisen dabei haben..

Unterdessen ist unser Gepäck über alle Berge und das Suchen geht los.. Gepäck endlich gefunden, raus aus dem Irrenhaus, das vorbestellte und bezahlte Taxi ist auch nicht mehr zu finden. Das neu bestellte grosse Taxi, es mussten ja zwei grosse Koffer plus Rollig Platz finden, kostet uns $ 25.50.

F¨¨ür das bei BOOKING,COM reservierte Taxi bezahlte ich € 108.– Na ja, herzlich willkommen in den USA!!

Eine besonders wertvolle Bekanntschaft durften wir mit KURT machen..

………………….weiterlesen…………………..

weiter zum Monat-Bericht Februar 2022

01. Juni 2022

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 20220601_113116-1024x577.jpg
Fahrt durch die unendliche Wüste, wo Himmel und Erde sich berühren !!
Unsere Neugier führt uns zum ATOMIC – MUSEUM Atomic… Seit Stunden sind wir durch eine Wüstenlandschaft gefahren, kein Wunder, wurden hier in der menschenleeren Gegend die Tests mit Atomreaktoren unternommen… Das nahe Dorf ARCO wurde als erstes Dorf der WELT, ca 1950 mit Atomstrom elektrifiziert..
Einer der ersten Reaktoren zur Erzeugung von Atomstrom..
Die Entwicklung eines Atombetriebenen Bomber-Flugzeug, wurde nie zu Ende geführt!!
WAS ist aus dem bekannten Ort „ATOMIC“ geworden, aus der ca 2000 Seelendorf ist eine „Atomic-Geisterstadt“ entstanden!! Diese alten Kartoffel Speicher sind sehr rafiniert gebaut.. In den sogenannten „MIETEN“ wurden die Kartoffeln mit Stroh zu gedeckt, auch das Dach bekam eine Strohdecke zum Schutz gegen die Kälte!!
Atomic City ist eine grosse Müllhalde mit einigen wenigen bewohnten Häuser…
Die einzige Attraktion ist die Rennstecke auf Sand ….
Diese „Rennboliden“ hatten auch schon bessere Tage gesehen!!
Wir fahren zurück über die holprige Zufahrtsstrasse, ins NIRGENDWO !!
Das grosse, weiträumig abesperrte Energie-Forschungszentrum von IDAHO sehen wir nur von Weitem!!
In der nächsten Stadt, IDAHO FALLS, legen wir eine Rast ein um unsere Beine zu „vertrampen“ !!
Ein schöner Weg führt dem Snake River entlang, sogar mit Wasserfall !!
Originelle Sitzbänke stehen zur Verfügung, wenn das zuwenig Erholung bringt, schnappt man sich halt ein E-Trottinet!!
Die modernen, oft sehr pompösen Kirchen, ALLER Glaubensrichtungen, finden wir oft unpassend, z.T. inmitten halb zerfallenen Dörfer!!!
Auf einem Hochplateau nach Idaho Falls, fahren wir durch „UNENDLICHE WEIZENFELDER“, die riesigen Farmen verfügen jeweils über 10 – 15 grosse Silo um das Getreide zu Lagern!! Die passenden Traktoren, auch mit Raupenantrieb stehen zum Kauf bereit !!
Bei uns sieht man diese Schlepper noch selten!!
Arbeitsgeräte von ca 15 m Breite kommen hier zum Einsatz..
Wir biegen ab ins „Swan Valley“ im See tummelten sich aber nur die Rinder!!
Genüsslich sich „volllaufen lassen“ ohne den Buckel zu krümmen, DAS nenne ich Lebensqualität, MUHHHH!!
Es ist zwar etwas nass und div. „Kampfspuren“ zeugen von Wegfahr-Schwierigkeiten, ich hoffe es bleibt trocken über Nacht!!
Walda prüft wie eine „Jagd-Aufseherin“ die starken Kratz und Bissspuren an der Föhre, hmm, sind Elch oder Bären Besuch in Aussicht heute Abend???
Diese Hufspur stammt bestimmt nicht von einem „Bambi-Rehlein“, Waldas Blicke schweifen nun regelmässig in die „RUNDE“….. Leider haben wir aber auch hier keine Tiere zu Gesicht bekommen!!

02. Juni 2022

Bevor wir IDAHO, den grössten Kartoffel Produzenten der USA verlassen, kauft Walda noch ein Pack Chips, damit wir selber die Qualiät beurteilen können..
Die sehr schöne Stadt „Jackson“ verpassen wir ein wenig, nachdem ich meine „Bürostunde“ erledigt habe, nehmen wir Kurs auf den Grand Teton N.P.
Wir durchfahren den Stadtkern und staunen, es sieht richtig toll aus..UND es hat Touristen OHNE ENDE!! Es herrscht ein Riesenchaos und wir werden fast aus der Stadt geschwemmt.. schaade!!
Tolle Begegnung mit dieser grossen Bison Herde, leider wollten sie nicht näher kommen!!
Die Erdmännchen hingegen waren sehr zutraulich, obwohl Walda kein „Ruebli“ offerierte!!
Die Schneeberge „Grand Teton“ Mt. Owen und Teewinot Mountain verstecken sich leider hinter den Wolken!!
Wir fahren ein, in den Grand Teton, der südlich vom YELLOWSTONE N.P. gelegene Park ist weniger bekannt, liegt aber auf dem Weg dorthin!!
Mit Betroffenheit sehen wir, dass der Jackson-Stausee fast trocken ist, die Trockenheit der letzten 20 Jahre im Westen der USA haben auch grosse Auswirkungen im Teton N.P.
Die grosse Marineanlage wurde sogar trocken gelegt, für die Schifffahrt, schlechte Karten!!
Wir unternehmen eine kleine Wanderung entlang des Jackson Stausee,..
Walda weiss unterdessen genau, wie sie sich bei Begegnungen mit Bären verhalten soll!!
Plötzlich ein riesiger Auflauf entlang der Strasse, Fotografen mit „Extremen Teleobjektiven“ warten geduldig bis DER Bär aus dem Wald kommt.. wenn ER dann kommt??
Heute Vormittag haben wir 2 Std. lang sämtliche Campounds etc im Teton und Yellowstone a.geklappert und keinen verbindlichen Platz buchen können. Zum Glück finden wir dank „Spürnase Walda“ immer wieder einen Platz. Hier wollte Walda aber um keinen Preis über den Fluss fahren!!!
Der kurze Regenschauer hat gerade gereicht für einen schönen Regenbogen!!
Der heutige Platz zum „Pfuusen“ ist besser als jeder Camping!!

03. Juni 2022

0600 Uhr..erbamungslos jagt uns der Wecker aus den warmen Federn.. wir erwarten heute mega viele Park – Besucher und starten bereits um 0700 Uhr.. Schnell gewinnen wir an Höhe und ab 2000 – 2450 m.ü.M. fahren wir durch eine verschneite Winterlandschaft.. Um acht stehen wir vor dem Visitor Center, ABER das öffnet erst eine Stunde später..

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 20220603_073840-1024x478.jpg
Der Jackson Stausee ist noch fast komplett zu gefroren !!
Wau, wir können ohne Stau in den Park einfahren, das frühe Losfahren hat sich gelohnt!! Der Yellowstone Park ist der älteste in den USA, 1872 gegründet und somit 150 Jahre alt.. Er liegt im Staate Wyoming, der mit einer Fläche von 253 000 km2 NUR 580 000 EW zählt. Er ist somit der Bevölkerungsärmste, 10. grösste Staat der USA. Wyoming trägt auch den Kosenamen „COWBOYSTATE“.

Die Elk-Kühe (Wapiti) sind natürlich auch schon „on the Road“ und queren vor uns die Strasse !!
Im West Thumb Geyser Basin beginnt unsere erste Besichtigung. Auf guten Holzstegen kann ich den ganzen Rundgang mit erkunden, toll!!
Es blubbert, spritzt und dampft aus vielen LÖCHER und Bassin, es sind nur wenige Besucher unterwegs, super!!
Ein Ranger erzählt, dass in diesem Becken seit Jahren der Wasserspiegel sinkt, die Ursache bleibt vorerst ein Geheimnis.. Weiter geht es zum Visitor Center u zum Old Faithful Geyser!!
Schon bald stehen wir auf einem der vielen grossen Parkplätze, es hat noch sehr viiiiel Platz!! Sofort steuern wir zum weltberühmten Geyser, der seit vielen Jahren „fast“ ¨pünktlich, alle 90 Min in die Höhe schiesst!!
Auf den langen Bänken sitzen schon viele „Schaulustige“ , deshalb hoffen wir, dass der „ALTE“ bald loslegt!!
Mehrere Minuten lang schiessen nun gewaltige Wasser / Dampf Fontainen in die Höhe..
Die Wassertemperatur liegt bei 93 Grad, die Höhe des Geyser ist über 60 Meter!!
Wunderschönes, türkis blaues Bassin, den Schwefel riecht man von Weitem!!
Wir ziehen auf einem sehr langen Holzsteg von einem Geyser zum Andern..
Ein prächtiges „Feuerwerk“ von Farben und Fontainen !!
Unterdessen hat es tausende von Besucher, ABER diese Bison – Bullen lassen sich beim Fressen nicht stören!!
Diese Bullen verlieren so langsam den „Winterpelz“ und sehen deshalb arg „zerlumpt“ aus..
Nach dem Fressen soll „MANN“ Ruhen !!
Wir wechseln zum Midway Geyser, unterdessen hat es abartig viele Besucher, mit viel Glück schnappen wir uns einen Parkplatz!!! WIE sieht das bloss im Juli / August aus ???
Die vielen ausländischen Touris, werden von den Hotels im Park mit Bussen „angeliefert“, sogar ein hübscher Oldtimer ist in Betrieb!!
Zur Abwechslung mal ein „ROTER“
Nach einem kurzen Regenschauer trocknet uns die Sonne schnell wieder, die Geyser „Pusten“ fleissig weiter..
Zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages, treffen wir auf eine tolle Bisonherde, Mutterkühe mit ihren Kälber, soo cool!!
Während die Kälber wild herum tollen, kommen die Kühe, grasend direkt auf uns zu, bis auf wenige Meter !!

04. Juni 2022

Um dem grossen Besucher Ansturm etwas zuvor zu kommen, starten wir schon um 0500 Uhr unseren zweiten YELLOWSTONE Tag. Schon kurz danach muss ich schnell ein wichtiges Foto schiessen: Unser WOMO hat uns schon 180 000 Km durch die WELT gefahren und uns so manchen interessanten Ort näher gebracht… Das heisst auch, wir sind schon ca 20 000 Km durch USA gefahren, in knapp 4 Monaten Reisezeit..
Wir sind fast allein unterwegs, der TAG erwacht langsam..
Wir stehen vor dem Norris Geyser Bassin, die Sonne versucht uns zu wärmen, es sind kanpp 5 Grad… brrh…
Der riesige Parkplatz gehört uns heute Morgen ganz allein!!
Auf guten Stegen u Wegen geht es ständig bergab und mir „graut“ es für den Rückweg.. Es ist fast „Totenstille“, nur das Brodeln und Dampfen der blauen Geysere ist zu hören!!
Die vielen ausgewaschenen Mineralstoffe sammeln sich wie „Waschpulverflocken“ in den Bächen..
Nordwärts geht es weiter, vorbei an den „Roaring Mountain“ ein Berg voller dampfender Geysere!! In dieser Region sind die Wälder vom tragischen Jahrhundert Waldbrand von 1988 verschont geblieben. Im September 88 ist ein absichtlich von Ranger entfachter Waldbrand ausser Kontrolle geraten und konnte erst nach mehreren Monaten gelöscht werden. Es standen ca 9000 Feuerwehr Leute und Soldaten im Einsatz, hat über 100 Mil. gekostet und ein Drittel des gesamten Waldbestandes vernichtet. Heute stehen deshalb riesige Flächen junger Föhren. Warum hier immer noch „Monokulturen“ wachsen und wenig Laubbäume gedeihen, wundert mich??

Herrliche Landschaften ziehen an uns vorbei..
Walda ist etwas besorgt um den Bison und hat schon den „Erste Hilfe“ Kasten hervor geholt!!
Hat das „letzte Stündchen“ geschlagen ??
Auf dem Weg zu den „Mammoth Hot Springs, durchfahren wir enge Schluchten!!
Unglaublich, WAS die Natur alles erschaffen kann..
Bilder wie vom Mond, die Bäume ertragen die vielen Mineralien, die von den Geyseren ausgestossen werden, leider nicht und sterben ab..
Da scheint alles LEBEN ausgelöscht!!
Immer wieder sehen wir Elk Kühe, (Wapiti Hirsche) eher selten mit Jungtieren..
Farbige Terrassen von Mammoth – Springs..
Kurze Rast auf dem One Way Drive Ring..
Erloschener Geyser oder doch Bären Höhle ???
Mein Swiss Trac kommt auch wieder einmal zum Einsatz ¨¨
In der Nähe von Tower Roosevelt grast dieser Bison einige Schritte von uns ..
Seit vielen Tagen bewegen wir uns meist auf Höhen über 2200 Meter, wir fahren in das sattgrüne Lamar Valley.
An vielen Orten ist die Strasse verstopft mit Fahrzeugen, das meldet uns meist, es gibt ETWAS zu sehen.. Walda springt aus dem WOMO, der Ranger schickt mich gnadenlos weiter… ich fahre ca 8 Km weiter zum „Umdrehen“. Unterdessen pirscht sich Walda an den „Grizzly“, so ein Glück, dass sich Meister Pezz so zum Fototermin stellt !!
Ein Schwarzbär huscht vorbei !!
In dem herrlichen Reitgelände werden auch Kutschenfahrten angeboten..
Dieses Schild hat seine Berechtigung!!
Wir trauen unseren Augen kaum, an den Hänge, in Flussauen, überall wimmelt es von Bison..
Die hellbraunen Kälber tollen wie wild umher..
Keine „Frage“ WER hier Vortritt hat.. seelenruhig überquert diese Bison Kuh die Strasse!!
Sogar eine Elch Kuh erwischt Walda in einer Waldlichtung..
Wir verlassen den Park beim nordöstlichen Ausgang und finden gleich einen Stellplatz!! ALLE Camping Plätze sind für den ganzen Sommer schon hoffnungslos ausgebucht und mit 100 – 150 $ extrem teuer.. Deshalb nehmen wir rund 70 Km Ein/Ausfahrt zum Yellowstone in Kauf, sehen dabei aber immer viele Tiere, hier ein Pronghorn..

06. Juni 2022

Die ganze Nacht hat es stark geregnet, wir fahren zurück ins Lamar Tal und sind gespannt auf die Bison?? Von den wohl weit über Tausend rigen Tieren, sind NUR noch einige kleinere Herden hoch oben an den Waldränder zu sehen.. Wir können unsere Eindrücke von gestern kaum glauben!!

Obwohl es noch früh am Morgen ist, melden uns Beobachter mit riesigen Fernrohren und Teleobjektiven, HIER gibt es etwas zu sehen!!! Am Hang spielen kleine Schwarzbären , sie tollen herum wie verrückt und sind kaum mit dem Handy zu erwischen!!
Mama „Bär“ hält sich ganz in der Nähe auf, OHNE von uns Touris Notiz zu nehmen!!
WOO sind denn nun meine kleinen „Bengel“ ??
DIE sind bereits „On the Road“ die Rangerin hat ALLES im Griff !!
WAS ist denn das für eine komische „Bärenhöhle“ ??
Zu einer richtigen „Bärenfamilie“ gehört ja auch ein PAPA.. Nach einigen Kilometer sehen wir per ZUFALL auf einem Hügel einen stattlichen Schwarzbär, uns sträuben sich die Haare im Nacken… Wir stehen am Strassenrand und beobachten dieses Prachtstier, während uns ganze Autokolonnen überhohlen, OHNE etwas von unserer Begegnung zu ahnen, soo cool !!
Wir sind erstaunt, wie schnell und wendig der Bär unterwegs ist und folgen ihm, sehr „Verkehrswidrig“ !!
Er kommt bis auf 10 Meter an uns heran..
WAS für ein Glückstag, ein Herr erzählt Walda, dass er seit 27 Jahren auf eine Begegnung mit einem Bär wartet, wir sehen an einem Tag, gleich eine ganze Familie!!
Die Landschaft bleibt atemberaubend!
Der Grand Canyon of the Yellowstone ist auch beeindruckend!!
Während der Schneeschmelze und den heftigen Regenfällen der letzten Tage ist der Yellowstone River Wasserfall in „Topform“..
Der letzte „Mohikaner“ am Yellowstone River..
Ein Wapiti – Hirsch weidet in einer Waldlichtung..
Das neue Geweih, noch voller Bast..
Nach dem üppigen Frühstück ist Wiederkäuen ein „Muss“ !!
Kleiner vorwitziger „Chipmunk“ am Wegrand !!
Wir fahren zum Westausgang des Yellowstone N-P und passieren 2x eine Kontinentale Wasserscheide.. Wir überqueren den Craig Pass mit 2518 m.ü.M es ist noch tiefer Winter!!
Der Yellowstone Lake, auf 2515 m.ü.M ist der höchst gelegene See in den USA, Eisschollen treiben auf dem stillen See.. Wir verlassen den riesigen National Park, mit einer Fläche von knapp 9 000 Km2 ca ein Fünftel so gross wie die SCHWEIZ!!! Es regnet in Strömen und wir sind noch ganz überwältigt von den unglaublich vielen Erlebnissen des sehr abwechslungsreichen YELLOWSTONE Park…

06. Juni 2022

Die ganze Nacht hat es kräftig auf unser Dach getrommelt und wir nutzen den unfreundlichen Morgen für Bürodienste!! Ab und zu gucke ich aus dem Fenster, sehe unglaublich viele Camper vorbeiziehen und frage mich einmal mehr, WO übernachten diese???

Ich staune nicht schlecht, als sich eine Polizei Patroullie am Strassenrand hinstellt, natürlich mit voller Christbaum Beleuchtung. Naja, da folgt ein Spezialtransport denke ich !! Weit gefehlt: Einige Schulkinder, mit Zange bewaffnet, schlendern dem Strassenrand entlang und lesen den Abfall zusammen, den hirnlose Autofahrer aus dem Fenster schmeissen!! Hoppla, da bin ich aber sehr positiv überrascht. Bei den riesigen Umwelt-S¨ünden die wir bis anhin mit ansehen mussten, ein löblicher Lichtblick!!
Solche „Aktionen“ würde ich bei unseren Schulabgänger schon lange begrüssen, DAS sind unsere zukünftigen Autofahrer, oft Kunden von MC – Donald, Burger und Co..
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 20220606_142819-768x1024.jpg
Ohh, DAS sind richtige Packungen für Grossfamilien und Unersättliche !!
Nach dem Einkaufen, setzen wir uns in ein Multi-Lokal.. Wir treten ein in einen Giftshop, ersp¨ähen ein kleines Cafè und wähnen uns alsbald in einem Trödelladen.. Nur was so aussieht wie „Ramsch“ entpuppt sich als teure Souveniers!!
Hmm.. Walda hat im August ja Geburtstag und hat schon einen konkreten Wunsch, einen wunderschönen GMC, 6.2 Lt V8 Motor, schnurrt wie ein Panzer!!
Durch das wunderschöne „Gardiner“ Tal fahren wir lange Zeit dem Fluss entlang..Der Tourismus erwacht zusehens. Bei vielen Ranches sind Reitferien, Riverrafting und Wintersport mit im Angebot…
Uebernachtungsplatz wie aus dem Bilderbuch, dazu kocht Walda feines Geschnetzeltes, Kartoffelstock und Gemüse, WAS will man mehr!!

07. Juni 2022

Uns gefallen diese Blockhäuser inmitten von saftigem Grün, wir haben den Eindruck, dass auch rund um die Farmen, welchen die riesigen Weizenflächen bebauen, viel weniger alte Maschinen und Müll herumliegt…
In den letzten 14 Tagen hat es enorm viel geregnet und Flüsse und Bäche sind randvoll!!
Auf dem Weg nach Virginia City steigen wir schnell wieder auf 2200 m und Weideflächen prägen nun die Landschaft. Wir können aus der Ferne 7 Cowgirls u Boys beobachten, wie sie eine Rinderherde von einigen Hundert Tieren über einen Graben auf eine andere Weide treiben.. Störische ESEL haben wir keine endteckt, aber als scheinbar die ganze Herde auf dem Weg zur neuen Weide sind, ist EIN Rind zurück galoppiert und trotz heftiger Gegenwehr von einem Cowgirl mit Border Colli Unterstützung, gelingt noch mehreren Kälber die Flucht. Unglaublich, was diese Hunde und und Pferde laufen müssen, um diese störrischen Rinder zurück zu holen!!
Leider sehen wir alles nur aus einiger Distanz, gerne möchten wir ein richtiges Cowboy Fest mit Rodeo etc erleben, solche Anlässe finden, wetterbedingt aber erst Ende Juni bis August statt…
Montana ist nach Alaska, Texas und Californien der 4. grösste Staat der USA, mit einer Fläche von 380 000 Km2 und nur 1.6 Millionen Einwohner ist er extrem wenig besiedelt, uns gefällt es hier sehr gut!!
Wir besuchen die ehemalige Goldgräber Stadt, welche noch einige, (74) , Wohn und Geschäftshäuser im ORIGINAL, erhalten hat. Um 1864 lebten hier ca 9000 EW. Heute zählt der Ort noch ca 230 Einwohner !!
Nach einem kurzen Besuch im Info Zentrum machen wir uns auf den Weg..
So lebten die Goldschürfer um 1865 in Virginia City.. mit diesen Geräten suchte “ MANN“ das grosse Glück..
Mit wenigen PS unterwegs..
Der Hauptstrasse entlang sind noch erhaltene Geschäfte mit Einrichtungen zu sehen ..
Ein richtiger Krämerladen..
Die Kunden mussten nicht frieren!!
In der Schmiede wurden Wagen rep. und Pferde beschlagen, alles auf engstem Raum..
Die Touristen können mit diesem Fuhrwerk eine Rundfahrt durch den kleinen Ort geniessen…MICH wollte der Kutscher aber nicht mit nehmen??
Das kleine „Hexenhäuschen“ zeigt viele Handarbeiten aus der Region..
Wir wechseln noch rasch in die naheliegende „Geisterstadt“ „NEVADA City„, in der Music Hall stehen viele gut erhaltene Jukeboxs, die wir gerne besichtigen möchten. Als uns die „nette Dame“ kurz vor 1700 Uhr kommen sieht, macht sie den Laden dicht!!
Auf diesem Gelände stehen die „groben Geräte“, welche zum Goldschürfen eingesetzt wurden, auch hier kein Zutritt mehr, schaade!!
Die Bäckerei, auch geschlossen, die Touristen kommen erst Ende Juni..
CHURCH – Services, DA m¨üssen die Gläubigen im Winter aber echt „Busse“ tun..brrh..
Tolle Hausbeleuchtung..
NEIN, nicht hydraulisch, hier war Muskelkraft gefragt zum Kippen !!
Wir verlassen die Geisterstadt Nevada City, ABER nicht mit der Bahn…

08. Juni 2022

Komfortables Plätzchen zum Uebernachten.. Wir konnten hier übrigens seit langem wieder einmal draussen Grillieren und Essen, OHNE dicke Jacken..
Auf dem Weg „Richtung Bergbaustadt Butte“ hält uns ein Pickup Fahrer an: Andy, ein Simmenthaler. welcher vor 18 Jahren nach Montana ausgewandert ist.. Wir diskutieren angeregt über 1 1/2 Std. lang und erfahren viel Interessantes über Andy, seine Arbeit und Montana.. Bevor wir uns verabschieden, gibt er uns noch seine Tel. Nr., man weiss ja nie meint er!! Wir befolgen seinen Tip und fahren nach BUTTE, ihr Spitzname: „Richest Hill on the world“ !!
Das kilometer lange Gelände, wo im Tagbau seit 1864 , zuerst Gold u Silber, dann aber vorwiegend Kupfer abgebaut wurde, hat gigantische Ausmasse. 1920 hatte Butte das grösste Kupfervorkommen der WELT.. und war mit ca 60 000 EW die Haupstadt von Montana.. Nachdem 1950 die Kupfergewinnung aufgegeben wurde, verloren sehr viele Arbeiter ihren Job. Auch heute ist die Arbeitslosogkeit sehr hoch. Es wurden ca 94 000 Tonnen Kupfer gewonnen..
Wir möchten morgen das Minen Museum anschauen und wollen schon mal den Weg dorthin Auskundschaften, dabei fahren wir durch den alten Teil von Butte mit seinen düsteren Backstein Gebäuden.. das miese Wetter verbessert den Eindruck auch nicht!!
Oberhalb von Butte fahren wir an den vielen grossen Gebäuden des Montana Tech vorbei, ein riesiger Komplex mit Bibliothek etc und einer tollen Sportanlage angegliedert!!
Der Eingang zum MUSEUM verspricht schon einiges!!!
Auf dem Museum Gelände stehen viele Geräte, welche für den Minenbetrieb im Einsatz waren!!
Wir fahren zurück durch den alten Stadtteil, wo heute noch ca 34 000 EW leben, sehr viele Backstein Häuser stehen leer!! Im Hintergrund sehen wir einen kleinen Teil des gewaltigen Abbau Gebietes..
Aus der Ferne sehen wir viele dieser riesigen Muldenkipper, welche helles Gestein transportieren, ich vermute, dass es zu Cement verarbeitet wird. Ich hoffe, wer erfahren Morgen mehr darüber!!
Von Weitem denken wir an den bekannten „Bernhardiner Hund mit dem Fässli um den Hals“ !! Aber wir täuschten uns..

09. Juni 2022

Auf einigen Hügel oberhalb der Stadt stehen noch Förder u Schmelzanlagen !!
Eine Gruppe von Freiwilligen hat hier eine grosse Gedenkstätte für 2500 verstorbene Grubenarbeiter erstellt!!

Beim grossen Gruben Unglück 1917 hat Manus Duggan in seinen letzten Stunden noch drei Briefe an Frau u Kinder geschrieben, bis das Licht der Kerze „ERLOSCH“ !!
Ein sehr besinnlicher Ort mit Blick über die Stadt Butte und das Abbaugebiet!!
Wir besuchen das Bergwerk – Museum !!
Auch ein Schulhäuschen mit Klassenzimmer fehlt nicht ..
Historische Gebäude mit Geschäftern vom Bäcker, Zahnarzt, Frauenmode, u Sattlerei gibt interessante Einblicke in das Bergwerk Leben!!
Wir wagen uns mit „John“ dem Irisch / Finnisch stämmigen Geologen in die Grube!!
Es kann losgehen, wir sind gut „Behütet“..
Viele Informationen und Eindrücke erfahren wir im Schacht..
Der Einstieg in den Schacht ist soo steil, dass ich zwei „Bremser“
brauche, so ganz „Rollifreundlich“ sind auch die Geleise nicht!!
Ein rafiniertes System mit einer Sirene, konnte den Liftbetrieb steuern!!
Mullis, welche für das Ziehen der Rollwagen bestimmt waren, wurden betäubt und dann in Gurten mit dem Lift nach unten verfrachtet. Diese Tiere erblindeten mit der Zeit..
Mit diesen grossen Seilwinden wurden die „Lifte“ für Personen und Gesteintransport betrieben, bis in eine Tiefe von ca 6000 Fuss..
Butte war die grösste Kupfermine der Welt, aber auch andere Mineralien wurden in grossen Mengen abgebaut!!
MIt diesem „Schneemobil“ war man auch im Winter bestens „gerüstet“ !!
Wir besuchen noch Philipsburg..
In dem kleinen Dorf stehen einige schön restaurierte alte Häuser, ein Rundgang lohnt sich!!
Schön, dass einige Geschäfte geöffnet sind und „Kunstwerk“ aus der Region anbieten…
Auf einem kleinen Camping können wir übernachten, wir ziehen unser „Cämperli“ aber den Tipizelten vor!!

10. Juni 2022

Der Himmel ist wieder grau statt blau und so verdrücken wir uns schnell auf die Autobahn Richtung Westen.. Wir passieren MISSOULA, 1866 gegrü¨ndet, zählt heute ca 73500 EW. Nach langer Zeit, sind wir wieder einmal unter 2000 m, Missoula liegt auf ca 980 m.ü.M, immerhin steigt das Thermometer auf 18 Grad. Die grösste Universität von Montana steht hier und hat die grosse Bedeutung des früheren Holzhandels ¨ abgelöst..

Wir fahren an unglaublich vielen geschlossenen MINEN vorbei, die meist kleinen, halb verlassenen Dörfer versuchen mit grossem Aufwand ihren Untergang zu vermeiden und bieten Minenführungen etc an. Hier in Wallace machen wir eine kleine Stadtrundfahrt. Wallace, man staune, war das GRÖSSTE SILBER Abbau Gebiet der USA !!! Viele alte Gebäude wurden restauriert und wie in vielen Städten, herrscht ein Mix von Kunst u Trödel und Restaurants!¨ Das Schöne ist, die Stadt lebt und einige Touris schlendern, trotz Regen durch die Strassen..
Natürlich werden auch hier allerlei Minen – Touren angeboten!!
Die Routen für Schneemobile sind klar definiert !!
Dieses „Snowcat-Mobil“ war zu seiner Zeit bestimmt eine tolle Erfindung und im tiefen Schnee unschlagbar!!
WAS könnte das für ein „Laden“ sein ??? Nach 7 Stunden Fahrzeit u 350 Km auf der z.T. schlechten Autobahn mit tiefen Schlaglöcher, sind wir in „COEUR D.ALENE
angekommen und freuen wir uns sehr auf ein Wiedersehen mit einem “ CRACKER BARREL Restaurant.. In der Tat, diese sehen von der Ostküste bis zum Pazifik alle Haargenau gleich aus.. Wir sind früh dran, das Restaurant praktisch leer, ABER wir m¨üssen noch ca 5-10 Min warten!! Am Anfang haben wir darüber noch gestaunt, heute wissen wir, DAS ist reine „Kundenbindung“ im Shop, viele sehen u kaufen etwas vor dem Essen..
Halb Museum, halb Restaurant, auf alle Fälle gemütlich UND wir werden schnell und höflich bedient, DAS schätzen wir auch.. Wir wählen das Freitags-Menu Fisch & Chips mit Kabissalat.. Nach zehn Min. geniessen wir ein einfaches aber sehr gutes Abendesssen.. Kostenpunkt: 32.85 $ Dafür können wir mit gutem Gewissen auf dem Vorplatz übernachten!!
Hoppla, fast vergessen !!
Während der kurzen Wartezeit auf das Essen, gibt es jeweils eine „Spielrunde“.. ICH habe „glaubs“ schon wieder verloren..?? Oder Walda hat gemogelt?? Wir verdrücken uns ins gemütliche WOMO, während es aus dem verhangenen grauen Himmel bald wie aus Kübeln „schüttet“.. Eine Dusche schadet unserem „Häusle“ überhaupt nicht!!

11. Juni 2022

Nichts NEUES, beim Blick aus dem Dachfenster, Regentropfen u neblig.. Schon nach wenigen Kilometer überqueren wir, ohne es gross zu merken, die Grenze zum Staate Washington… Nach Spontane verlassen wir die Autobahn und fahren gemütlich auf der 395 Richtung Kettle Falls.. Die Sonne guckt hervor und schon bald geniessen wir auf einer schönen Waldlichtung den herrlichen Abend..

Spontan entscheiden wir uns für ein schönes Lagerfeuer!!
Wieder einmal kommt der kleine „Forsttraktor“ zum Einsatz!!
Problemlos schleppe ich ein knapp 10 m langes Bäumchen samt Aeste zur
Feuerstelle!!
Dieser Schmetterling macht eine kurze Pause auf einem Fichtenzweig !!
Brennholz Zubereitung !!
Der feine Salat von Walda und das butterzarte „Beef“ schmecken hervorragend, bis…
wir einen „Bärenalarm“ bekommen !! Eine Frau meldet, dass ganz in unserer Nähe ein Bär gesichtet wurde, DER hat bestimmt schon unser Fleisch gerochen!!
Obwohl uns der Rauch ständig „verfolgte“, freuten wir uns am Lagerfeuer, die Blicke schweiften aber intensiv umher, um nicht vom Bär überrascht zu werden!!
Lustig ist das Zigeunerleben !! (Wenn da der Bär nicht wär )!!
NUR der Mond schaut zu…

12. Juni 2022

Wir wollten eigentlich an dem herrlichen Platz einen Ruhetag einlegen, ABER der Wettergott machte uns einen Strich durch die Rechnung, So fahren wir weiter über den „SHERMAN“ Pass Richtung „Wauconda“. Viele Ortsnamen „tönen“ sehr „INDIANISCH“ !!
Auf der Suche nach einem Rastplatz, fahren wir hier vorbei, ein kleines Bächlein hat vor wenigen Tagen ein grosses Gebiet verwüstet!!
Ein grosser Van wurde aus den Schlamm/Geröllmassen ausgebaggert!! Weiter geht unsere Fahrt durch sehr waldreiche, hügelige Gebiete. Der Staat Washington ist der Nordwestlichste Staat der USA. Fläche 184 500 Km2, EW 7,5 Millionnen, Haupstadt OLYMPIA.. (SPITZNAME) Evergreen Staate!! 52 % der Landfläche sind bedeckt mit Nadelwälder.. Nach Colorado ist Washington der 2. Bundestaat, der 2012, Marihuana legalisiert hat.

13. Juni 2022

Wintrop entpupt sich als ein interessantes, altes Westernstädtchen..
Gut erhaltene Fassaden, oder neu gestaltete, auf alt getrimmte Holzhäuser!!
Schöne Gartenbeizli, wären bereit, wenn es ENDLICH freundliches Wetter gäbe !!
Es geht nichts über eine währschafte „Rosssalbe“ !!
Wir überqueren den Washington Pass, es hat noch Schnee wie im tiefen Winter !!
DIABLO Stausee ..
Mit diesm „Kränlein“ wurde früher „Schwemmholz“ über die Staumauer hoch gezogen!!
Dichter feuchter „Regenwald“, Erinnerungen an Costa Rica werden wach !!
Die „Brüllaffen“ fehlen nur noch !!
Nach einigen Wochen sind wir wieder am Pazifik..
Die Fähre, bringt uns für 48 $, in 20 Min. nach Port Townsend..
Ein grosses Containerschiff läuft in den nahen Hafen ein !!
Die Kreuzfahrt-Schiffe kommen auch langsam wieder „in Fahrt“ !!
Nach den starken Regenfällen in den letzten Wochen stapeln sich in Flüssen und am Strand hier UNMENGEN an Holz.. Es ist aber verboten, von diesem Holz zu sammeln um ein Lagerfeuer zu machen…einfach NUR krank !!

14. Juni 2022

Der freundliche Morgen lockt uns in den netten Ort, gut erhaltene Gebäude und Fassaden, viele kleine Geschäfte, Alle bieten ALLES an, auf Touristen spezialisiert, NUR die Touris fehlen noch… Diese Hauswand beweist es: Früher war doch ALLES besser, Tabakwerbung war noch erlaubt !!
Die Sonne „guckt“ durch die Wolken und die Backstein Gebäude sehen sofort freundlicher aus !!
Der Hafen, klein und überschaubar, wie ALLES hier !!
In dieser kleinen „Werft / Schreinerei“ werden kleine Segeljachten und Holzmasten hergestellt und repariert, sehr symphatisch !!
Vor einigen Gebäuden, Casinos etc, stehen diese Zeichen der Ureinwohner..
Wir fahren durch eine üppig grüne Landschaft nach Port Angeles und steigen von Meereshöhe zum Hurrican Ridge auf , welches im OLYMPIC N.P. liegt. Inmitten eines Wohnquartier, grassen und liegen einige Hirsche !! HAUSTIERE ???
Wir staunen, dass auch am späten Nachmittag noch viele in den Park unterwegs sind..
Die Fahrt durch den dichten Wald ist schon fast „mystisch“ !!
Was für eine Ueberraschung, für einige Minuten können wir, das wenige Tage alte Junge, beim Säugen beobachten!!!
Auch wenige Km vor dem Hurricane Ridge sind wir im dichten Nebel unterwegs !!
Im letzten Moment reisst es noch auf und….
Das Panorama der OLYMPIC „Vulkanberge“ z.T. frisch verschneit, ist grossartig..
Ein kleiner Rundgang ist für mich schon möglich, trotz viel Altschnee ¨!!
Auf der Talfahrt entdeckt Walda diesen neugierigen Schwarzbär… immer wieder toll, solche Begegnungen !!
Er ist flott unterwegs, wir verfolgen ihn einige Meter..
bis er über ein Schneefeld in den Wald entschwindet… So hat sich die weite Anfahrt auf den Hurrican Ridge doch sehr gelohnt. Langsam fahren wir durch dichten Nebel zurück nach Port Angeles ..

15. Juni 2022

Wir verlassen Port Angeles Richtung Westen und biegen ab ins Sol Duc Tal…schon bald empfängt uns dichter „Regenwald“… Einmal mehr können wir hier an der Bootsramp des Lake Cresent unser WC leeren und Trinkwasser bunkern, tolle Infrastruktur!! Gerne bezahlen wir 5 $..c
Mächtiger Bergahorn, total mit Moos bewachsen, nur wenige Blätter stehen aussen an der Krone, wie kann dieser Baum so riesig gross werden??
Es fehlen nur noch die Waldfeen und Trolle, welche um den gewaltigen Stamm tanzen !!
Das Wasser des Lake Crescent ist trotz düsterem Wetter, extrem „tiefblau“ !!
Die Entenmamma macht gerade ein Nickerchen, die kleinen Kücken sind vor dem Regen und dem Raubvogel gut geborgen!!
OK, ich gebs ja zu, ein klitzekleinwenig habe ich beim Aufstehen nach geholfen!!
Drei kleine Federkneuel…ha, wir sind bereit die Welt zu entdecken!!
WAS Angst, sowas kennen wir natürlich nicht!!
Viel kleiner dürfte das Kontrollhäuschen zum „Olympic N.P.“ nicht sein..
Kurzer Stopp bei den Salmon Cascades..
Lachse sind wirklich SPITZENSPORTLER..sie schaffen diese Stromschnellen und überwinden hier 3 M Höhendifferenz um im oberen Flussabschnitt zu Laichen oder vom Bär gefressen zu werden!!
Kurzer Trip durch den „Zauberwald“ !! Hier sind vor allem die schnellwüchsigen „Hemlock“ Tannen beheimatet, welche sogar die mächtigen Douglasien übertreffen !!
Wie „Bodendecker“ wächst das saftig grüne Farm, überall!! Beim Springs Resort Sol Duc drehen wir um und fahren Richtung Forks weiter.. Vor dem Eingang zum „Hoh Rain Forestfinden wir auf einer Waldlichtung einen passenden Platz für die Nacht… WiFI inkl…

16. Juni 2022

Zugegeben, wir hatten schon schönere Plätze, aber nach dem nächtlichen Dauerregen, bin ich froh, dass wir wieder auf die Strasse kommen!!
Flussufer Verbauung auf AMERIKANISCH, sieht aus wie hin geworfen!!
Sogar die Strommasten sind „behütet“ !!
Der Weg zum Hoh Rain Forest überascht uns mit einem Märchenwald, dicht und moosbehangen..
Unser WOMO steht geborgen im Schutze eines „Methusalem“ !!
Wir machen einen tollen Trail mit dem Swiss Trac, gut sind schon einige kräftige Wanderer unterwegs, welche uns div. Male über Wurzeln und Steine weiter helfen !!
Zahlreiche, glasklare Bäche können wir überqueren ….
Wie mit grüner Watte eingepackt!!
Natur „PUR“ kein Wunder ist der Olympic N.P mit seinen Regenwälder an 9. Stelle der Besucher Gunst in den USA !!
Diese „harmlosen“ Treppchen meistern wir problemlos !!
Kleine „Stärkung“ am Fluss..
Dieses unscheinbare Flüsschen reisst bei Hochwasser unglaublich viele Bäume mit bis in den Pazific !!
Filigrane Pilze in der Baumrinde..
Sieht aus wie kleine „Lampion“ !!
Wir fahren dem Pazific entlang , unglaubliche Mengen an „Schwemmholz“ liegen am Strand !!
Wir fahren eine kleine Strasse um einen Nachtplatz zu suchen, diese drei „ROOSEVELT ELKS“ queren die Strasse und gucken neugierig.. Sie sind grösser als Hirsche und haben einen eleganten „TRAB“ ..
Der Bach rauscht im Hintergrund, was wollen wir mehr !!
Das „SCHEISSHÄUSERL“ steht gleich nebenan !!

17. Juni 2022

Gestern standen bei unserer „Ankunft“ 3 Elks „Spalier“ , heute verabschiedet uns eine stolze Herde von „Roosevelt Elks“ !!
Auf dem Weg zum Quinalt Rain Forest, sind die Strassen kilometerlang mit Ginster „geschmückt“ !!
Blick auf den Lake Quinault, auch hier treibt extrem viel „Schwemmholz“..
Dieser Park liegt direkt an unserem Weg und so machen wir zum dritten Mal einen Trail im REGENWALD !!
Schon am Eingang zum Park, stehen einige gewaltige, ca 60-70 Meter hohe „HEMLOCK FICHTEN“..
Dank dem Swiss Trac, kann ich den schmalen, z.T. morastigen Trail geniessen, dieser Regenwald ist nicht soo dicht und deshalb gedeien vor allem hohes FARN und div. Blumen !!
An vorwiegend „totem Holz“ gedeien prächtige Pilze !!
Verschiedene Moosarten hängen am gleichen Baum..
Schon länger nicht mehr benutzt, logisch setzt sich Moos an !!
Eingang….
Ausgang !!
Einer von Millionen „Oltimer“ welche überall herumstehen !!
Der Trail führt an einer verlassenen Ranch vorbei, auch das EINE von Tausenden !!
Auf dem Weg nach Aberdeen – Olympia (Hauptstadt vom State Washington) überholen uns einige dieser Holzfuhrwerke, mit 110 – 120 Kmh zischen sie an uns vorbei.. Wir umfahren Olympia und stellen uns an den Hood Canal, ein superschönes Plätzchen, aber leider hat schon vor einigen Stunden der Regen eingesetzt!! Ob uns der Ranger hier stehen lässt heute Nacht ???

18. Juni 2022

Die ganze Nacht und auch heute morgen regnet es in „Strömen“, deshalb fahren wir direkt via Aberdeen Richtung „OLYMPIA“ der Hauptstadt vom State Washington und nehmen Kurs auf Port Townsend, um mit der Fähre zurück aufs Festland nach Coupeville zu übersetzen !!
Zuerst heisst es für uns aber WARTEN, OHNE Reservation kommen wir in die Warteschlange…um 5 Autos verpassen wir die erste Fähre knapp, das heisst, in ca 90 Min. bekommen wir eine 2. Chance !!
Auf einem schönen Truckstopp wollen/müssen wir heute übernachten, die „AUSWAHL“ ist seehr bescheiden.. spät am Abend gesellt sich dieser „MINIWOHNWAGEN“ zu uns, wir können uns ein Lachen nicht verkneifen: Ein laanger dünner Mann verschwindet in der kleinen „Konserve“ !!

19. Juni 2022

Zielstrebig fahren wir auf der Autobahn Richtung „Kanada“, die Grenze vor VANCOUVER liegt noch knapp 70 Km vor uns!!

Nach 4 Monaten und 11 Tagen, welche wir die USA von Ost nach West durchquert haben stehen wir nun hier vor der Kanadischen Grenze: Wir durften viele Staaten des riesigen Landes bereisen und erkunden, haben viel erfreuliches wie auch erschreckendes gesehen und konnten uns so ein eigenes Bild machen…. Mit wenigen Ausnahmen hatten wir riesig Glück mit dem Wetter, in all den Nationalparks und auch auf der Strasse. Den einzigen Zwischenfall mit einem „HERRENLOSEN PICKUP“ welcher unsere rechte Seite des Wohnmobils arg beschädigte, überstanden wir Beide zum Glück unbeschadet… Wer den Schaden schlussendlich bezahlt, wir werden es irgendwann wissen???
Nach knapp 2 Std. Wartezeit stehen wir vor dem Zoll, wir freuen uns auf einen neuen Abschnitt unserer „TRAUMREISE“, wir hoffen, dass nach bald 2 Wochen Regenwetter, wieder einmal die Sonne erscheint..
Canada, WIR kommen !!!
Wir nehmen KURS auf Vancouver, belebte Strassen, aber schön zu Fahren, auch über die FRASER Bridge!!
Für drei Nächte ist dieser RV-Platz unser Zuhause, mit dem Buss wollen wir morgen die Stadt besichtigen!!
Die von „Haus „aus schon scharfe Nudelsuppe habe ich mit unserem neuen Gewürz „Habanero“ nach gewürzt, DAS war dann wirklich zu scharf und ich „kämpfte“ lange mit meinem Nachtessen!!

20. Juni 2022

Bequem fahren wir mit dem Bus durch den Stanley Park in die Stadt Vancouver… alte Häuser werden von neuen Glasbauten regelrecht eingekesselt !!
Wir schlendern der Bucht entlang, viele kleinere Wasserflugzeuge warten auf Kunden, welche einen Rundflug gebucht haben !!
Ein grosses Kreuzfahrtschiff hat im Hafen angelegt und die Gäste wohl schon „ausgespuckt“ !! Die div. Gewerbe hoffen natürlich auf gute Geschäfte !!
Die heutigen Kreuzfahrtschiffe kommen sehr „Familienfreundlich“ daher und werben mit allen Mittel!!
Uns gefällt die schöne Skyline vom Bezirk „GASTOWN“ in Vancouver !!
Ueber die Brücke und zu Wasser herrscht Hochbetrieb, die Flugzeuge starten und landen fast pausenlos!!
Einige Touristen geniessen eine „Raddampfer“ Fahrt durch die Buchten !!
„WIR sind bereit für einen Fototermin, natürlich gegen „Bakschisch“ …
Die „Dampfglocken Uhr“ zieht viele Schauflustige an !!
ALLE „Schusswaffen“ sind gezückt und entsichert !!
Walda sucht Schutz bei zwei „RICHTIGEN“ Männer !!
Diese lässige „Vespa“ könnte auch in der Toscana stehen !!
Warum sollen Wohnhäuser immer hoch und klotzig sein ??
Wir besuchen die „CHINA Town“ .. Schon gestern ist uns aufgefallen, dass extrem viele, vor allem junge Chinesen unterwegs sind..
In den Strassen von China Town „vegetieren“ extrem viele „RANDSTÄNDIGE“ Homeless etc..
Bilder des Schreckens, über hunderte von Metern liegen, kriechen, Spritzen, saufen, zelten Drogensüchtige und Obdachlose.. grauenhaft !!
Sind WIR etwa im „falschen FILM“ ???
Wir haben noch NIE, auf allen unseren Touren, nur annähernd solche entsetzliche Zustände gesehen und das in VANCOUVER !!!
China Town sah früher, gemäss diesen Bilder, anders aus !!
Bunte Chinesische Lebensmittel, die meisten für mich nicht „essbar“, der Geruch ist auch ein bisschen „STRENG“ !!
Wände alter Lagerhallen werden kunstvoll verschönert !!
Zurück in der „GASTOWN“ bestaunen wir alte und neuere Hochhäuser, aus Ziegelsteinen und Glasfasaden !
KUNST am Wasser !!
Müde von den vielen interessanten und schönen Eindrücken, aber auch von den entsetzlichen Zuständen und Schicksalen , einer sehr grossen Anzahl Menschen, welche die „Arschkarte“ gezogen haben , fahren wir mit dem Bus zurück in unsere „heile WELT“

21. Juni 2022

Obwohl das Wetter trostlos nass u kühl ist, wagen wir uns mit dem Bus in die Stadt und gehen den Weg zu Fuss Richtung Granville Island..
Die kleinen Fähren schwirren wie BIENEN hin und her und diese hier bringt uns in 3 Min. nach Granville Island..
In einer der grossen Markthalle (ehemalige Lagerhalle) sind noch Seilzüge für den Warenumschlag vorhanden !!
Das Warenangebot ist riesig und ist wunderschön präsentiert und sieht frisch aus !!
Kurzentschlossen kaufen wir ein schönes Lachsfilet in der Hoffnung, dass wir das heute Abend grillieren können, (OHNE Taucheranzug) !!
Flower – Power, wunderschön !!
Wir schlendern noch kurz am Hafen entlang..
Ein paar wenige Fischkutter liegen im Hafen vor Anker und einige Netze und anderes Equipement zum Fischen sind hier gelagert !!
Wir sind wieder auf dem Rückweg zur Bushaltestation, dieses kleine Häuschen ist regelrecht eingequetscht zwischen den Hochhäuser !¨!
Vertreter Indigener Stämme fordern hier nicht nur gute, „leere Worte“, sondern IHR ursprüngliches Land zurück !!
Obwohl ich die Betäubungsmittel-Gesetze von Kanada nicht kenne, ärgert es ich grausam, dass hier auf diesem belebten Durchgang Canabis etc verkauft wird. Die Preisliste hängt am Zelt!! Wir haben gestern die Drogen Szene in China Town gesehen , dieses Elend geht uns uns unter die Haut, was wird gegen diese Dealer hier unternommen ???
Ein anderes Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen, davor wird eine junge Frau gefeiert, welche einen höheren Abschluss bestanden hat..
Walda kauft sich zur Feier des Tages eine tolle Jeans von Levi’s..

22. Juli 2022

Gute Tips sind GOLD wert:

Gestern, nach unserer Rückkehr aus der Stadt, kommen wir mit einem Slowenen ins Gespräch, welcher seit 1990 in Toronto lebt. Er hat mit seiner Familie mit Wohnwagen in 12 Tagen „schnell“ ca 12 000 Km bis nach Vancouver abgespult!!! Seine wichtigste Info aber ist, dass die Fähre von Vancouver nach Nanaimo IMMER hoffnungslos ausgebucht ist und somit sehr lange Wartezeiten, entstehen… Die einzige Chance das zu umgehehen ist am morgen auf die erste Fähre um 0615 Uhr zu spekulieren…

Wir verlassen den Campingplatz vor 0500 Uhr und stehen schon bald im Hafen „HORSESHOE BAY“, das Ticket halten wir umgehend in unseren Händen..
Der Andrang ist gross, ABER wir schaffen es als letztes Fahrzeug auf die Fähre !!! Das war haarscharf !!
Die Ambulanz steht direkt vor uns, WAS kann da noch passieren !!
Nach knapp 2 Stunden kommen wir auf Vancouver Island, in Nanaimo an…
Wir fahren nach Norden und machen einen Stopp in Coombs, der Old Country Markt „ruft“ ¨¨!!
In div. alte Holzbauten werden Esswaren und daneben viiiieles mehr angeboten. Es hat erstaunlich viele Besucher..
Ein bunter MIX aus Italienischen -Spezialitäten, Karneval und Ramsch, Hauptsache die Besucher sind begeistert und kaufen tüchtig ein !!
Steinskulturen, vom Buddha bis zu Löwen, in allen Grössen..
Walda leistet einem älteren Sturzopfer, Erstes Hilfe..
Die Wolken spiegeln sich im Lake Cameron..
Auf dem Weg zum Port Alberni, begleitet uns das Bahntrasse der alten Dampfbahn.. Ein richtiger Fischerhafen, keine „Schicki-Micki“ Jachten schaukeln hier…
Der Wasserspeicher, aus dem die Dampfloks mit dem nötigen Wasser aufgetankt wurden..
Drei grössere Fischkutter warten auf den nächsten „Einsatz“, die Fischfänge werden in der Fabrik nebenan sofort verarbeitet !!
Nach einem langen Tag stehen wir im Hafen von Alberni direkt vor dem Leuchtturm und geniessen den sonnigen Nachmittag…

23. Juni 2022

Wir verlassen Port Alberni Richtung UCLUELET..

Auf unserer Strassenkarte entdecken wir eine Nebenstrasse dem Sproat Lake entlang, also nix wie los … die Strasse ist deklariert mit „Forest Service Road.“
Auf einer Waldlichtung, sehen wir eine Sand – Rennstrecke, da war bestimmt auch schon mehr los!!
Ueber 22 Km holpern wir jetzt von einem Schlagloch zum andern, ein guter Läufer hätte uns auf dieser Waldstrasse abgehängt!! Die Fahrt am See entlang war aber toll !!
Dichter Urwald, alle paar Meter schiessen Wasserfälle talwärts, so wie die Strasse aussieht, wird diese regelmässig mit Geröll zugeschüttet !!
Der schmale, lange See ist GLASKLAR !!
Nach knapp dreissig Km „Schlaglochpiste“ kommen wir in UCLUELET an, ein lang gezogenes, hügeliges Dorf mit kleinem sehr aktiven Fischerhafen..
Juppeee, sommerliche Temperaturen von 22 Grad …
Wir spannen den Swiss Trac an und machen uns auf den „Wild Pacific Trail“ !!
Das „Zündschloss“ am Trac ist leider defekt, aber mit einer Ueberbrückung“ läuft die Maschine tip top!
Diese „Vielzackgabeln“ brauchen wir zu Hause für’s Fondue Chinoise !!
Auch diese kiesige Steigung haben wir gemeistert !!
Wie ein „Aeffchen“ turnt Walda auf dem Baum..
„Faultiere“ in Costa Rica hängen tagelang so in den Bäumen !!
Mit etwas Phantasie sieht man hier einen „Kanadischen Elephant“ !!
Wie dieses „Schiffswrack“ über dieses hohe Riff kam, ist mir ein Rätsel !!
Da wir in UCLUELET keinen Uebernachtungsplatz finden, grillieren wir hier noch ein feines Filet und fahren zurück Richtung Port Albernie..
Ein tolles Plätzchen zum Uebernachten!!
DANKE, dass wir hier sein dürfen !!!

24. Juni 2022

Bevor wir das tolle Plätzchen verlassen, nimmt Walda noch schnell ein Fussbad…brrrrhh!!
Um die Strasse zu verbreitern, werden gewaltige Felsmengen ab gesprengt!!
Der Weg zurück nach Port Alberni zieht sich in die Länge, wir stellen uns noch einmal an den Hafen und sind froh um das gute WiFi.. Ein Frachtschiff läuft soeben ein und wird mit 8 starken Taus am Heck gesichert!!
Auf dem Weg zum heutigen Ziel, Campbell River fahren wir dem Meeresarm „Strait of Georgia“ entlang.. Wir fahren durch schöne Dörfer mit schmucken Häuser, alles ist sehr sauber und aufgeräumt, die Landschaft grün und hügelig, kein Vergleich zum State Washington !!!
Es ist unübersehbar, die Spuren der „First Nation“ (Indianer), hier auf einem Friedhof!!
Mit aufwändigen Holz- Skulpturen werden die Toten geehrt!!
Wir schlendern dem Hafen entlang und geniessen in einer kleinen „Fressbeiz“ Fish u Chips u Salat..
Und da steht noch ein schöner OLDTIMER-TRUCK, die man kaum mehr sieht auf der Strase!!
Dieser „Indianer“ schaut sehr nachdenklich zu einem nahen, grossen Unterstand, wo diverse Drogenabhängie herum liegen.. Es ist schon krass, sobald wir durch einen grösseren Ort fahren, ist der Drogenkonsum sofort sichtbar, mega traurige Geschichte!!

25. Juni 2022

Wir verlassen Campbell River Richtung Port Mc. Neill auf der „19“, eine tolle Verbindung, mit ganz wenigen Seitenstrassen… Der Wald „verschluckt“ uns buchstäblich.. Ein Vorgeschmack auf unsere Fahrt im Herbst, QUER durch Kanada nach Halifax..
Nach ca 100 Km auf der fast menschenleeren Strasse, ein Hinweis auf eine Siedlung, einige Biker rasten vor dem Restaurant/Laden !!
Nach weiteren 100 Km fahren wir zum Hafen von Mc. Neill, hier wollen wir für eine Nacht bleiben. Auf einer kleinen Wanderung um den Hafen sehen wir diese, mit Dampf betriebene Seilwinde… Uns fällt eine stattliche Jacht auf, welche wir gestern im Hafen von Campbell gesehen haben, die Jacht hat also in der Zwischenzeit auch 200 Km zurück gelegt…. Ob es sich hier um eine „Oligarchen-Jacht“ handelt, welche nach Russland möchte ???
Im Restaurant wird eigenes Bier gebraut, schmeckt fein, sagt Walda!!
Auf dem Weg durch den Wald zu dieser Lichtung, „trollt“ ein Schwarzbär direkt vor uns über den Kiesweg und verschwindet schnell im dichten Wald… Ups. das ist ein klarer Hinweis, dass wir hier nicht allein sind !!
Walda wagt sich trotzdem zum Meer hinunter !!
Es wird langsam Zeit „AUFZ¨URÜSTEN“.. Walda hat den hochwirksamen Bärenspray montiert, Reichweite bis knapp 10 Meter..
Trockenü¨bunng von Walda zum BÄREN vertreiben, Bärenspray zur linken, Jagdmesser in der Rechten, sprungbereit, mit geballter FAUST.. Nur ein „Bärentrottel“ greift hier noch an!!

26. Juni 2022

Die Schwarzbären haben ihre eigene Ausdrucksweise, unliebsame, neugierige Besucher zu begrüssen ODER sie los zu werden… „kurzer Besuch“ , Bär kackt vor die Haustür und verduftet still und heimlich wieder !!
Nach kurzer Fahrzeit erreichen wir Port Hardy, wo wir zuerst den Hafen besichtigen, wo wir am nächsten Morgen früh nach Prince Ruppert verschiffen!!
Wir vertreiben uns die Zeit mit einem längeren Marsch durch den kleinen Ort und dem Meer entlang..
Der Morgennebel bleibt hartnäckig in der Bucht hängen, tolle Kulisse mit den verschneiten Bergen..
Walda „verfeinert“ ein Muschelkunstwerk !!
Dieser Kahn hat schon länger keinen TUEF mehr gesehen!!
Dieser stolze Adler macht im Hafen eine kleine Pause.. seine berühmten Verwandten, die „Weisskopfseeadler“ kreisten ebenfalls über dem Hafen, für ein Photo waren sie leider nicht zu „haben“
Neugierig guckt diese Robbe zu uns hoch, taucht wieder ab um nach einigen Minuten zurück zu kommen!!
Diese Robben sind exzellente Schwimmer und ständig in „Bewegung“ !!
Eine Otterfamilie wohnt hier am Strand, das Salzwasser scheint sie nicht zu stören, ein kleines Bächlein nebenan genügt ihnen!!
Putzige Kerlchen, flink u wendig zu Wasser und an Land..
Wir ziehen uns in unser „SCHNECKENHAUS“ zurück und geniessen den ruhigen Abend, Morgen ist um 0400 „Tagwach“ !!

27. Juni 2022

0430 Uhr und der Wecker schrillt… schnell sind wir bereit und fahren zum nahen Hafen Port Hardy, wir sind nicht die ersten, einige Camper haben hier auf dem Platz übernachtet..

Immer wieder erstaunlich, wie viele Fahrzeuge auf solche Fähren verladen werden können..
Die Bugspitze kann für das bequeme verladen der Fahrzeuge hoch gezogen werden… hoffentlich bleibt es danach dicht??
Fast pünktlich nehmen wir Fahrt auf durch die Inside Passage von Port Hardy nach Prince Ruppert…
Nachdem wir anfangs durch dichten Nebel fahren, (das Nebelhorn unserer Fähre warnt andere Seefahrer in kurzen Abständen) hellt es nach einigen Stunden auf und wir geniessen die Sonne und Aussicht auf Deck.. Pausenlos schlängelt sich unsere grosse Fähre durch die z.T. engen Passagen, vorbei an bewaldeten Hügel…. Wald, Wald, Wald !!!
Fascht „Sünneliwätter“ !!
Nach 8 Std. auf See taucht das „Häfeli“ von Bella Coola auf..
Der Kapitän wendet sein Schiff und legt eine „Punktlandung“ hin..
Einige PKW, Sattelauflieger werden entladen, aber auch..
Kajaks werden an Land gebracht..
Unglaublich wie viel Equipment in die zwei Boote verladen werden, das verspricht eine längere Tour zu werden, hoffentlich bleibt das Wetter trocken!!
Wir ziehen am Dorf Bella Bella vorbei und staunen, dass es hier mitten im tiefen Kanada so viele Bewohner hat, „Einsamkeit“ pur..
Die Stunden an Deck vergehen immer „langsamer“ ..
Wir freuen uns an schneebedeckten Hügel und einigen Wasserfällen und irgendwann ziehen Nebelschwaden auf und wir sind froh, dass wir kurz nach Mitternacht in Prince Ruppert ankommen… Einige WOMOS sind so verschachtelt verladen, dass wir als Letzte das Schiff verlassen und durch das verschlafene Städtchen fahren.. Vor dem nahen Camping hat sich ein langer Stau gebildet von WOMOS und PKW, welche hier noch mühsam einchecken und ihren Platz finden müssen… Dank Waldas guter Spührnase haben wir unweit der Stadt einen ruhigen Platz gefunden… Neeh, keine Spur von Schadenfreude !!! Guet Nacht…

28. Juni 2022

Die ersten Jogger und Wanderer wollen uns „sagen“: Es ist schon etwas später am Morgen!! Wir wollen Prince Rupert noch bei Tag besichtigen und fahren zurück, auch um noch einiges ein zu kaufen..

Die Nebelschwaden hängen tief über den Schneebergen und dem graufarbenen Fluss, der uns bis Terrace begleitet und zeitweise so breit ist wie ein See. Das Flussbett ist randvoll und Unmengen von Schwemmholz staut sich ¨überall !!
Wir nähern uns der grösseren Stadt „Terrace“, es wird immer düsterer und plötzlich setzt wolkenbruchartig Regen ein..

29. Juni 2022

Unser Platz in „TERRACE“ war trotz heftigem _Regen während der ganzen Nacht nicht unter Wasser, die vielen, Km-langen Güterzüge habe ich auch überlebt.. Wir bunkern Wasser und Diesel und starten raus in die Wildnis.. wir wollen eine Auswanderer Familie besuchen, wir haben uns an eine Sendung von SRF erinnert einen Hinweis im Internet gefunden, leider OHNE Kontaktmöglichkeit.. Auch im Visiter Center findet man keine genaueren „Spuren“..

Hier dreht sich seeehr viel um „HOLZ“ und solche riesige Sägewerke sind oft an zu treffen..
Trotz trübem Wetter ist die Landschaft wunderschön mit unzähligen Seen und Flüssen, alle sind „platschvoll“..
Die Wohngemeinde schon „mal“ gefunden !!
Hier fragt Walda nach der Adresse der „Auswanderer“.. Name ist bekannt, genauer Wohnort weniger !!
Orientierungshilfen, die wir erhalten !!
Wir finden die „Auswanderer“, unser Ueberfall kommt aber sehr „ungelegen“ und so verziehen wir uns nach einem kurzen Gespräch wieder vom „Acker“!! schaade, aber das war halt RISIKO..
Dankbare Gäste, welche nach ihrer Ueberwinterung in Mexico jedes Jahr zurück kehren !!
Neben diesen munteren Zwerghühner wohnen auch noch ca 100 Legehennen auf dem gut eingzäunten, grossen Areal, wo Wölfe und Bären gerne ihre Nase rein stecken würden !!!
Extem viele Bäume liegen in den Hochwasser führenden Flüssen..
Ein riesiges Lavafeld, von einem Vulanausbruch vor ca 250 Tausen Jahren erstreckt sich über viele Km2 !! So langsam kommt die Natur zurück, ein dicker Moos / Flechtenteppich und einige Birken erobern sich das Terrain zurück !!

Ausser Mücken, fast die einzigen „Tiere“ die wir auf unserer Fahrt entdecken..
Einer der vielen „tosenden Wasserfälle“ entlang unserer Route..
Kurzer Besuch durch ein „Indianer Dorf“, nicht einladend für einen Rundgang zu Fuss..
Das wohl schönste Haus im Dorf..
Wir testen noch kurz eine 1969 erstellte Hängebrücke !!
Die Brücke wackelte zwar bedenklich, hielt aber meine „wenigen Pfunde“ trotzdem aus !!
Walda guckt noch etwas „skeptisch“ im reissenden Fluss wären die Ueberlebenschancen eher klein !!
Das Gebiet der „First Nation“ (Indianer) ist wunderschön, die SPRACHE aber, seehr anspruchsvoll, brrrh
Wir nehmen den Rückweg nach Terrace unter die Räder und „bräteln“ in einer Waldlichtung feine Angus Steak…

30. Juni 2022

Durch die einsamen Wälder geht die Fahrt stundenlang, sobald eine grössere Lichtung in Sicht ist, Scannen wir diese sofort genau ab und suchen Hirsche, Bären und vor allem Elche. Durch die vielen Niederschläge sind grosse Waldflächen unter Wasser, eigentlich ideales „Elchgebiet“, ABER es bleibt uns bis jetzt nur der Anblick auf die Elchtafeln…
Vom kleinen Bächlein bis zum Fluss, ALLE sind rappelvoll und kurz vor dem Ueberlaufen!!
Grosser Privater Schutz gegen das Hochwasser !!
Wir unternehmen einen kleinen Abstecher in ein Indianerdorf, leider auch verlassen und trostlos, Kirche ist abgebrannt, der Turm steht noch…
Puste mal….
An diesem herrlichen See stehen wir für 2 Tage, traumhaft..
Nicht nur WIR geniessen den tollen Platz, tausende von Mücken lieben diesen Platz genauso und haben nur auf uns gewartet, na dann „Mahlzeit!!
Endlich, endlich, vor langer Zeit, am 18.5.22 wurden wir von einem „Herrenlosen Pickup gerammt und die rechte Seite war danach arg demoliert, Material für eine Notreparatur hatte ich schon längst gekauft, ABER das Wetter war einfach unbeständig .. Jetzt aber unternehme ich einen „VERSCHÖNERUNGSVERSUCH“ .. Anschleifen, Reinigen, Abkleben, Mücken abwehren etc..
Mein neues „Scharnier“ verträgt keine Hitze !!
Mit 2 Dosen Farbspray und viel „Panzerklebeband“ kann ich die schlimmsten „Blessuren“ überdecken, obs wohl lange hält??
Zum Glück kommt der Regen erst später !!
Badespass NUR für Hartgesottene.. brrh !!
Von unseren „Nachbarn“ werden wir mit einem Glas „Salmon“ beschenkt, da sind wir aber mal gespannt

02. Juli 2022

Auch hier „KEIN Elch“ !! wir fahren bis zur Meziadin Junction und verlassen den ALASKA – HIGHWAY Richtung Stewart..
Wir fahren auf ca 200 m. ü.M. durch ein schmales Tal, unzählige Lawinenzüge sind noch mit dicker Schneedecke versehen, die Hänge sind fast bis oben mit Sträucher und Moos herrlich grün bedeckt !!
Unzählige Gletscher sehen wir entlang unserer Tour, zum Teil reichen sie bis ins Tal.
Wie lange währt dieser tolle Anblick noch, bevor er weg geschmolzen ist ??
Ab und zu erhaschen wir ein paar Blumen am Wegrand !!
Stewart ist eine Kleinstadt mit ca 400 EW. 1902 siedelten die Gebrüder Stewart hier in der namenlosen Gegend an, Gold und Silberfunde und andere Minenbetriebe liess die Bevölkerung bis zum 1. Weltkrieg auf ca 10 000 EW anwachsen.. Holzwirtschaft, Fischerei und Tourismus prägen heute das Landschaftsbild.. Der Regionale Hafen von Stewart ist der nördlichste, ganzjährig eisfreie Hafen von Kanada !!
Ein kleiner Spaziergang durch das ruhige Dorf ist ernüchternd, nur noch sehr wenige Geschäfte sind geöffnet, seehr viele „For Sale“.. Eine von vielen „Geisterstädten !!
Bärenalarm im Dorf !!
Industrieanlage im Bear Lake..
Hyder ist eine kleine Siedlung im äussersten Süden des Bundesstates Alaskas, EW 48 ca die Hälfte der EW erwirtschaften ein Einkommen unter der Armutsgrenze von 11 500 $, das ist eines des tiefsten Einkommen in einer Gemeinde wo ca 95 % der Einwohner Weisse sind.. Auch hier waren Gold u Silberminen für ein Bevölkerungswachstum bis 15 000 EW verantwortlich.. Nach 1950 wurden viele Minen eingestellt und die Leute wanderten ab. Der Ortsnahme Hyder stammte vom Bergbau Ingenieur Frederik Hyder.. Der Kleine Zollplatz hier ist für Schmuggelware aller Art, vor allem Alkoholische Getränke sehr lukrativ, weil die Preise in Kanada extrem hoch sind.. Die Einreise nach Kanada wird scharf kontrolliert !!
DA war einmal ein Campingplatz !!
Und ist der Ort auch noch so klein, eine Poststelle darf nicht fehlen..
Kurz nach dem Uebertritt nach ALASKA wollen wir hier nach Bären Ausschau halten, welche zum Fischfang vorbei kommen…(manchmal) !!
DAS ist ein spezielles „Sicherheitsfenster“ um die Bären vor den wilden „ROLLIFAHRER“ ZU SCHÜTZEN, oder die Rollis vor den Bären ??? Uebrigens konnten wir die Kosten von 5 $ sparen, das Ticket ist nur noch Online zu lösen, der Ranger erklärt uns lachend, dass er hier aber kein WiFi hat und er lässt uns als seine Gäste auf den Holzsteg… Ja, fast vergessen, auch nach einer Std. sehen wir keine Bären… (Keine Salmon – keine Bären,) logisch !! Einen guten Typ bekommen wir vom netten Ranger: Unbegingt den Salmon Glacier besuchen, Strecke ca 40 Km auf Gravelroad!!
Ueberbleibsel einer alten Minenalage !!
Ein wohl älterer Bär mit „Kampfspuren“ am HInterteil kommt aus dem Wald, guckt interessiert bevor er ein paar Meter zurück ins Gebüsch flüchtet, von wo er uns dann beobachtet!!
Nicht nur das Wetter ist traumhaft, das Alpenpanorama mit den unzähligen Gletscher ist phänomenal !!
Ein solcher Schlafplatz mit Blick auf den Salmon River, einfach nur schööön !!
Auch der Blick zurück ins Tal ist nicht „schlecht“ !!
Die Strasse ist meist „ordentlich fahrbar“ Steine und viele Holzstämme werden einfach mit dem Trax zur Seite geschoben oder umfahren..
Der blaue Salmom Glacier kommt fast in greifbare Nähe !!
Wir staunen einmal mehr, WAS Natur uns alles zu bieten hat !!
Fast schon ein Gemälde !!
Der 18 Km lange Gletscher verläuft ab ca 1500 m.ü.M bis 450 m und liegt knapp unter dem Parkplatz mit WC..
Hochsitz als Fluchtort vor Bären ODER zur Gletscherbetrachtung ??
Mitten auf dem Gletscher, Schwimmbecken nur für ganz „COOLE“ !!
Walda hat den Gletscher für sich ganz ALEIN !!
Ein bisschen gehört er aber auch mir….
Auf einer knapp 5 -stündigen Wanderung sehen wir den ganzen Gletscher von verschiednen Seiten und dazu noch div. andere Gletscher..
Frische Eisabbrüche ..
Walda steht auf „dünnem Eis“…
Die Schneeschmelze baut ihre eigenen Skulpturen !!
Unser Weg ist ab u zu etwas „WÄSSERIG“ !!
Kleine Frühlingsbooten in der Felswand !!
Wir wandern bis zum ehemaligen Mineneingang, der Schacht war ca 18 Meilen lang..
Eine Gruppe junger „Goldsucher“ !!
Eine Gruppe Minenarbeiter geniesst an diesem schönen Ort ihr wohlverdientes „Feierabend Bier“..
Unser wohlverdientes Nachtessen direkt vor dem Gletscher, wauu soo coool!!
WC-Häuschen mitten in einer faszinierenden „Gletscherwelt“ !!
Auch ein ganz „DICKER“ hat den Weg hierher gefunden !
Wir sind extrem dankbar, dass wir auf diesem wunderschönen FleckERDE stehen dürfen, und wissen um unser Privileg und sind traurig, wenn wir an das viele ELEND auf der ganzen Welt denken..
Ein letzter Blick auf den grossen Wasserfall, welcher unter dem Gletscher hervorschiesst, es ist 2315 Uhr und wir gehen glücklich zu Bett…

04. Juli 2022

Ein letzter Blick auf den wunderschönen Gletscher im Morgenlicht, bevor wir die 40 Km „Holperpiste“ zurück nach Hyder fahren..
Wir folgen einem Wegweiser „Seafood“ und stehen alsbald vor dem Geschäft.. Wir stehen kaum, ruft ein älterer Herr aus dem Nachbarshaus, meine Frau kommt, wenn sie dann geduscht ist !!
Nettes Lokal mit freundlicher Bedienung aber mit extrem teurem Fisch, 2 Filet für 57 $…
Haiders USA, ist eine „echte Geisterstadt“ auch das „Fischerhaus“ hat schon einige „Kampfspuren“!! Wir fahren zum Kanadischen Zoll, wo wir wieder ein ARRIVECAN ausfüllen müsse, der Zöllner nimmt die Kontrolle äusserst genau und „klaut“ uns am Schluss noch den Pfefferspray, mit welchem wir schon um die halbe Welt gereist sind!!
Wir sind zurück in STEWART und kaufen bei einem „Schweizer“ fast ECHTE CERVELAZ, welche wir auf dem nahen Camping Platz bräteln..Hmm.. fast wie zu Hause!!
Bärenkontakt ist überall möglich, sogar auf dem Camping!!

05. Juli 2022

Auf dem Cassiar Highway 37 fahren wir durch das abwechslungsreiche Tal zurück Richtung Watson Lake..
Wir wählen den Weg auf dem Alaska Highway Richtung Whitehorse.. die Strecke nach Watson Lake ist wegen starken Ueberschwemmungen und Schäden an Strassen unpassierbar…
Tierische „Gesellschaft“ beim Kaffeehalt!!
Ein Gewitter zieht auf mit Blitz u Donner..
Die Landschaft wechselt ständig, hügelig, bewaldet, Sumpfgebiete etc. es wird uns nie langweilig..
DIESEL TANKEN wird plötzlich „Ueberlebenswichtig“ und an den wenigen Möglichkeiten, stehen wir dann gerne an. Walda muss zuerst ins Gebäude, Kreditkarte abgeben, TANKEN und dann zurück zum bezahlen!! Most klauen, unmöglich!
Unser heutiger Rastplatz wäre kaum zu toppen, wenn da die kleinen „Nager“ nicht wären!!
Walda muss zuerst aber noch die Zufahrt testen, das knietiefe Seelein hat aber einen festen Grund und lässt sich gut durch fahren.. UND saubere Füsse sind auch willkommen !!
Gut eingesprüht, geniessen wir den herrlichen Abend…. OHNE die Bären zu vergessen!!

DAS ist leider kein Morgennebel, auf dem Weg nach Whitehorse sind diverse Waldbrände ausgebrochen, die Luft ist stark rauchgeschwängert und die Durchfahrt „Gesperrt“, wir können aber zum Glück im Convoi durchfahren..
WAS für ein tolles Gefühl, WIR sind im JUKON angekommen !!
Im letzten Moment sehen wir diese RIESENGAENSE mit ihren 2 Jungen..
Das Wetter meint es gut mit uns..

07. Juli 2022

Whitehorse kommt uns vor wie eine „Grossstadt“, quirlig, laut, hektisch und teuer.. im Visitor Center bekommen wir viele gute Informationen, es „wimmelt“ von Deutschen und Schweizern etc. ALLE treffen sich beim Superstore, wo man zum Glück uebernachten darf.. Hier treffen wir ein Paar aus der Innerschweiz und sie überzeugen uns, dass wir doch zuerst den DEMPSTER HIGHWAY bis hinauf nach TUKTOYATUK, an das ARKTISCHE POLARMEER fahren sollen. In der Zwischenzeit läuft unser USA VISA ab und wir können dann erneut in die USA einreisen für 6 Monate.. Wir hoffen jetzt einmal dass das soo stimmt, wir hören immer wieder neue Einreisebestimmungen, so dass wir schon etwas verunsichert sind ???
Von Whitehorse aus sind sehr viele Aktivitäten möglich, Fischen, BIKEN, Wassersport, Wandern, etc, aber auch ein Treffpunkt und Austausch von Reisenden aller ART..
Chinesische Kinder Nanys mit Kinderwagen im Sechser-Pack!!
Auf dem Klondike Highway fahren wir Richtung Dawson City und übernachten auf einem herrlichen Aussichtspunkt..
An dieser „Schlüsselstelle“ kenterten sehr viele Schiffe mit „Goldschürfen“ an Bord, welche vom grossen Reichtum träumten!! WIR treffen hier gleich vier Schweizerpaare, welche auf dem Rückweg nach Whitehorse sind und uns einige Tips verraten.. so kommen wir erst kurz vor dem Mittag wieder weiter!!
Hier haben wir mega Glück, wegen Feuer ist ein Korridor von knapp 20 Km im Convoi zu fahren, die Vordersten sind 2 Std. vor uns losgefahren!!
Erstaunlich, dass trotz den häufigen Regenfällen so viele Feuer ausbrechen können!!
Ganz frisch abgebrannt, trostlos, unzählige Tiere und Pflanzen sterben bei jedem Brand !!
Wir fahren ein Stück auf dem Silver Trail Richtung Mayo, ABER auch hier entdecken wir keine ELCHE !!
In voller Fahrt entdecke ich einen SCHWARZEN PUNKT neben der Strasse, bremse und fahre ca 300 zurück..
Lange Zeit können wir den gefrässigen Kerl beobachten wie er ganz hektisch Beeren nascht!!
Unsere Freude ist immer wieder gross, wenn die Natur uns einen „BAEREN“ aufbindet.. man beachte die sehr elegante Fussstellung!!
Yukon ist mit 4 EW pro Km2 seehr dünn besiedelt, ab und zu auch mit BERNER !!

08. Juli 2022

Immer wieder stehen wir vor gigantischen Strassenbau Projekten !!
Hier wird schnell eine Schlucht von ca 50 m tiefe auf gefüllt¨¨
Bei diesen Muldenkipper sieht sogar unser Pilot Car klein aus..
Feuer und bissiger Rauch begleiten uns über 50 Km weit..
Die Sonne weigert sich immer mehr, UNTER zu gehen!!

09. Juli 2022

Vom komfortablen Klondike Highway biegen wir ab auf den berühmten Dempster Highway, 735 km auf Schotterpiste, schafft das unser „Cämperli“ ???
Brücke über den Klondike River..
Wenn diese Trucks mit 100 Sachen vorbei rauschen, dann gehst Du am besten schnell zur Seite und hoffst, dass die Windschutzscheibe „heil“ bleibt !!
Der Baumbestand geht deutlich zurück und die Tundra kündigt sich an..
Wir übernachten auf einem Parkplatz, von welchem aus Weitwanderwege bis 23 Km, in mehreren Etappen gewandert werden können!!
Auf unserer „ruppigen“ Schotterpiste machen wir kurz Halt beim Tombstone Visitor Center, wo wir einen Einblick von den einheimischen Tiere bekommen. Hier ein stattliches Elchgeweih.., wenn dir so eines in die AUGEN schaut, gute Nacht!!
Im Blackstone River hat es immer wieder grosse Eisplatten, welche erst jetzt wegschmelzen !!
Kein Wunder, sind diese Flüsse im Winter Begeh und Befahrbar, bei diesen Eisschichten !!
Die Hügel werden immer kahler und Moos und Flechten wachsen vermehrt, Futter für die Caribous, leider sind wir zur falschen Zeit hier und entdecken keine!!
Aus dem Gestein werden Sulfate und andere Mineralien gewaschen und das ganze Flussbett wird über viele Km rostrot gefärbt!!
Ein wichtiger Hinweis für die überraschend vielen Motorradfahrer, welche die beschwerliche Strecke befahren!!
Wir freuen uns an jeder Tafel, jedem Hinweis auf der fast menschenleren Strasse..
FAST kein Ende in Sicht und es rüttelt und rumpelt, STUNDENLANG !!
Wir erreichen Eagle Plains und wollen da übernachten, ABER als wir ein seeehr gesprächiges, bekanntes Paar antreffen, machen wir uns sogleich vom „Acker“!!
Wir fahren noch bis zum Arctic Circle, es ist 2100 Uhr und noch hell, dafür wird unser Cämperli immer „DUNKLER“ !!
Ob wir diese Box jemals wieder sauber kriegen??
Wunderschöne Abendstimmung genau auf dem „POLARKREIS“, WAS für ein Gefühl!!
Teilweise werden die Schotterstrassen mit solchen Trucks bewässert, dass es etwas weniger staubt!!
Die Strasse ist abwechslungsreich, runter, rauf, kurvig und verläuft fast immer auf einem Kamm und ist oft über grosse Distanzen zu erkennen, vor allem wenn sich ein Fahrzeug nähert, ist die Staubwolke über unzählige Km zu erkennen, „Frühwarnsystem“!!
Es ist noch ein „gutes Stück Weg“ bis nach INUVIK !!

10. Juli 2022

Wir durchqueren riesige Distanzen und die Tundra verschwindet irgendwo weit hinter dem Horizont. Wir stellen uns im Tal grosse Herden von Bison vor, welche hier früher wohl geweidet haben, ebenso die riesigen Caribou Herden, welche noch heute vorbei ziehen!
Ob der rote Staub wohl auch aus der Sahara stammt??
Immer wieder sind grosse Waldflächen unter Wasser !!
Wir sind sehr überrascht und beeindruckt, wie viele Biker wir auf der Strecke antreffen, oft sehen wir schon lange vorher die Radspuren auf der Strasse, welche im Zick Zack den besten Weg suchen. Es gibt meistens eine Gelegenheit, für einen kurzen „Schwatz“ und alle nehmen sehr gerne Wasser und Riegel und sogar Magnesium gegen Wadenkrämpfe..
Wir verlassen den Yukon und befahren nun das Northwest Territories ..
Wo die Strasse endet, führt im Sommer eine Fähre über den Fluss, im Winter ist der Fluss gefroren und befahrbar..
Sogar Bike-Rennen werden auf dem Dempster Highway gefahren, (eher Hobbymässig)!
Wir erreichen Fort Mc Pherson, das auch bloss über den Fluss zu besuchen ist..
Dieser Auflieger „füllt“ die ganze Fähre !!
Die Zufahrt lässt keine Wünsche offen und wird laufend dem Wasserstand angepasst, auf unserer Fahrt hat wohl die Navigation nicht ganz gestimmt und der Käpten hat mit der Schiffschraube das Kies im Flussbett tüchtig aufgewühlt!!
Lange rätseln wir, woher diese riesigen Eisschollen kommen, welche hier weit oberhalb des Flusses liegen, bis wir ein gutes Stück oberhalb, den ehemaligen Pegelstand des Flusses entdecken und so erahnen, dass der Fluss im Frühjahr bei der Schneeschmelze rund 10-12 m höher stand und so diese riesigen Eisbrocken dorthin schwemmte, gewaltig !!
Nach 735 staubigen, für unser Cämperli UND für uns recht harten Kilometer sind wir froh, dass wir heil in INUVIK, der nördlichsten Stadt von Kanada ankommen. Wir durch fahren kurz die Stadt mit seinen ca 3200 EW und staunen über die Bauweise der Häuser etc. Der Schlüssel heisst „PERMAFROST“ Die ganze Stadt ist auf Permafrost gebaut, das heisst, sämtliche Häuser stehen quasi auf „Stelzen“ , Zuleitungen für Wasser und Gas, Abwasserleitungen und Elektrik werden über dem Boden geführt. Vor jedem Haus stehen z.T. mehrere Snowmobil, so wie bei uns Fahrräder. Der erste Eindruck ist eher ernüchternd, ALLES ist sehr schmutzig , Staub OHNE Ende, (ABER halt der Situation, den hiesigen Möglichkeiten ) entsprechend. Die EW sind vorwiegend ca 60 % Abstammung von Europäischen Länder. In INUVIK leben extrem viele Randständige Personen, welche überall „herumhängen“.. Die Zukunft der vielen Kinder ist hier bestimmt auch nicht gerade „rosig“!! Nach einer Nacht auf dem sehr bescheidenen Campingplatz, (die Dusche/WC werden gerade saniert) verziehen wir uns zurück ins Dorf und suchen nach einem Ort, wo wir wieder einmal über WiFi verfügen, ich kann leider nur über das teure Tel. u Hotspot meinen Blog wieder nachführen!!

11. Juli 2022

Ein Wahrzeichen von INUVIK ist die Iglu – Kirche..
Happige Preise beim Tanken, 1 Lt Diesel 2.56 Can $
Hier werden Bootstouren auf dem Mackenzie River angeboten, NUR die Touristen fehlen noch !!
Ein kleiner freundlicher Farbtupfer inmitten der langweiligen Reihenbauten auf Pfählen!!
Das nördlichste Gewächshaus bietet den Einwohner der Stadt Inuvik einige Möglichkeiten an, um ihre Selbstversorgung, wie die Urvölker es getan haben, zu verbessern. Hier kann man kleine „Parzellen“ mieten und bepflanzen..
Leider verpassen wir die letzte Führung durch das Gewächshaus!!
Interessante Informationen für die Selbstversorgung.. Die meisten EW werden aber nach wie vor im sehr gut dotierten Supermarkt einkaufen, da kriegt man wirklich fast alles und DAS fast am Ende von Kanada!!
Der Chevi links musste wohl gerade zum „TUEF“ denn sonst sehen alle PKW so aus wie der Chrysler recht, sooo schmutzig sah mein Voyager noch nie aus!!
Sogar mit einem Skiklub kann Inuvik aufwarten!!
Wir verziehen uns an eine nahegelegene Bucht, (NEIN, nicht zum WOMO waschen !!
Trotz der „steifen Brise“ kriegen wir die Poulet-Schlegel gebraten und mit den feinen Kartoffeln und Rüebli von Walda geniessen wir ein kleines „Festmahl“. Etwas ähnliches hätten wir in Inuvik wohl kaum gefunden, da werden hauptsächlich „Fastfood“aller Couleur angeboten… Wir wollten heute Nacht die Mitternachts Sonne angucken, ABER dicke Regenwolken vermaseln uns diese Idee!! Hoffentlich giesst es morgen nicht in Strömen, wir wollen die restlichen 150 Km bis nach TUKTOYAKTUK, zum Arktischen Polarmeer fahren, auf Schotterpiste natürlich !!

12. Juli 2022

Die gestrige Wettervorhersage stimmt zu 100 % und so starten wir im dichten Nebel Richtung Norden..

Wir sind immer froh, wenn wir ein paar gute Ratschläge mit auf den Schotterweg bekommen !!
Schon bald „verschluckt“ uns die Tundra !!
Von den Elchen, leider auch heute keine Spur, ABER einen seehr eiligen Schwarzbär sehen wir über die Strasse huschen und im Gebüsch verschwinden, gut zu wissen, wie schnell die Bärchen sprinten können!!
Auch auf dieser Route entdecken wir bestimmt über 100 dieser Snowmobile, es bleib für uns ein Rätsel, ob diese „ausgemustert“ wurden, ODER im nächsten Winter wieder zum Einsatz kommen sollten!!
Wir wollen die Strecke nicht „Schönreden“, ABER bei Sonnenschein wären die unzähligen Seen noch viel attraktiver!!
Die Schotterpiste ist übel, wir fahren oft „Schritttempo“, das Thermometer zeigt 5 Grad, DAS alles lässt diesen „Trompeterschwan“ aber kalt!!
Blumige Aussichten !!
Wir staunen über diese überdimensionale Bachdurchführung, welche mit einem aufwändigem Alarmsystem ausgestattet..
Nach knapp 5 Std. Fahrzeit für die 150 Km, erreichen wir unser heutiges Ziel..
Nach knapp 900 Km Schotter/Gravelpiste fahren wir, (nicht ganz ohne Stolz) in TUKTOYAKTUK ein… Nicht nur unser „Cämperli“ hat oft geschlottert, gewimmert und sich aufgebäumt, auch ich habe einige Male kräftig geflucht, über den schlechten Zustand des „DEMPSTER HIGHWAY“…
Die ca 750 EW von Tuktoyaktuk leben in eher bescheidenen Holzhäuser, alle auf Stelzen, um dem PERMAFROST wiederstehen zu können- Die Wintermonate sind lang, 60 Tage lässt sich die Sonne nicht blicken und sie sind mit über -50 Grad bitter kalt.. Von Juni bis August geht die Sonne dafür ca 56 Tage nicht mehr am Horizont unter. Wir hätten sehr gerne die Mitternachtssonne betrachtet, ABER die Aussichten für die nächsten 7 Tage sind sehr schlecht..Pech gehabt!! Soo lange haben wir nicht Geduld!!
Das Abfall Problem springt uns eingangs Dorf brutal an, ES gibt nichts, das nicht hier entsorgt wird, PKW, Truck, Kühlschränke und Haushaltsmüll, riesige Berge.. Viele Trucks bringen Baumaterialien etc, hierher, WARUM können diese LEERFAHRTEN zurück, nicht mit Alteisen etc genutzt werden ???
JA, es stimmt, WIR stehen am nördlichsten Punkt von KANADA, am Polarmeer, soo cooool !!
Walda wäscht Ihre Füsse nicht in „UNSCHULD“, sondern im Arctischen Ocean, auch coool !!
Wir übernachten direkt am Polarmeer !!
Natürlich darf „Mann u Frau“ auch hier heiraten!!
Das Hochzeits „MOTTO“ könnte blau sein, trotz knappen Grad sind vor allem die Damen leicht bekleidet, der Bräutigam gibt sich „etwas bedeckt“ (mit Dächlikappe) !! Auch wir werden spontan zum Essen eingeladen, ich habe aber keinen Mut und lehne dankend ab. Wir schenken dem Bräutigam ein „echtes Viktorinox“ Sackmesser, damit er seine Liebste immer verteidigen kann!!
Wir machen einen Rundgang durch das Dorf, die Kreuze sind extra hoch, damit man auch im schneereichen Winter gute Uebersicht hat.. Der Friedhof liegt sehr optimal, direkt neben dem Spital, sollte mal etwas schief gehen…sind die Transportkosten nicht so hoch, na ja bei diesen Spritpreisen!!
Dieses Arctische Erdmännchen hat sich ein warmes Zuhause ausgesucht..früher wurden die Gebäude mit viel Torf bedeckt und so vor Kälte geschützt!!
Dass kein Licht ins Haus drang spielt keine Rolle, die Sonne kam eh den ganzen Winter nicht zum Vorschein!!
Lange Nächte bringen „Kindersegen“ und so floriert auch der Schulbus!!
Blockhaus hier, OHNE Wald.. ev. wurde „Schwemmholz“ verbaut, das massenhaft in div. Buchten angeschwemmt wird..
Obdachlose sehen wir wenig, ich befürchte, dass die armen „Teufel“ in solchen „Autohäuser“ erfrieren !

13. Juli 2022

Das Wetter ist und bleibt kalt und nass vorläufig, da kommt der Rettungsring kaum zum Einsatz..
Wir drehen eine letzte Runde um den nördlichsten Punkt von Kanada und nehemen die knapp 1 000 Km Schotterpiste unter die Räder..
Viele WEGE führen nach „Rom“, ABER nur eine Schotterpiste Richtung DAWSON CITY !!
Wir entdecken ab u zu solche grosse Mulden und vermuten, dass hier der Permafrost geschmolzen und der Boden eingesackt ist??
Unter einer dicken Schicht von Erde und Torf liegt der Permafrost..
Eine kleine Abwechslung, auf der Fähre rüttelt u schüttelt es wenigstens 15 Min nicht!!
Der Regen verwandelt die Strasse in eine matschige Dreckpiste, der „Anhalteweg“ verlängert sich erheblich..
Wir verlassen das NORTHWEST TERRITORIUM, ABER auch der Yukon empfängt uns z.T. mit dichtem Nebel, wir fahren vorsichtig, weil wir die Radfahrer erst spät sehen können und es sind einige davon unterwegs!!
Schneeflocken tanzen und es ist knapp O Grad…

14. Juli 2022

Wir tauchen ein, in unendliche Weiten, die Strasse ist praktisch leer!!
Einige Schotter- Pisten sind markiert und für Landung u Start von Flugzeugen zugelassen !!
In Eagle Plains machen wir einen Halt im gemütlichen Trucker Restaurant, Zutritt aber nur in Socken erlaubt !!
Ich durfte die REIFEN ausnahmsweise auf den Felgen lassen !!
Restaurant, einfach, urchig und etwas „müffelig“ !!
Unzählige Jagdttrophäen hängen an den Wänden, „ich glaub mich knutscht ein ELCH“
Leider war dieser kleine Kerl die einzige Tierbegegnung am heutigen Tag..
Dafür ein toller Schlafplatz in der Natur..
Endlich reisst der Himmel auf und wir stehen über dem Nebelmeer, wenigstens für kurze Zeit!!
Bei diesen tollen Ausblicken wird uns nie langweilig..
Heute ist richtig „Betrieb“ auf dem Dempster Highway, anspruchsvoll auch für die BIKER auf der Gravelroute und dem gandenlosen Staub, nur wenige Truckfahrer verlangsamen ihr Tempo…
Adieu Dempster Highway, DU hast uns einiges abverlangt, vor allem unserem WOMO, hat sich dieser Abstecher an das Arctische Polarmeer, dem nördlichsten Punkt von Kanada überhaupt gelohnt?? DER Weg ist wie so oft das ZIEL und so können wir sagen, Ja, es war eine tolle „Erfahrung“ !!

Und dann stehen wir vor den Toren von DAWSON CITY, ALLES, einfach ALLES rund um unser WOMO strotzt vor Schmutz, wie kriegen wir das bloss wieder sauber.. Wir haben die knapp 2000 Km lange Gravelroad toll gemeistert, OHNE Reifenschaden, leider haben wir auf den letzten Meter noch zwei heftige Steinschläge von „Jeep Rasern“ kassiert, hoffentlich reisst die Scheibe nicht !!

Bei der Fahrt Richtung Stadt sehen wir unzählige dieser riesigen Geröllhalden, das ganze Gebiet rund um Dawson wurde buchstäblich „umgeackert“, jeder Stein maschinell umgedreht, auf der Suche nach Gold!!
Vor dem Visitor Center ist ein Platz frei für uns, wie gewünscht!!
IM Visitor Center ist richtig Betrieb, wir bekommen ein paar Tips um die Stadt zu erkunden, soo richtig „Barrierefrei“ wurde damals noch nicht gebaut!!
Erste Eindrücke von der Goldwäscher – City..
Die Stadt bem¨üht sich sehr, die alten Gebäude zu erhalten und zu restaurieren und ist dadurch extremer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, vor allem auch von Reisemobilen „wimmelt“ es geradezu!!
IN den besten Jahren zwischen 1898 bis 1906 lebten hier in Dawson ca 40 000 EW, die meisten auf der Suche nach Gold.. heute leben noch ca 2000 Personen hier im Sommer, im Winter ist die Stadt praktisch leer.. verständlich bei Temperaturen von z.T. unter -50 Grad…
Unser Nachtessen „beim Griechen“ und das im Yukon, schmeckt ganz gut..
Seit einigen „Generationen“ werden in diesem Geschäft wertvolle Schmuckstücke angefertigt..
Die Haupstrasse dem Yukon River entlang ist die einzige geteerte Strasse in der Stadt..
In der Stadt „wimmelt es von Deutschen und Schweizer Reisenden, hier treffen wir zwei aus Solothurn mit ihrem „Scania“ !!

16. Juli 2022

Wir treffen am Vorabend „Uli“ aus Adelboden, welcher hier ein Hotel führt, ihn fragen wir spontan, wer uns die Frontscheibe am WOMO reparieren könnte. Kein Problem meint er und schon hat er seinen „Grandfather“ kontaktiert, welcher nun trotz Regenwetter, pünktlich bei uns auftaucht. Er packt Werkzeug u Leiter aus und fängt an die Löcher zu säubern und mit „Harz“ zu füllen. Sein Alkoholkonsum muss beträchtlich sein, denn er zittert wie ein Greis und er verkleckert die halbe Scheibe mit dem HARZ.. NUN, wir hoffen einfach, dass wenigstens die Scheibe nicht weiter reisst… Wollt ihr wissen wie ich nach der ganzen Uebung ausgesehen habe… nee, wollt ihr nicht!!
Nach der feuchten Scheibenreparatur machen wir uns auf die Suche nach einer Waschanlage,Walda wechselt einen „BERG“ 1-Dollar Münzen für die Waschaktion (WOMO“ und für den riesigen „Wäscheberg!! Nach einem halben Tag haben wir wieder fein riechende Klamotten etc, danke Walda für die mühsame Waschaktion!! Leider können wir die lange Wartezeit nicht für „Büroarbeiten nutzen, das WIFI ist grossräumig ausser Betrieb..
Trotz heftiger Gegenwehr erscheint laangsam wieder die ursprüngliche Farbe, sauber wird es aber nicht und wir sind fast so nass wie unser „Cämperli“ !!

Wir unternehmen noch einen kurzen Abstecher auf den „Hausberg“ von Dawson City. dem Midnight Dome.. Ein junges Paar aus Kalifornien spricht uns an, sie haben uns schon mehrere Male gesehen, so auch in Haider und nun in Dawson..
Blick vom Midnight Dome auf den Yukon River und Dawson Citiy..
Das ganze Tal und bis weit in die Hügel hinauf wurde auf der Suche nach Gold jeder cm umgegraben..

17. Juli 2022

Endlich geht heute Morgen das Internet wieder, so kann ich div. Dinge wieder etwas nach arbeiten, bevor wir noch einmal durch das Städtchen streiffen. In einer Jewellerie, (mit sehr bescheidenem Einbruchschutz) machen wir einen kurzen Besuch!!
EINES von vielen sehr schön erhaltenen Gebäuden, welches das Flair der „Goldrausch Zeit“ wiederspiegelt!!
Hier findet man alles, Winterjacke für 1000 $ oder Moskitonetz, unglaublich!!
Im Spielcasino finden täglich, jeden Abend 3 Shows statt, wer genug Geduld hat um über eine Stunde an zu stehen, darf für 20 $ dabei sein!!
Die 1901 erbaute Kirche steht, wie das ganze Städtchen, auf Permafrost Gebiet, darum stehen sehr viele Gebäude Etwas schepps“ in der Landschaft und sollten dringend saniert werden!!

18. Juli 2022

Die Strasse endet in Dawson City und die Fähre bringt uns bei miserablem Regenwetter über den Yukon, nicht ganz soo einfach bei dem Hochwasser!!
Good bay Dawson City, quirliges Städtchen, das uns einen Hauch aus seinem früheren „Leben“ vermitteln kann, leider spielte das Wetter einmal mehr nicht so richtig mit…
Wir fahren auf dem menschenleeren „Top of the world“ Highway, welcher Dawson City (Kanada) mit Tok (USA) verbindet !
Und schwupps, haben wir eine Stunde gewonnen, unser Tag hat 25 Std.
Im dichten Nebel verlassen wir den wunderschönen YUKON !!
Nach knapp 100 Km Fahrt taucht im Nebel, fast unverhoft, das kleine Zollgebäude auf, jetzt wird sich gleich entscheiden, WIE unsere ALASKA – TOUR weitergehen kann. Gemäss unserem Visa sind die , 6 Monate am 7 August 2022 vorbei, das heisst „AUSREISEN“ Tschüss und Adé ALASKA !! Das Wetter könnte kaum schlechter sein, der Zöllner aber ist freundlich und kommt alsbald mit unseren Pässen zurück, wir könnten losfahren… ABER jetzt fragen wir, ob wir etwas länger in den USA REISEN könnten.. wie lange denn werden wir gefragt, na ja.. ca 8 Wochen..Bald darauf stehen wir im Zollgebäude, unsere Hände u Augen werden neu gescannt und schon steht der neue Ausreisetermin fest: 17. Januar 2023..
Soo cool, in den letzten Wochen hat uns dieses Thema fast täglich beschäftigt!!
JUPEEEE, wir haben es geschafft und können nun OHNE Zeitdruck Alaska und ev, später noch einmal die USA bereisen!!!
ALASKA wir kommen, auch wenn der Himmel noch weint, WIR sind überglücklich!!
Plötzlich scheint für uns die “ GANZE WELT“ OFFEN zu stehen und so entscheiden wir uns spontan für einen Besuch in „Eagle“ dem Nordöstlichsten Ort der USA !!
Die 69 Meilen „Gravelroad“ auf schmalen Strassen stören uns überhaupt nicht..
DAS ist für uns ALASKA, Wälder, Flüsse und endlose Weiten, keine Menschenseele, stundenlang, NUR wir und die Natur !!
Wir kommen in EAGLE an, DAS sind die ersten „Wahrzeichen“ von Zivilisation…
Dieser „Messi“ hat sogar seinen eigenen Flieger im Garten !!
Die wenigen Häuser sind weit verstreut, Aerger mit dem Nachbar ist fast unmöglich!!
Und dann stehen wir am legendären YUKON River, welcher hier eine imposante Breite mit drei Flussläufen aufweist und zur Zeit Hochwasser führt..
Geschichte von EAGLE !!
Viele Häuser sind verlassen, die Fassaden blieben erhalten !!
Auch am ENDE der Welt steht eine Poststelle!!
Modornste Zapfsäule mit Videoüberwachung und Säulenfernbedienung, Hauptsache wir kriegen etwas Diesel !!
Mister Trump hatte hier wohl begeisterte ANHÄNGER !!
EAGLE zählt zur Zeit ca 83 Einwohner, selbstverständlich dass es einen Flugplatz gibt, Mann muss ja schliesslich mit der Aussenwelt in Kontakt bleiben!!
Bunt verstreut stehen ca 10 Kleinflugzeuge neben der Piste, da scheint jeder Einwohner auch ein „bisschen Pilot“ zu sein..
Der Norweger Polarforscher Amundsen ist hier in Eagle, nach seiner unglaublichen Arctis Durchquerung gestrandet !!
Die „Nord – Westpassage von Roald Amundsen, gestartet in Norwegen, zuerst mit dem Schiff, dann mit Hunden und zuletzt zu Fuss.. endete 1905 nach 2 Jahren in EAGLE, von wo er Telegrafisch seine erfolgreiche Mission nach Norwegen überbrachte!!
Hier soll Amundsen angekommen sein..
Wir geniessen den traumhaften Abend am Yukon !!
Walda lässt die Seele „BAUMELN“ !!

19. Juli 2022

Der kleine spezielle Ort „EAGLE“ gefällt uns besonders gut und deshalb wollten wir einen weiteren Tag hier verbringen und auch eine nahe Schlittenhunde Zucht besuchen.. ABER es giesst wie aus Kübeln und so beschliessen wir zähneknirschend, die 150 Km Gravelroad zurück zu fahren!! Obwohl ich auf die Löcher etc aufpassen muss, habe ich dazwischen genug Zeit um über meine 30 Jahre im ROLLSTUHL nach zu denken, nach dem Absturz mit dem Gleitschirm am 19.7.92 begann für mich ein neues LEBEN !!!

Die Schotterpiste erlaubt uns eine Geschwindigkeit von knapp 30 Km pro Std, sehen wir ev. heute ein paar Tiere??
Nach ca 35 Km Fahrt, machen wir einen kurzen Halt bei einer alten Unterkunft der „Kavallerie“, welche in EAGLE im Fort Egebert stationiert war.. UND…der Regen hat sich schon längst verzogen ich ärgere mich tüchtig, dass wir nicht mehr Geduld hatten und weg gefahren sind!!
Die herrliche Natur entschädigt uns dafür..
An diversen Flussabschnitten wird fleissig und scheinbar mit Erfolg, Gold geschürft, dazu werden kleine tragbare Geräte eingesetzt !!
Auch mit dem Feldstecher kann Walda keine Caribou, Elche oderBären etc entdecken!!
Der kleine „Stinker“ zeigte uns nur sein Hinterteil !!
Wir erreichen den kleinen Ort „CHICKEN“ ..
Chicken liegt direkt am Taylor Highway und die rund 50 EW versuchen im Sommer möglichst viele Touristen an zu locken!! Im Winter trotzen noch ca 6 hartgesottene der eisigen Kälte.. Alles dreht sich um die GOLDIGEN Jahre des Goldschürfen !! Heute werden mit dem Truckgoldhaltiges Material“ heran gekarrt und die Touristen können für 10 $ 2 Std lang nach Gold schürfen!!
Dieses schwimmende Abbaugerät „Pedro Dredge“, von ca 500 Tonnen wurde 1998 in 30 tägiger Arbeit eine Meile weit an den heutigen Standort verschoben… Ein Förderband mit vielen Schaufeln bestückt transportierte das Kies aus dem Flussbett, in der Mitte wurde gesiebt und rechts das „ENTGOLDETE“ Material zurück in den Fluss geschüttet !!
Rund um den Campingplatz stehen schwere Maschinen, welche ab ca 1905 im Einsatz waren..
Maschinistin Walda, mit Volldampf voraus !!
Es wurden keine Mühen und Kosten gescheut, um die Goldgewinnung zu steigern, Flussgängiges Raupenfahrzeug..
Motorsäge mit Keilriemen Antrieb, das Fräsenblatt drehte „GEGEN“ den Maschinisten!!
Mit diesen „Wasserspritzen“ wurde mit Hochdruck Geröll u Sand weg gespült um Gold frei zu legen !!
In den alten Maschinen finden Mauersegler einen günstigen Brutplatz !!
Das Campingplatz – Office ist auch ein bisschen Restaurant, Gift Shop und Museum !!
Da sollte sich „Meister PETZ“ aber in Acht nehmen, ECHTE Bärenfallen zu kaufen!!
Im naheliegenden Chicken Old Town, trinken wir einen Kaffee und werden von einem Schweizer Paar angesprochen, wir laden sie spontan zum Nachtessen ein und können so unseren grossen Fisch auf den Grill schmeissen !!
In der Baar geht am Abend so richtig die POST ab und so bleiben auch ab u zu fremde BH’s hier hängen!!
Etwas „eingeklemmt“ zwischen den Baracken, lebten auch einige Hühner, bis sie wegen CORONA evakuiert wurden!
Hier werden überraschend viele regionale „Biere“ gebraut !!

20. Juli 2022

Wir fahren „fast wie auf Wolken“ auf der asphaltierten Strasse Richtung Tok, allerdings ist auch hier höchste Aufmerksam notwendig, ständig hat es Risse und Spalten im Belag von bis zu 30 cm Breite und Tiefe, Strassenbau auf Permafrost ist extrem schwierig.. Ein kleines Highlight haben wir schon am Anfang als wir eine Elchkuh mit ihrem Kalb entdecken, leider sind die beiden aber schnell unterwegs und verschwinden im Gebüsch..

Wir überqueren den „South Fork River“ und erspähen einen riesigen Platz !!
Auf dem „Dempster Highway (1950 Km) Gravelroad hat es manchmal grauenhaft „gestaubt“, wenn wir einen Truck gekreuzt haben, die Fahrt nach EAGLE, nochmal knapp 300 Km auf schmalen Schotterpisten, bescheerte uns nochmals viel Dreck und Staub.. ENDLICH habe ich

hier die Möglichkeit, bei gutem Wetter und viiiel Platz, die ganze Garage aus zu räumen und jede Kiste zu inspizieren und ab zu stauben.. während Walda sämtliche INNEREIEN unseres WOMO poliert…wir sind nach drei Stunden fast fertig als plötzlich Regen einsetzt und wir uns mächtig sputen müssen, UFF..wir schaffen es in letzter Sekunde!!
Wir erreichen TOK, Ausgangs Punkt für div, Kanu und Wandertouren, Strassenknotenpunkt nach Fairbanks und Anchorage, TOK besteht hauptsächlich aus Campingplätzen, Tankstellen mit Waschanlagen und Autowerkstätten sowie einem grossen, überraschend gut bestückten Laden.. Wir reinigen unser WOMO, nach fast einer Stunde kommt allmählich rundum weisse Farbe zum Vorschein!! Wir buchen beim Alaska-Camping mit 4 Sternen in der Hoffnung, dass auch ich wieder einmal in den GENUSS von einer Dusche komme.. Aerger und Frust sind mega gross, als wir feststellen, dass es einmal mehr nicht möglich ist !!!

22. Juli 2022

Blick zurück auf den schönen, gepflegten 4-Stern Campingplatz, OHNE Duschmöglichkeit für mich, ärgert mich immer noch!!
Nach TOK fahren wir durch ein abwechslungsreiches Tal, ABER die Strasse verläuft über 25 Km schnurgeradeaus, dafür mit vielen Wellen und Löcher.. aber auch mit vielen schönen Seelandschaften u supertolle Grillplätze wie hier..
Wie lange haben wir auf diesen Moment gewartet, eine Elchkuh, direkt neben der Strasse, welche nach Futter sucht und nicht sofort das Weite sucht…
Einfach cooles Tier.. soo riesig, fast unförmig, trotzdem fast elegant wenn sie davon traben..
Die Strasse scheint in den Bergen zu enden, unsere Augen freuen sich an den vielen Fireweed..
Wir erreichen Delta Junction..
Hier endet der berühmte Alaska-Highway nach 1422 Milen..
Während dem 2. Weltkrieg wurde der Alaska Highway, 1422 Meilen, in unglaublichen 8 Monaten und 23 Tagen fertig gestellt, aber mit grossen Materiellen und Personellen Verlusten..
Ein Besuch in den Visitor Center lohnt sich immer wieder, wir bekommen gute, Regionale Informationen und Karten und wenn uns ein soo freundlicher Bison anlacht…
Diese drei Pipelines führen bei Delta Junction vorbei..
Die Pipeline transportiert Oel von Prudhoe Bay nach Valdez ueber 1287 Km zum eisfreien Hafen, wo es auf Oeltanker verladen wird. 1989 lief hier der Riesentanker EXXON auf ein Riff und verursachte eine riesige Oelkatastrophe!!
Mit diesen komisschen „PILZEN“ werden die Pipelines gereinigt!!

Hier verschwindet die Pipline, um die Strasse zu unterqueren!!

23. Juli 2022

Nach den starken Regenfällen in der Nacht, reisst endlich der Himmel auf !!
Dem mächtigen „Tanana – River entlang gehts auf dem Alaska Highway Richtung Delta Junction, der Fluss ist zeitweise über einen Kilometer breit mit unzähligen Inseln..
Hier sieht man wie riesig der grösste Staat der USA, Alaska (in rot) ist, mit seinen ca 1 700 500 Km2 Fläche ist, er ca 43 x grösser als die Schweiz, aber auch grösser als Kalifornien, Texas und Montana zusammen !!
Während in Europa soo vieles verdorrt, führen die meisten Flüsse hier Hochwasser !!
Alaska verfügt über einen sehr grossen Militärflughafen, neben den Frachtflugzeugen stehen sehr viele Kampfflugzeuge bereit !!
Wir machen einen kurzen Besuch beim grössten und WICHTIGSTEN SANTA CLAUS der Welt…
Santa Claus, fast soo hoch wie die Fichten im Hintergrund…
Klar muss der Santa Claus für seine Schlittenfahrten eine ganze Schar Rentiere anspannen !!
In der mega grossen Austellungs/Verkaufshalle gibt es eine Fülle von Weihnachts Artikel, (Made in China) uns graust es !!
Ca 1950 hatte jemand die Idee, dass jedes Kind, welches einen Brief mit seinen Weihnachtswünschen an den „SANTA CLAUS“ schreibt, EINE ANTWORT erhalten soll.. An dieser Wand hängen Briefe aus aller Welt, adressiert an den SANTA CLAUS.. Das finde ich ja eine coole Idee, heute werden auch digitale Weihnachtsbriefe beantwortet!! ABER der Verkaufsladen.. schrecklich!!
Im naheliegenden Gehege werden Rentiere gehalten, damit der Santa Claus JEDERZEIT startbereit ist, für seine grosse Mission !!
In Delta Junction kauften wir ein tolles Stück Beef für ein Gulasch… NUR leider habe ich da ein „CORNED – BEEF“ erwischt, irgendwie ein gepöckeltes Fleischstück. DAS Gulasch wird nicht gerade der „BRUELLER“ und Walda überlässt mir „kampflos“ den ganzen Topf, ausser dem Gemüse!!
Am Cheena Lake River stehen wir wunderbar und merken dann gegen Abend, dass wir in den naheliegenden Park „flüchten“ müssen..
Das Wetter ist traumhaft, die Infrastruktur zum Padeln auch, (man beachte links im Bild die Ein/Aussteige Rampe f¨ür Rollifahrer, heller Wahnsinn, für das, dass wir absolut nirgendwo Personen im Rollstuhl sehen..
Toller Rolliplatz, asphaltiert, mit Tischverlängerung unterfahrbar, für 20 $.. Luxus pur !!

24. Juli 2022

Wir trauen den Augen nicht, Blick aus dem Dachfenster..blau, blau, blau….

Wir schnappen uns unsere Stöcke und drehen eine gute Runde rund um die div. Cheena Lake ..
Ein „Minireiher“ (Kleiner Gelbschenkel) sucht nach Futter, das Wasser ist extrem sauber !!
Diese Pappel hat ein BIBER vor kurzem „gefällt“, der hat definitiv das bessere Gebiss wie ich !!
Welches Kajak passt wohl am bessten für mich??
Das schnittige „Rennboot“ wird extra fü¨r mich aus dem Schuppen geholt, hm, fast neu und sauber!!
UND schwupps, schon sitze ich im Kajak, Rückenlehne passt auch, es kann losgehen..während ich so da sitze und warte, entdecke ich gleich nebenan eine super mega, tolle Ein/Aussteige Rampe für Rollifahrer.. Unser Typ vom Bootsverleih weiss das aber noch nicht, wie gesagt, Rollifahrer sind eine seltene „Spezies“ !!
Der Start war dann aber doch „etwas wackelig“ bis ich meine Balance „eingestellt“ habe, aber dann erkunden wir die vielen Buchten und Zwischenkanäle und geniessen das ruhige Dahingleiten !!
Kanadische Gänse zeigen uns einen „Gänseparade“ !!
Nach drei Stunden „Padeln“ sind unsere Batterien langsam „erschöpft“ und wir verlassen den wunderschönen See, NATÜRLICH über die tolle Rampe !!
DAS Wetter ist endlich sommerlich und warm, ein toller Tag..

25. Juli 2022

Nach kurzer Fahrt sind wir in FAIRBANKS und parken auf dem grossen PIONIER – Platz, wo wir auch übernachten können.. Zuerst besuchen wir aber den Park mit vielen Zeitzeugen aus der Goldrush Zeit..
Neben vielen, (mittlerweile) bekannten Geräten, welche beim Gold suchen zum Einsatz kamen, weckt dieser „Dampfbetriebene“ Bagger unser Interesse.. Der Aufbau ist hauptsächlich aus Holz gefertigt, der Bagger soll auch beim „Panamakanal“ – Bau mit geholfen haben !!
Kurzer Abstecher in das Raillroad Museum..
Handbetriebenes Gefährt um die Geleise zu kontrollieren..
Kleine Dampflok, welche zuuletzt im Tanana Valley im Einsatz war, heute, total restauriert fährt dieses Bijoux regelmässig Rundfahrten mit Touristen Richtung TOK…
Der Lokführer war auch gleichzeitig der Heizer, recht kompliziertes Innenleben der Lock, Sicht nach vorne, nur durch das Seitenfenster!!
Beim Zwischenstopp wurde der Wasserbehälter der Lok hier auf gefüllt!!
Grenzverlauf des Staates Alaska, rechts im Bild sieht man die Oelpipline von Prudehoe Bay nach Valdez eingraviert !!
Im nahen Museum betrachten wir Bilder von der Jahrhundert Ueberschwemmung im Jahre 1967, beim Zusammenfluss von Cheena und Tanana River stappelten sich riesige Mengen an Eisschollen und verstopften den Abfluss, Fairbanks stand meterhoch unter Wasser!!
Das Vorgänger-Model meines Rollis hatte sogar Spiralfedern..
Schön restaurierte Postkutsche, welche zwischen Fairbanks und Valdez verkehrte !!
Renovierte Häuserzeile von Fairbanks, dieser Ort ist die nördlichste Stadt der USA, 1902 gegründet, um die vielen umliegenden Goldvorkommen (koordiniert) abbauen zu können. Heute zählt Fairbanks ca 30 500 EW die drittgrösste Stadt von Alaska!! Anfangs 20 Jhd, wurden in Fairbanks 38 Grad C gemessen, die tiefste Temperatur wurde in den sechziger jahren mit -54 Grad notiert!! Die letzten Frosttage sind meistens im Juni, ABER schon Ende August meldet sich der Herbst / Winter zurück!! Warme Sonnentage sind hier leider eher selten…
Der Raabe wird vielerorts in Blech, Stein oder Holzskulpturen dargestellt und verehrt!!
Schulhäuschen, die Fugen zwischen den Balken wurden mit Lehm abgedichtet..
Zurück auf dem Parkplatz fällt uns dieses „BIBLISCHE“ REISEMOBIL auf, man beachte den grossen Grillplatz am Heck, der Spaltstock, steht einsatzbereit daneben !!

26. Juli 2022

Die Kampfjets vom nahen Militärflugplatz waren die ganze Nach seehr aktiv, was meinen Schlaf etwas „kürzte“.. Wir fahren nach 0900 Uhr in die Stadt zur Chevron Service Garage, gestern konnten wir für heute einen Termin zum Oelwechseln abmachen. Die div. Filter habe ich dabei, ebenfalls die 12 Lt Oel und so geht der Wechsel reibungslos über die Bühne. Mit Kosten von 69.43 $ kommen wir gnädig „davon“..

Nur wenige Km ausserhalb Fairbanks besuchen wir einen Aufzucht und Forschungsbetrieb, Studenten haben hier die interessante Aufgabe, Besucher zu informieren..
Die Moschus-Ochsen Bullen machen mit ihrem grimmigen Blick, den ca 500 Kg „Kampfgewicht“, dem mächtigen „Hornpanzer“ und dem zotteligen Fell, mächtig Eindruck.. In der Paarungszeit kämpfen die Bullen um die „Gunst“ der Kühe, mit ordentlichem Anlauf gehen die Kontrahenten aufeinander los. der Zusammenstoos tönt scheinbar wie ein „Gewehrschuss“ !! „Bei uns Männer läuft das ja ganz ähnlich“!!
Der dreifache Zaun verhindert das „Ausbüchsen“ der winterharten Gesellen, muss aber regelmässig repariert werden. Wir können beobachten, wie ein Bulle immer u immer wieder einen grossen Traxreifen rammt, einfach so zum Plausch.. Das zottelige Fell/Haar ist wie ein Mantel, Schutz gegen Kälte.. sagenhafte -70 Grad können gesunde, gut genährte Moschus Ochsen ertragen.. Hitze allerdings mögen sie gar nicht, vor allem Kälber können schnell verenden an Hitzschlag, deshalb sind in div. Ställen Klimaanlagen installiert, wo die Tiere eigenständig Abkühlung suchen!!
DAS ist nicht Waldas Haartracht, sonder ein 10 -jähriges Horn eines Moschus – Ochsen!!
Die Unterwolle der Moschus Ochsen hat einen 10x besseren Wärmewert als Schafwolle und ist federleicht !!
_Gleich daneben ruhen sich „Rentiere“ aus, jeden Herbst wird das mächtige Geweih abgestossen und wächst im April wieder neu !! Der Körperbau ist deutlich kräftiger als bei den „Caribou“ !!
Die extra-feinen „Hacktätschli“ sind Made by Walda und 100 % Angus – Beef, kein Moschus-Ochse musste „dran“ glauben !!
Hm, einfach lecker !!

27. Juli 2022

Nach einigem Zögern fahren wir doch nach Chena Hot Springs und sind gespannt, was uns da erwartet??
Das Resort verfügt natürlich über eine eigene Sand – Landepiste !!
Die Eishalle ist eingerahmt von üppig wachsenden, Blumenaragement, in der sehr kurzen Vegetationsperiode werden die Blumen mit warmem Quellwasser „gepuscht“ !!
Das Resort ist mit Hotelbetrieb, Hallen und Freibad, Treibhaus für frisches Gemüse und Eishalle recht gross und die schönen Blumen, an jeder „Ecke“, sehen prächtig aus..
Sogar Enten und Elche haben hier ihr eigenes Bad…
Das Freibad ist zwar etwas in die JAHRE gekommen, wir geniessen aber das 40 Grad warme Wasser !!
Eine tolle Skulptur im Eispalast..
Walda möchte heute doch nicht im Iglu schlafen ??
Eine „Indigene Frau“ …
„Ein Schweizer Mädel“..
Gleich neben der Landepiste steht ein Löschfahrzeug UND ein 4 Meter hohes „Ungetüm“ mit Reifen, welche über 100 cm breit sind. Der Einsatzbereich dieses Fahrzeug ist mir unklar!!
Wir verlassen das nette Ressort und stehen alsbald auf einem riesigen, asphaltierten Platz, wo wir feine „Pouletbrüstli“ bräteln!! Nach diesem herrlichen Abend planen wir für morgen eine Wanderung…

28. Juli 2022

Der erste Blick aus dem Fenster, wau, sonnig, wunderbar, aber schon 5 Min. später trommelt der Regen auf unser Dach.. so ein Mist!!

DAS sind keine „Frühkartoffeln“, sondern “ Elchbölleli“ etwas später sehen wir eine Elchkuh neben der Strasse traben, leider verschwindet sie bald im dichten Wald !!
Nach ca 50 Km nehmen wir einen 2. Anlauf für eine Wandertour.. leider kommt nach 500 m eine Treppe und wir finden keinen „Ausweg“, so packen wir wieder ein und fahren nach Fairbanks zurück..
Wir besuchen ein Oldtimer Museum in Fairbanks…
Interessantes Datenblatt dieses „Mack“ Truck..
Dieser CAT hatte 15 Ps, etwa gleich viel wie mein Rasentraktor!!
Dieser „Dampf – Traktor wiegt satte 10 000 Kg….
MEIN DAVOSER Schlitten war deutlich „bescheidener“ gebaut, als dieses „Prachtstück“ !!
2 tolle Motorräder, ein INDIAN und ein CLEVELAND..
Der älteste Oldtimer wurde 1898 erbaut, der jüngste in diesem Museum hat Jg 1935, ALLE Fahrzeuge wurden in den USA Gebaut!!
Die Fahrzeuge stehen da wie neu, unglaublich, KEIN Stäubchen ist zu sehen!!
Meine „Puce“ macht gute Figur im Oldtimer, nur der Hut fehlt noch !!
Die Strassen waren noch nicht sooo gut ausgebaut.. zum Abladen hatten diese 2 Jungs auch keine Lust !! Die grosse Ausstellung ist super bestückt mit grossen Fotos, Filmen und Kostümen, das macht die neue, topmoderne Anlage symphatisch..
Fahrwerk mit Blattfedern UND Stossdämpfer, die meisten Oldtimer sind fahrtüchtig und so wie diese Model eingelöst, fahrbereit !!
Die passende Garderobe war natürlich extrem wichtig!!
Dieses „Schneemobil“ war erstaunlich wendig, wie wir auf einem Video sehen können und zog Schlitten und sogar Flugzeuge !!
Dieses Modell ist mit Raupen und vorne Skier ausgestattet !!
Bis ins kleinste Detail ist ALLES neuwertig restauriert, ich habe noch NIE so eine Ausstellung gesehen..das ganze Konzept stimmt überein, super !!
Auch einige „Rennwagen“ stehen hier, mit Weste des Piloten und den errungenen Pokalen !!
Der gelbe 7-Plätzer ist mit 1936 der Jüngste..
Diese phantastische Ausstellung, fast am Ar…. der Welt, in Fairbanks ist absolut sehenswert !!
Wir fahren nach NENANA, in der Ferne der Chena-River und die Alaska-Range Gebirgskette !!
DAS Wahrzeichen von NENANA, hier wird jeden Frühling Mai – Juni der Sieger gekührt, welcher das genaue Datum und Uhrzeit voraus gesehen und deponiert hat, WENN im TANANA – River das Eis bricht!!
Das Minidörfchen mit seinen 295 Seelen hat auch ein kleines Visitor Center…während dem Goldrush lebten über 5000 Goldschürfer hier…
Das Bahnhofgebäude hatte früher eine wichtige Bedeutung..
Mit minutenlangem Gehupe kündigt sich die ALASKA RAILROAD an, fährt direkt hinter unserem Rücken vorbei dreht eine grosse Schlaufe, um dann über die Tanana-River Brücke Richtung Seward zu entschwinden. Im luxeriösen Zug fahren Touristen von Fairbanks nach Seward über 785 Km dem PARKS Highway entlang..
Mit diesem grossen „Sieb“ konnten schnell, grosse Mengen Lachse aus dem Tanana River gefischt werden..
Wir stehen direkt am Tanana River ..
Beim WENDEN hatte ich die Kinderstiefel immer (fast“ genau im „Visier“ dann gerieten sie trotzdem unter mein Hinterrad, ups.. die Stiefelchen standen sofort wieder da, wie wenn nix passiert wäre!!
Tolle Abendstimmung am Tenana – River um 2330 Uhr…

29. Juli 2022

Wir verlassen den einsamen „Kämpfer“ aus NENANA und fahren auf dem sehr „ruppigen“ Parks Highway Richtung Süden…
Schon von Weitem ist der „Mt. Denalie“ od. Mt McKinley 20310 ft zu sehen, OHNE Nebel, fast eine Seltenheit !!!
Riverrafting auf dem „Savage-River“, der „Stahlgraue Fluss“ zieht mächtig !!
Die Uferböschung ist soo steil, dass man die Schlauchboote kaum hinunter tragen kann, so entstand diese Bootsrutschbahn hinunter zum Fluss..
Der 1917 eröffnete Denali Nationalpark umfasst ca 19185 Km2 und hies bis 1980 noch Mount Mc Kinley Nationalpark, Besucher pro Jahr ca 600 000, es herrscht Subarktisches Klima, der Park liegt 300 Km südlich des Polarkreises, es wird im Juni/Juli nicht dunkel!!
Wir steuern zuerst das Visitor Center an und sind etwas überrascht, dass die grosszügig angelegten Parkplätze eher mässig belegt sind, uns kann es recht sein !!
DAS Wetter stimmt und so besteigen wir spontan einen Tourbus, wegen einem gewaltigen Hangrutsch 2021 ist der riesige Park nur bis zur MEILE 43 befahrbar, deshalb buchen wir nur die „Kleine Tour“ für 30 $. Schnell bin ich im Bus verfrachtet und fest gezurrt für die nächsten Stunden !!
Der „Mt.Denali“ (links im Bild) ist bekannt dafür, dass er sich meistens in Nebel hüllt, soo sind wir schon froh, dass wir ihn so sehen dürfen!!
Wir sind einmal mehr beeindruckt von der riesigen Tundra, wo Grizzly, Schwarzbären, Elche, Bighorn Schaf, Caribous, Rentiere und Wölfe leben !!
Dieses Caribou macht „Siesta“ direkt am Strassenrand, die meisten Tiere sind die „Tourbusse“ gewöhnt und wenn man sich ruhig verhält, flüchten sie nicht!! Hunde sind im Park generell verboten !!
Grosse Strecken sind „Gravelroad“ und holprig..ich sitze direkt neben dem riesigen Lift, (für Elche geeignet) welcher mir nicht nur die Sicht raubt, sondern brutal lärmig ist..
Dieser Grizzly sucht energisch etwas „FRESSBARES“ der Sommer ist kurz und nur diejenigen Tiere überleben, welche es schaffen genügend „Speck“ an zu legen…(Also ich könnte theoretisch schon JETZT den Winterschlaf antreten )!!
Auch ein schoener Ruecken kann entzuecken !!
Viele der Flüsse führen nur während der Schneeschmelze viel Wasser und sind jetzt bereits trocken!!
Tolles Zusammenspiel von Farben und Bergen…
Wir kommen dem DENALI näher, aber er verhüllt sich immer mehr ¨!!
Bei Meile 43 muss der Bus umdrehen, die Strasse ist wegen Hangrutsch gesperrt, noch bis ca 2023, der Permafrost taut auch hier dramatisch.. wir kriegen 15 Min Auslauf bevor es dann zügig auf den Rückweg geht. Leider haben wir direkt neben uns eine Indische Familie, die Kinder toben wie die „AFFEN“ im Urwald und rauben mir den „NERV“ ….
Die Tour hat sich im Ganzen gesehen gelohnt, haben wir doch einige Grizzlys und Karibous gesehen, wenn auch zum Teil aus grösserer Distanz..
Wir verlassen den Park, ALLE Campgrounds sind überfüllt und wir finden ganz in der Nähe einen etwas lauten Platz zum übernachten !!! Wir bleiben den ganzen Tag von Moskitos verschont, coool !!

30. Juli 2022

Rund um das Denali Visitor Center gibt es einige, wirklich schöne und längere Wanderwege, welche auch gut beschildert sind… Wir möchten gerne zur Hunde Station, wo Schlittenhunde gezüchtet, aufgezogen und ausgebildet werden. Die Dame im Center warnt uns zwar, dass der Weg für Rollifahrer nicht überall geeignet sei..Wir lassen uns überraschen und starten um 1230 Uhr, die nächste Vorführung soll um 1400 Uhr sein..
Wir sind noch keine 200 m auf dem Weg unterwegs, als uns ein Läufer“, aber im gestreckten Galopp“ entgegen kommt und ganz ausser Atem etwas entgegen ruft.. wir verstehen etwas von Bär, alsbald kommen noch zwei weitere daher gespurtet, die etwas rufen…WIR machen rechts um kehrt und machen uns vom ACKER..
Als wir aber bei weiteren Läufer Startnummern entecken, merken wir , dass da ein Wettkampf für das erhöhte Tempo schuld ist, und nicht ein Bär !!
Der knapp 5 Km lange Wanderweg ist sehr schön u gut gepflegt, die 2-3 steilen Stellen meistert mein Swiss Trac im Rückwärtsgang problemlos !!
Wir sind noch etwas früh und können in aller Ruhe die ganze, vorbildliche Schlittenhunde Zucht anschauen.. Ziel der Staatlichen Anlage ist es, Alaskanische Huskys zu züchten und zu trainieren und diese im Winter, wenn die Strasse im Denali N.P. verschneit und z.T. unpassierbar ist, mit Hndeschlitten zu befahren… Es werden auch 3-wöchige Touren bis tief in den N.P. angeboten, das ist bestimmt ein einmaliges Erlebnis, wenn denn das Wetter stimmt. Den Hunden machen auch Schneestürme nicht viel aus..
Jeder Hund hat sein eigenes „Revier“ mit Blockhaus..
Die Hunde sind total ruhig und gucken, wer um ihre „Siedlung“ schleicht..
Im Sommer werden die Tiere von „Volonteer“ versorgt und auch trainiert, für den Schlittenführer ist es überlebenswichtig, dass die Hunde auf seine Stimme hören und gehorchen. Natürlich werden die Hunde auch top gepflegt und gefüttert..
Einige Infos, wie die Inuit früher mit den Huskys zusammen lebten..
Jeder der 28 Hunde hat sein eigenes „Geschirr“ , mit diesen Tieren werden in der Regel 5 Gespanne à 5 Hunde gefahren. 3 Hunde sind „Ersatz“..
Mit Bussen werden plötzlich unzählige Touris angekarrt und die Vorführung beginnt in den nächsten Min.
Ein Ranger gibt einige Infos über die Ziele der Station , dann bekommen die Mitarbeiter ein Handzeichen für das Anspannen der HundeNUN ist aber die Hölle los auf dem Platz, die Hunde bellen wie verrückt,, ALLE wollen dabei sein. Das lenkbare „Wägeli“ muss gut gesichert sein, endlich sind alle an ihrer Position und auf Befehl stürmen die 5 Huskys los. 2 direkt vor dem „Schlitten“ in der Mitte läuft der „Swinger“ und vorne noch einmal 2…
Die Hunde kommen brutal schnell angerannt, leider durften sie bloss eine Runde drehen, die hätten wohl lieber noch 20 Runden gedreht.. dann bekommt jeder seinen Fisch..
Zum Schluss sprintet jeder Hund selbständig zurück auf seinen Platz, das Tempo ist beeidruckend!! Eine interessante Show geht zu Ende!!
Ein Ranger zeigt uns die 5 jungen Huskys, quicklebendige Wollknäuel !!
WENN ganz viele „Kriterien“ stimmen, kann dieser KLEINE in 3-4 Jahren ein zuverlässiger Leithund werden.. Wir drehen noch eine Runde um die Gehege und entdecken ganz zufällig das Vorderrad meines Rollstuhls, das da achtlos am Boden liegt… Die Gabel ist verbogen und der Bolzen ab gebrochen.. SUPER
Wir verlassen den Denali N.P. nach 2 sehr interessanten Tagen Richtung „CANTWELL“, WO wir auf den Denali Highway abbiegen, die Gravelroute zeigt uns sogleich, was uns auf den nächsten 134 Meilen erwartet.. Unser „Schlafplatz“ ist aber wunderschön… wir gucken und gucken aber kein Elch etc zeigt sich..

31. Juli 2022

Unendliche WEITEN, Tundra und Taiga wechseln sich immer wieder ab..
Leider sollte das der einzige ELCH bleiben, den wir zu Gesicht bekommen !!
Es ist Samstag und auf dem Denali-Highway ist überraschend viel „Verkehr“, ein ganzer Tross mit Jeeps sind unterwegs zu einer Hochzeit, viele Km Gravelroute sind vorher zu fahren !!
HIER wird gemäss „Plakat“ an der Strasse „DIE Hochzeitgefeiert !!
Auch auf dem Denali HIghway sind Freud und Leid sehr nah beisammen, was uns diese drei Kreuze aus dem Jahr 1996 zeigen. Wir halten kurz inne und sind sehr dankbar, dass wir diese Reise bis heute „unbeschadet“ geniessen durften !!
Stunde um Stunde „holpern“ wir die Wälder…
Am Nachmittag endlich zeigt sich die Sonne und wir entdecken einen Platz, mit dieser traumhaften Aussicht…
Kurz vor unserem Rastplatz haben wir ein uns bekanntes CH-WOMO gesehen, so machen wir uns auf den Weg für einen Besuch… Sybille und Hermann haben die gleiche Idee und so treffen wir uns in der Mitte für einen ausgiebigen „Schwatz“ !!
Wir geniessen den herrlichen Abend mit Alpenpanorama, auch um 2330 Uhr ist es noch hell!!

01. August 2022

Der Maclaren Gletscher zeigt sich in Nebel gehüllt!!
Auf dem Maclaren Summit haben schon viele ihren „Fussabdruck“ hinterlassen..lustig oder doof ?? Auf dem Richardson HWY treffen wir einen unermüdlichen CH-Radfahrer an, welcher in Texas gestartet ist, nach Kanada geradelt ist zu seinem Sohn, zusammen sind sie den Dempster HWY gefahren, dort in Tuktoyaktuk, am Arctic Polarmeer, haben wir die Beiden schon einmal getroffen..
Auf dem Weg nach Glennallen passieren wir eine gewaltige, 13 Km lange Strassen Baustelle, wir werden selbstverständlich mit einem Pilot Fahrzeug begleitet !!! In Glennallen tanken wir, kaufen kurz etwas ein, (mega teurer Laden) und stellen uns neben die Bibliothek..Der Regen bleibt uns heute den ganzen Tag treu!!

02. August 2022

Auf dem Glenn HWY verlassen wir Glennallen und fahren Richtung Palmer, eine imposante Bergwelt mit unzähligen Gletscher erwartet uns, NUR das Wetter spielt noch nicht mit !!
Der Tazlina Gletscher, 35 Km lang und 3.5 Km breit zeigt sich nach ca 40 Meilen knapp im Nebel !!
Unser treues „Cämperli“ hat weitere 10 000 Km abgespult, davon waren ca 2800 Km harte Gravelroad.. DAS heist aber auch, dass wir schon 30 000 Km in den USA & Kanada unterwegs sind und das OHNE grosses MURREN !! DANKE SCHÖN !!
Unglaublich, WAS die AMOS alles auf so einen Anhänger verfrachten !!
Kurz vor Palmer wollen wir die grösste Moschus – Ochsenstation besuchen, eine Stiftung betreibt diese moderne Anlage als Non Provit Betrieb
Wir kommen gerade noch rechtzeitig, eine Führung hat soeben gestartet. Auf einer Fläche von ca 160 Hektaren werden zur Zeit 78 Tiere gehalten, diesen Frühling wurde aber nur 1 Kalb geboren. Scheinbar ist es praktisch unmöglich zu sehen, ob eine Moschus Kuh trächtig ist..
In einem separaten Gehege liegt eine „Patientin“, welcher ein Eiterzahn gezogen wurde, sie kaut aber schon wieder gemütlich vor sich hin !!
Der Bulle vorne im Bild wiegt satte 800 Pfund. die spitzigen Hörner werden etwas gekappt, um Mitarbeiter und andere Tiere zu schützen..
Anlagen und Weiden sind gepfegt, das Gras ist fast „KITSCHIG“ grün !!
Nach einem Unfall musste dieser Kuh das hintere, rechte Bein amputiert werden, mit viel Unterstützung lernte das Tier wieder zu laufen und zählt heute 20 Lenze…
Das einzige Kalb von diesem Jahr, Namens Bubblebee !!
Zwoi liebi „Cheibe“ mit härte „GRINDE“ !!
Der MatanuskaGletscher ist mit 39 Km Länge der Grösste von Alaska, welcher mit dem Auto sehr nah angefahren werden kann !!
Wir nehmen den Hatcher Pass in Angriff und bekommen einige Zweifel, als wir kurz danach im dichten Nebel bergauf „kraxeln“.. Kurz vor der Passhöhe werden wir mit Sonne überrascht, soo cool !!
Der Hatcher Pass ist nicht besonders hoch, aber die Aussicht wäre nicht schlecht !!
Walda spurtet noch schnell auf den Gipfel !!
Sogar die munteren „Erdhörnchen“ staunen nicht schlecht, als Walda vorbei saust!!

03. August 2022

Herrliches Wetter, wir starten vom Hatcher Pass Richtung Willow und durchfahren ein wunderschönes Tal..
Kleinere und grössere Minen werden über den Sommer betrieben, scheinbar nicht ganz OHNE Erfolg !!
Bei Willow nehmen wir Kurs nach Norden, wir möchten den „Denali“ auch noch von der Südseite betrachten.. Bei Trapper Creek biegen wir links ab nach PETERSVILLE, auf der Karte ist ein interessanter Loop eingzeichnet. Hier machen wir eine kurze Rast mit erstem Blick auf den berühmten Berg..
In einem kleinen Fluss werden mit einer Reuse Fische und Krebse gefangen, scheinbar für Forschungszwecke !!
Nach 25 Meilen Gravelroad zeigt sich der Denali von seiner schönsten Südseite, wir sind überglücklich, weil wir wissen, wie selten dieser Anblick doch ist!!
Ueber weite Strecken sind in feuchten Gebieten, Baumstämme in die Strasse eingearbeitet, wir fahren wie auf einem Bahntrasse..
Endlich erreichen wir „Peterville“ Einwohnerzal 5 ..
Ein einziges Haus scheint aber bewohnt zu sein… wir fahren weiter, die Strasse wird richtig schmal und vor allem ausgewaschen und ruppig…
Das Panorama der Alaska Range ist dafür atemberaubend !! Wir stoppen einen entgegenkommenden Pickup und fragen nach dem Loop, welchen wir auf der Karte sehen… Existiert nicht, ist seine Antwort.. die Strasse wird noch deutlich schlechter, bevor sie nach 30 weiteren Meilen aufhört!!! Das wollen wir unserem „C¨ämperli“ nicht zumuten und drehen um !!
Die Strasse ist gespickt mit vielen kleinen und grösseren Schlaglöcher.. Schritttempo ist oft angesagt !!
Wir geniessen einen absoluten „Traumtag“ und können bei superheissen 25 Grad, OHNE Mückenplage draussen Essen, ein seltenes Ereignis !!
Um 2300 Uhr betrachten wir ein tolles Abendrot und „rätseln“, was morgen bloss für ein Wetter sein könnte???

04. August 2022

Das ist ein normales Haus mit ein bisschen Müll rundum 2 Schiffe, 6 PKW, 1 Womo, Snowmobil, etc, etc 2 Hunde mit 10 Jungen…
Ein letzter Blick auf den Denali…
Kurzer Halt bei einem Trödlerladen..
Für die nächsten Wahlen wird intensiv Werbung gemacht, nicht ALLE sind damit einverstanden..
Wahlgegner werden nicht „zimperlich“ behandelt und die Reifen der Pickup mit Nägel „bespickt“ !!
Wir besuchen den Touristenort „Talkeetna“, leider vermiest uns das schlechte Wetter eine ausgiebige Erkundigung..
Eine Tour mit Schlittenhunden würde ich sehr gerne einmal unternehmen, aber viel lieber im Winter !!
In Talkeetna wimmelt es von Restaurant und div. Outdoor – Aktivitäten, vor allem starten von hier aus viele Bergtouren auf den Denali..
Sogar eigene Biere werden gebraut..
Hmm,, das Bier schmeckt gut..
Im Dorf ist Hochbetrieb, der Alaska Railway hällt hier und „spuckt“ für einige Stunden viele Touristen aus..
Ein und Abfahrten werden mit ohrenbetäubendem Gehupe „celebriert“ !!
Der Flugplatz am Dorfrand ist total überstellt mit Flugzeugen, welche bei dem miesen Wetter keine Flüge zum „Denali“ unternehmen können !!
Vor jedem Geschäft stehen bunt bemalte Elche, ECHTE wären uns allerdinge viel lieber !!

06. August 2022

Bei Dauerregen fahren wir „zackig“ nach Wasilla zum Wallmart, wo wir einige neue und alte Schweizer treffen..Natürlich wird immer wieder viel „gschnorred“, ABER man gibt und erhält laufend neue Reisetips..

07. August 2022

Unsere 1. Nacht verbringen wir auf dem Camping „Golden Nuggets“, wo wir unsere Freunde Beatrice und Robert treffen und einen gemütlichen Abend mit feinem Essen geniessen..und viel zu erzählen haben.. Die Beiden kommen vom Süden Alaskas zurück, wo sie seit 4 Wochen Lachs gefischt haben. 70 Kg frischen Lachs haben sie hier in Anchorage einem Spediteur übergeben, welche diese auch räuchert und in die Schweiz verschickt.. (Teurer Spass!!) Wir machen einen Stadtbummel. die Touristenbusse sind leider nicht für Rollifahrer ausgebaut!!
In Anchorage sind viele neue Glasbauten entstanden, ein schöner Stadtkern entdecken wir nicht..
Die Schifffahrt hat hier einen grossen Stellenwert und der Containerhafen ist wichtig für ganz Alaska.. Anchorage hat ca 293 000 EW und ist damit die grösste Stadt in Alaska. Die Oelindustrie hat hier ihre Sitze und wir befinden uns sicher nicht in einer „ARMEN“ Stadt..
Giftshops hat es natürlich unzählige und wir schauen uns schon etwas um, damit wir den nahenden Herbst gut überstehen !!
Wir wandern auf einem schönen, viel besuchten Weg dem Meer entlang..
Das Wattenmeer ist hier besonders heimtückisch und diverse Personen sind hier schon stecken geblieben und verdurstet…
Schaade, dass der Weg und die anliegenden Anlagen etwas ungegflegt daher kommen und so freuen wir uns halt an den kleinen leuchtenden Punkten am Wegrand..
Auf dem Rückweg fallen uns diese Oldtimer – Snowmobile auf welche mit Grümpel vor einem Haus stehen…ABER sonst ist die Stadt recht sauber und freundlich. Am Stadtrand sieht es dann sofort wieder anders aus !!
Originelle Fahrzeuge für Stadtbesichtigungen, da fehlt einfach der ANHÄNGER für die Rollifahrer !!
Am Eagle River herrscht zur Zeit Hochbetrieb, die Lachszüge sind da und ALLES steht im Fluss oder am Ufer um einige tolle Exemplare zu fangen..
Dieser „Mexikaner“ versucht gerade energisch den Haken vom Baum zu kriegen..
Die zwei Jungs nehmens da noch lockerer !!
Mit einem „satten Schlag“ werden die Salme getötet, nur die wenigsten liegen so achtlos im Dreck..
Sogar die Kleinsten, dürfen mitfischen!!
Praktischer Tisch auf der Brücke mit Wasserleitung, wo die Fische direkt filetiert werden können, der „Abfall“ geht zurück in den Fluss…
Von diesen Eiern hätte es im nächsten Frühling bestimmt wieder viele junge Lachse gegeben.. Die aufsteigenden Lachse werden „scheinbar“ mit Sensoren gezählt und die Fangzeit je nach Anzahl der Fische eingeschränkt…
In der Stadt sind viele Personen unterwegs mit Indigener Abstammung, leider sind auch erschreckend viele Homeless unterwegs, nicht alle kriegen einen Fisch zum Nachtessen !!

08. August 2022

Auf dem riesigen Gelände der Firma CABELAIS dürfen wir zusammen mit vielen Campern übernachten..
Bei üblem Wetter flüchten wir in das riesige Outlet – Sportartikel Geschäft, uns bleibt fast die „Spucke“ weg…
Die meisten der ausgestellten Tiere sind echt..
Diese scheuen Bergziegen konnten wir bis anhin in der Natur nie sehen!!
Moschus Ochsen z.B. kosten pro Tier ca 15 000 $ zum Präparieren…
In zwei grossen Aquarien tummeln sich die verschiedenen Lachsarten, welche hier vorkommen..
Pfeil und Bogen, DAS war früher. heute werden mit solchen High Tech Geräten sogar Elch u Bär gejagt…
Revolver und Pistolen in unglaublicher Auswahl..
Mit diesen Waffen und Munition könnte man einen „kleinen“ Krieg „anzetteln“, Wahnsinn !!
Wir sind von diesem Geschäft begeistert das mit einem „lückenlosen“ Angebot für Fischerei Jagt und Camping aufwartet !!

09. August 2022

Wir „flüchten“ noch einmal in die grossartige LIBRARY, wo viele „Homeless“ Unterschlupf finden, wir sind froh um das gute WiFi um unsere Büroarbeiten erledigen zu können !!
Bescheidene fahrbare UNTERKUNFT neben luxeriösen Glasbauten !!

10. August 2022

Wir verlassen Anchorage und fahren auf der Seward HWY dem Turnagain Arm entlang, das Verkehrsaufkommen ist gewaltig, auch einige Züge sind Richtung Seward unterwegs..
Wir beobachten eine Gruppe in Kletterausrüstung, welche Säcke abseilen !!
Der Abend zeigt sich in herrlichem Licht..
Wie ein Baldachin hängen die Wolken über uns ..
Der Turnagain Arm ist bekannt für seine extremen Ebbe – Flut Bewegungen, während bei Ebbe das Wasser mit starker Strömung zurück in den Cook Inlet fliesst, baut sich schon die neue Flut an und es entsteht „manchmal“ eine Flutwelle, welche Surfer abwarten um darauf zu surfen….WIR haben keine entdeckt, trotz langem Warten !! Der gelbe Stuhl ist bei Flut unter Wasser !!
Seilbahn (Von Roll CH) auf den Girdwood !!
Emese u Zsolt begleiten uns ..
Die Aussicht auf den fast leeren Turnagain ist grossartig..
Alp – Oehis gibt es auch in den USA ..
Es ist unglaublich, bei JEDER Flussmündung werden zur Zeit Lachse gefischt, was das Zeug hält!!
Unser Nachtlager am See..
Rentierwurst und Poulet, schmeckt gar nicht soo schlecht!!

11. August 2022

Wir möchten ev. von hier eine kleine Bootstour zum Portage – Glacier unternehmen, ABER nur wenn das Wetter stimmt und wir die Fähre von Whittier nach Valdez buchen !!
Wir fragen eine CH-Familie wie sie die Bootstour empfunden haben, nach einem kleinen Schwatz bekommen wir spontan ein Gerber Fondue geschenkt. Nach 2 Wochen Camperferien ist es morgen Zeit, das Fahrzeug ab zu geben und das Fondue bleibt übrig…WIR freuen sehr !!!
Trotz Sturmböen ist das Wasser türkisblau..
Soooo ein „Winzlingfällt richtig auf..
Wir besuchen einen Tierpark, Walda stürmt sofort zu ihren Lieblingstieren…
Der sanfte Blick fasziniert Walda vermutlich.. DER fehlt mir leider !!
Der Koyote läuft in seinem Gehege bestimmt mehr wie 10 000 Schritte..
Dem Stachelschwein stehen bei meinem Anblick gerade die Haare „zu Berg“ ..
Vorbereitung auf den Winterschlaf..

12. August 2022

Auf dem Abstecher nach Hope, freuen wir uns schon an so wenigen Sonnenstrahlen…

Hope liegt am Turnagain Arm, ein winziger Ort mit 5 Häuser und kleinem Campground…
Walda bringt eine Karte zur Post für Onkel „Bäni“…
Im dichten, feuchten Wald, mit viel Moos und Flechten wachsen auch viele Pilze..
Neben all den vielen Schrotthalden hat es auch einige originelle Objekte!!
Der Wald „verschluckt“ ganze Goldwasch-Anlagen, wohin führt das für die nächsten „Generationen“ ???
Ohne Worte !!!!
Hochzeitsreise in Alaska !!
In Hope „wimmelt“ es zur Zeit von Fischer /Innen und am Flüsschen schwimmen die Fische direkt vor meinen Füssen aufwärts zum Laichplatz !!
Zurück auf dem Sewart HWY nach Cooper Landing..
Schöner Uebernachtungsplatz am See und erst noch kostenlos !!

13. August 2022

Auf dem Old Sterling HWY fahren wir aus Neugierde einem Schild „Flughafen“ nach, ABER es steht einsam ein kleiner gelber Vogel am Ufer!!
In Ninilchik besuchen wir die Orthodoxe Kirche, dieses Gebiet wurde zuerst von Russen besiedelt, welche von der Kodiac Insel eingewandert sind..
Es bahnt sich eine Hochzeit an… (Aussentemperatur 11.5. Grad)
An vielen gut-gemeinten Ratschlägen fehlt es auch im „hintersten Alaska nicht“ !!!
Die Hochzeitsgesellschaft ist recht überschaubar !!!
Hier in Alaska bringt nicht der STORCH die Kinder, sondern der Weisskopfseeadler, DER sitzt schon bereit neben der Kirche!!
Der Glockenturm wurde wohl für Liliputaner gebaut, Walda verabschiedet die Hochzeitsgäste!!
Ninilchik vom Meer her…
Es ist Ebbe und die Fischerboote stehen im seichten Wasser !!
Wichtige Infos werden sogar noch Kyrillischer Schrift publiziert!!
Wir „stolpern“ heute von einem Fest zum andern.. Hier ein State – Fair mit Rodeo…
Trotz Nieselregen tummeln sich viele Familien mit Kindern etc auf dem Platz..
Die verschiedenen Regionen und Verbände werden vorgestellt !!
Gespannt werden die Wettkämpfe verfolgt, wo Kälber mit dem Lasse eingefangen werden !!
Bullenreiten wird vorbereitet, DAS ist def. nichts für „Weicheier“..
Am Whiskey Gulch stehen wir paradiesisch schön am Cook Inlet..
Die Fischer kommen mit reichem Halibut – Fang zurück..
Der Fang wird direkt am Meer ausgenommen und filetiert, die Boote werden mit viel Kraft und Lärm die steile Böschung hinauf gezogen..
Die Möven kümmern sich scharenweise um die Ueberreste..

14. August 2022

Nun stehen wir tatsächlich am WESTLICHSTEN PUNKT DER USA, welcher befahrbar ist.. soo coool..
Der Höhenunterschied von Ebbe und Flut ist mit ca 6-8 Meter, gewaltig !!
Die Fischer können bequem, trockenen Fusses einsteigen..
Mit einem alten Forstschlepper werden auch sehr grosse Schiffe ins Meer gewassert. Der Schlepper besteht fas nur noch aus „Rost“…
Der Unternehmer aus Arizona kam nach Alaska, weil er die Hitze nicht mehr ertrug, von Mai bis September wassert er nun hier Fischerboote und im Winter arbeitet er in Homer als Autoverkäufer… Walda „jammert“ über das nasse kalte Wetter, DAS sei hier aber völlig normal meint er.
Die Fischerei boomt gewaltig, der Parkplatz ist rappelvoll mit Pickups..
Im Nebel versteckt können wir die ALEUTIAN / ALASKA RÄNGES sehen..
Wir kommen in HOMER an, eine der südlichsten Orte ALASKAS, welche auf dem Landweg erreichbar sind..
Wir fahren zuerst auf den Homer – Spit, eine ca 5 Meilen lange, schmale Landzunge, welche nach dem Rückzug der Gletscher aus dem Meer ragt..
Farbenfrohe Neubauten, der Fischer-Tourismus boomt gewaltig..
Nette Restaurants in schöner Umgebung..
Nach der grossen Hafenanlage hört die Strasse auf..
Unzählige Schiffe vor einer tollen Gletscherkullisse!!
Wir treffen unsere Reisefreunde Zsolt u Emese, Ihr Scania streikt und zeigt zu wenig Oeldruck an, dazu platzt noch ein Hydraulikschlauch.. Nun warten sie auf einen Ersatz – Sensor, welcher aus Seatle eingeflogen wird !!!

15. August 2022

Nach einer Uebernachtung vor der Library kehren wir noch einmal zurück auf den Spit…Bei Ebbe sind zahlreiche Fischer an einem kleinen „Tümpel“ am „Werk“ !! Am Abend ist der Wasserstand aber ca 4 – 5 m höher !!
Auf einer Länge von ca 200 M stehen die grossen 12 M Reisemobile am Meer, erstaunlich dass fast alle eine ähnliche Farbe haben..
Es gibt hier aber auch etwas „einfachere, originelle Unterkünfte !!
Auffällige Verkaufsstände, an jeder ECKE..
In Amerika ist ALLES etwas grösser..warum nicht auch die Angel ??

Natürlich ist vieles „ver – Touristisiert“, einen gewissen Charme hat Homer aber trotzdem..
Wir geniessen ein „echtes Italienisches Eis“..Hmm..
Ein ehemaliger Leuchtturm wurde umfunktioniert in eine originelle Bar..
Tolles Bild von einem Weisskopfseeadler, hätte ich gerne „selber“ aufgenommen !!
Erfolgreiche Fischer zurück an „Land“..
Fischer können hier ihren Fang zum Filetieren abgeben, DAS sind echte Profis, in 2-3 Min. ist ein Lachs *zerlegt“..
Halibut und Lachse werden werden vom heutigen „Fischer – Trip“, Fässerweise angekarrt, Wahnsinn..
Walda hat „Fisch“ für heute Abend eingekauft, kleiner Halibut, 90 Pfund…
Adieu Homer, der Besuch hat sich, trotz der vielen „Fischer“ gelohnt !!
Tolles WOMO mit Strassenzulassung, gerne würde ich mit so einem „urigen Teil“ durch den Kanton Aargau fahren…
Letzter Blick auf die imposanten Gletscher rund um Homer, wir sind hier nicht auf 3000 M.ü.M, sondern auf Meereshöhe !!!

16. August 2022

Auch wenn die Temperaturen den nahenden Herbst /Winter ankündigen, WIR verlassen Homer bei strömendem Regen….
Noch kurz einen Halt beim Islands & Ocean Center, wir staunen immer wieder wie gross diese Anlagen gebaut sind !!
Tolle Informationen, z. B. wie die Russen von der Kodak – Insel nach Peninsula eingewandert sind…
Hinweise wie intensiv Forschungen von Gletscher, Meeresbewohner jeglicher Art, betrieben wird..
Wir nehmen die alte Strasse nach Kenai und finden einen tollen Platz direkt am Meer..
Der Regen hat hier kräftig gewirkt, man kann schön die verschiedenen Schichten, Kies, Torf etc sehen..
Wir staunen immer wieder, wie fahrlässig gewisse „Zeitgenossen“ auf der Strasse unterwegs sind..diese Tragbühne ist nur mit einem Vierkantrohr am Chassis montiert, total überladen mit Brennholz, abgelaufenem Reifen und einer Gasflasche, die ganze Fracht ist mit Gumizügen fixiert. So einen Typ möchte niemand vor sich haben oder kreuzen!!!

17. August 2022

Kurz vor Kenai Peninsula ..
Bei dem Wetter bleibt nur die Flucht ins Visitor Center..
Die Tierwelt „Alaskas“ hängt hier beim „Empfang“..
Hundeschlitten Zucht und Rennen sind überall präsent..
ALLES SALMON, das Fischen im Kenai ist weit herum bekannt !!
Bei trockenem Wetter wäre ein Besuch der „Old City“ ein toller Rundgang, heute verzichten wir und fahren..
Das älteste Gebäude von Kenai – Peninsula..
Schön erhaltene Russisch-Orthodoxe Kirche..
Originelle Stein/Holzhäuser im alten Stadtteil von Kenai..
Nach dieser „anstrengenden, NASSEN Rundfahrt“ kann uns nur noch eine „LINTHKUGEL“ in der „Hamsterbacke“ aufmuntern !!
Heute finden wir „KEINE Ausrede“ mehr und nehmen unser Brotmehl aus der Schublade…hmm,
da haben wir vermutlich nicht „optimal“ eingekauft und so backen wir halt MUFFINS…

18. August 2022

Sieht aus wie ein Maisfladenbrot…
Statt mit LACHS füllen wir halt den Tiefkühler mit Maffins… AUCH lecker, sagt Walda ???
Auf unserem Uebernachtungsplatz beim Wallmart stehen auch etwas lädierte“ Wohnwagen, welche Unterstüzung brauchen, aber Hauptsache es fährt noch irgendwie !!
Von Kenai fahren wir zurück nach Soldotna, oft wird angezeigt, wie viele Elche auf der Strasse angefahren werden!! Wir schauen uns seit Wochen die Augen aus dem Kopf und erspähen so selten Elche!!
Einer der vielen Gletschersee, das Wasser ist wirklich „eiskalt“, dafür glasklar..
Auf grossen abgebrannten Waldflächen verfärben sich die Fireweed, der Herbst ist nah !!
Auf einer kleinen Gravelroad trippelt plötzlich ein kleiner Bär über die Strasse..
dann sind es zwei..
und der DRITTE folgt sogleich… sie verschwinden nach einigen Minuten im Gebüsch.. um kurz darauf, nach der Kurve noch einmal über die Strasse zu laufen, von der „Mama – Bär“ ist nichts zu sehen. Die jungen Bären sind noch seehr klein für diese Jahreszeit, hoffentlich überleben sie den nächsten Winter ..
Am Kenai – River wird immer noch fleisig nach Lachs gefischt..
Trotz „HUDELWETTER“ machen wir einen Abstecher zum Exit – Gletscher..
Auch hier in Alaska schwinden die Gletscher rapide, da wo heute dichter Wald steht, war vor 80 Jahren noch Eis..
1815 stand die Gletscherzunge viel weiter im Tal , WO steht sie wohl in Tausend Jahren ???

19. August 2022

Wir befinden uns immer noch im Kenai Nationalpark..